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Facebook als personalisierte Tageszeitung?
welche Rolle das soziale Netzwerk als politisches Informationsmedium einnimmt
Agnes Obereder
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jörg Matthes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.45288
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25683.10316.140170-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von „Facebook“ als politisches Informationsmedium für junge Menschen. Betrachtet man die Entwicklung der wachsenden Bedeutung von sozialen Netzwerken im Alltag von jungen Menschen, Redaktionen und PolitikerInnen aus dem Blickwinkel, dass die politischen Hauptinformationsquellen Massenmedien sind, so wirft sich die dringende Frage auf, inwiefern ein soziales Netzwerk als Informationsmedium für politische Inhalte fungiert. Basierend auf den Funktionen der Massenmediensysteme für die Gesellschaft und das politische System, werden als theoretische Verortungen unter anderem der Uses-and-Gratifications-Ansatz, die kognitive Dissonanz sowie das Konzept der „communicatory utility“ herangezogen. Es wurde eine zweiteilige quantitative Laborbefragung durchgeführt. Im ersten Teil beantworteten die 126 befragten ProbandInnen Fragen zu ihrer „Facebook“-Nutzung, ihrem politischen Interesse und politischen Wissen. In einem zweiten interaktiven Teil wurden die TeilnehmerInnen gebeten ihren persönlichen „Newsfeed“ zu öffnen und parallel zu diesem jeweils den gleichen Fragenblock zu ihren ersten 20 „Newsfeed“-Beiträgen zu beantworten. Die insgesamt 2520 Beiträge wurden zusätzlich inhaltsanalytisch bearbeitet. Die Analyse zeigt, dass knapp zwei Drittel aller Beiträge aus öffentlichen Quellen stammt und davon wiederum 30 % von journalistischen und politischen Quellen sind. Insbesondere nationale und internationale Print- und Online-Zeitungen nehmen hier einen vergleichsweise hohen Stellenwert ein. Das Themengebiet „Politik“ ist in 17 % aller Beiträge enthalten und 87 % aller ProbandInnen haben zumindest einen politischen Beitrag in ihrem „Newsfeed“. Politischen Beiträgen wird zudem ein besonders hohes Interesse zugeschrieben. Die ProbandInnen schätzen dabei ihren tatsächlichen Anteil an politischen Inhalten auf „Facebook“ realitätsgetreu ein. Es zeigt sich, dass das soziale Netzwerk weniger zur Interaktion, sondern viel mehr zur Rezeption genutzt wird. Die Ergebnisse verdeutlichen die Einbindung von „Facebook“ bei der politischen Informationssuche, insbesondere bei politisch involvierten Personen und lassen ein Potential erkennen, hier auch weniger politisch involvierte Personen erreichen zu können.
Abstract
(Englisch)
The primary purpose of this study is to determine “Facebook“‘s role as a source of political information for young people and teenagers. The importance of social media in everyday life of young people, journalists as well as politicians is growing. However, supposing that mass media is the main source for finding political information, the essential question of how social networks can serve as a medium of information for political contents needs to be taken into account. Based on the mass media systems’ functions for society and the political system, the “Uses-and-Gratifications-Approach”, “Cognitive-Dissonance-Theory” as well as the concept of “Communicatory Utility” are used as a theoretical localisation. A two-part survey was conducted. During the first part of the survey 126 test persons answered questions with regards to their individual use of “Facebook”, their interest in politics and political background knowledge. In the second part the participants were asked to open their personal “newsfeed” while answering a number of questions on their first 20 “newsfeed” posts. Afterwards, the 2520 posts were interpreted by using a content analysis. The analysis, however, illustrates that nearly two-thirds of all posts originated from public sources, 30 % of which being journalistic and political sources. National and international print and online sources had the highest importance. 17 % of all posts contain the topic of “politics” and 87 % of all subjects had at least one political content in their “newsfeed”. Furthermore, political contributions are considered extremely interesting. Participants would rate the actual ratio of political contents on “Facebook” realistic. The results reveal that social networks are used for reception rather than for interaction. Also, it is demonstrated that participants include “Facebook” in their search for information especially persons who are highly involved in politics. Furthermore, the results show potential to reach people who are less involved in politics.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
social networks Facebook newsfeed content postings young people political information
Schlagwörter
(Deutsch)
soziale Netzwerke, Facebook, „Newsfeed“-Inhalte, Beiträge, Jugendliche, politische Information
Autor*innen
Agnes Obereder
Haupttitel (Deutsch)
Facebook als personalisierte Tageszeitung?
Hauptuntertitel (Deutsch)
welche Rolle das soziale Netzwerk als politisches Informationsmedium einnimmt
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
II, 109 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
AC Nummer
AC13727381
Utheses ID
40081
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1