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Kritische Beleggrammatik zur bibelgotischen Adjektivdeklination
Tetiana Oleksyn
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Deutsche Philologie
Betreuer*in
Peter Ernst
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15439.56328.136459-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel der vorliegenden Studie besteht in der vollständigen und systematischen Erfassung der gotischen Adjektive nach Stammklassen und grammatischen Kategorien. Bei der Untersuchung der gotischen Bibelübersetzung, die in etwa einem halben Dutzend Codices überliefert ist, wird von „A concordance to biblical Gothic“ von Snædal 1998 ausgegangen. Von großem Interesse sind auch die erst kürzlich entdeckte Gothica Bononiensia sowie die fünf gotischen Graffito-Inschriften auf den Gesimsen der Basilika von Mangup, die ebenfalls zur Untersuchung herangezogen werden. Die Studie macht es sich zur Aufgabe, die Adjektive in den bibelgotischen Texten je nach Stammklassen zu untersuchen, jede Belegstelle gotischer Adjektive gründlich zu prüfen, vollständige Flexionsparadigmen aufzuzeigen, flexivische und sonstige Besonderheiten zu diskutieren. Die fundamentale Dichotomie zwischen starker und schwacher Adjektivdeklination wird beleuchtet. Der Begriff „Adjektivdeklination“ wird in sachgerechter Weise großzügig ausgelegt. Neben den gewöhnlichen Adjektiven (Simplizia und Komposita) im Positiv wie hardus (u-Stamm) ‚hart’ und ihren Steigerungsformen (hardiza ‚härter’) werden auch Partizipien des Präsens (nimands, nimanda ‚nehmend’) und des Präteritums (numans ‚genommen’), Pronominaladjektive (aljis ‚anderer’) sowie gewisse Pronomina (silba ‚selbst’) und Numeralia (ains ‚einer’) mitberücksichtigt. Substantivierte Adjektive (gahlaifs ‚Genosse‘) werden ebenso beachtet. Die Deklinationsformen werden mit allen Belegnachweisen sowie Anmerkungen zu flexivischen und lautlichen Besonderheiten angeführt. Insbesondere die selten bezeugten Adjektive werden der gründlichen Analyse unterzogen. Diese Analysen sollen den morphologischen Aufbau eines Wortes transparenter machen und eventuell neue Segmentierungsmöglichkeiten aufzeigen. Auf den Sprachvergleich wird ebenfalls Rücksicht genommen, strittige Punkte werden nach der Fachliteratur referiert.
Abstract
(Englisch)
The goal of this research study is to provide a comprehensive and systematic documentation of all Gothic adjectives and their classification according to stem classes and grammatical categories. The analysis of the Gothic bible version, as historically preserved in half a dozen of codices, is carried out by help of the resulting work of Magnus Snædal “A concordance to biblical Gothic“, published 1998. Important newly-discovered textual artefacts of great significance, most notably the Gothica Bononiensia and the five Gothic graffito inscriptions discovered on stone slabs at the Mangup basilica are also accounted for in this research. The central task of the dissertation is to examine the adjectives found in the biblical Gothic texts in relation to declensional classes, to carry out an exhaustive examination of all references for these adjectives, to point out their complete inflection paradigms, and to discuss morphological and other peculiarities found. The fundamental dichotomy between strong and weak declension of adjectives is elucidated. In addition to basic adjectives (simplices and compounds) in positive form such as hardus ‘hard’ and their comparative forms (hardiza, ‘harder’), present participles (nimands, nimanda, ‘taking’) and past participles (numans, ‘taken’), pronominal adjectives (aljis, ‘another’) as well as certain pronouns (silba, ‘self’) and numerals (ains, ‘one’) are taken into consideration. Nominalized adjectives (gahlaifs, ‘companion’) are also covered.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Gothic biblical Gothic Gothic adjectives declination of adjectives grammar
Schlagwörter
(Deutsch)
Gotisch gotische Sprache Adjektivdeklination Beleggrammatik
Autor*innen
Tetiana Oleksyn
Haupttitel (Deutsch)
Kritische Beleggrammatik zur bibelgotischen Adjektivdeklination
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
270 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Peter Ernst ,
Heiner Eichner
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.14 Vergleichende Sprachwissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.15 Historische Linguistik
AC Nummer
AC13457530
Utheses ID
40120
Studienkennzahl
UA | 092 | 332 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1