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Einfluss von nicht-ionischem jodhaltigem Kontrastmittel auf die Thrombozytenaggregabilität im Rahmen koronarer Angiographien und Interventionen
Manuela Lopez
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Pharmazie
Betreuer*in
Günter Christ
Mitbetreuer*in
Rosa Lemmens-Gruber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.45484
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22317.87610.715367-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Einleitung: Kontrastmittel (KM) werden in der Kardiologie im Rahmen von Koronarangiographien routinemäßig eingesetzt. Aufgrund Ihres günstigen Nebenwirkungsprofils werden heutzutage in der klinischen Routine vorwiegend nicht-ionische, jodhaltige Kontrastmittel appliziert. Die Auswirkungen der Kontrastmittelapplikation auf die Thrombozytenaggregabilität sind bislang nicht mit modernen Plättchenfunktionstests untersucht worden. Ziel der vorliegenden Studie war daher die Untersuchung des Einflusses moderner, nicht-ionischer KM auf die Plättchenreaktivität, gemessen mit einem neuen Plättchenfunktionstest (Multiplate® Analyzer), in einem kardiologischen Patientenkollektiv im Rahmen der Koronarangiographie und Intervention. Methodik: Im Rahmen dieser prospektiven, monozentrischen Kohortenstudie wurde bei 88 kardiologischen Patienten mit diagnostischer Koronarangiographie oder Intervention die Auswirkung von nicht-ionischem KM (Jopamidol bzw. Iodixanol) auf die Thrombozytenaggregabilität, mit oder ohne duale Antiplättchentherapie (DAPT), evaluiert. Die Thrombozytenaggregation wurde mittels Multiplate® Analyse nach Zugabe von Adenosin-diphosphat (ADP), Arachidonsäure (ASPI) und „Thrombin receptor activating peptide“ (TRAP), vor und nach Angiographie gemessen. Ergebnisse: KM-Applikation während der Koronarangiographie führt zu einer hochsignifikanten Reduktion der TRAP-, ADP- und Arachidonsäure-induzierten Thrombozytenaggregabilität (p<0.0001). Mittels ROC-Analyse konnte eine signifikante Dosis-Wirkungs-Beziehung, mit einem Cut-Off von 190 ml KM, ermittelt werden. Dieser Einfluss zeigt sich insbesondere bei ADP induzierter Thrombozytenaggregation (p<0.0001), sowie unter DAPT (p<0.0001) Vier Patienten ohne DAPT zeigten keine signifikanten KM Effekt (p=0.1). Aufgrund der geringen Patientenzahl ist dieses Ergebnis jedoch nur bedingt aussagekräftig. Schlussfolgerung: Die Applikation nicht-ionischer KM, vor allem unter DAPT, führt zu einer Verstärkung der Thrombozytenaggregationshemmung. Die Bestimmung der Thrombozytenreaktivität sollte daher nicht nach einer KM Exposition erfolgen. Zur Bestimmung der zeitlichen Reversibilität dieses Effektes wären weitere Untersuchungen gerechtfertigt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Thrombozytenaggregabilität koronare Angiographie Kontrastmittel
Autor*innen
Manuela Lopez
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss von nicht-ionischem jodhaltigem Kontrastmittel auf die Thrombozytenaggregabilität im Rahmen koronarer Angiographien und Interventionen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
53 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Günter Christ
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.03 Methoden und Techniken in den Naturwissenschaften ,
44 Medizin > 44.38 Pharmakologie
AC Nummer
AC13470812
Utheses ID
40248
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1