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Die Vorboten der ungarischen Kultur- und Sozialanthropologie
Institutionalisierung, Wissenschaftsgeschichte und Ideengeschichte der Ethnologie und Ihrer Nachbarwissenschaften von 1870 bis 1920
Zsófia Hacsek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Marie-France Chevron
DOI
10.25365/thesis.45823
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24618.13759.914366-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Gründung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie hat nicht nur die politische Situation Ungarns für die nächsten ungefähr 50 Jahre stabilisiert, sondern sie hat dadurch auch die Entwicklung der Wissenschaften und die Entstehung neuer Wissenschaftszweige ermöglicht. Vier Jahre nach dem Ausgleich zwischen Ungarn und Österreich wurde die Ethnographische Abteilung des Ungarischen Nationalmuseums gegründet. Ihr folgte dann 1889 die Ungarische Ethnographische Gesellschaft.
Die Geschichte der Wissenschaften, die sich mit menschlichen Gesellschaften und Kulturen auseinandersetzen, hatte eine andere Entwicklungslinie in Ungarn als im englischen, französischen und (wegen der Abhängigkeit von Österreich besonders wichtigen) deutschen Sprachraum. Die Trennung von Ethnologie, Ethnographie, Anthropologie und anderen Nachbarwissenschaften war hier nicht so bedeutsam als in anderen Ländern. Aufgrund historischer Quellen bin ich der Frage nachgegangen, ob die „néprajz“, diese unklar definierte und fast allumfassende ethnologische/ethnographische Wissenschaft, als Vorgänger der heutige Kultur- und Sozialanthropologie gesehen werden kann.
Von der Analyse der Quellen habe ich den Eindruck gewonnen, dass solche Richtungen wie die sogenannte „egyetemes néprajz“ oder „társadalomnéprajz“ zur Zeit der Doppelmonarchie eine wichtige Rolle innerhalb der institutionalisierten „néprajz“ gespielt haben, auch wenn sie wegen politisch-ideologischen Gründen häufig in den Hintergrund gestellt wurden. Tatsächlich wurde der global orientierten Ethnologie nie so eine essentielle Bedeutung zugeschrieben wie der sich mit lokalen Themen beschäftigenden Ethnographie (allerdings sind die Disziplinengrenzen im Hinblick auf die Erforschung der Bevölkerung der multiethnischen Monarchie und der Sprachverwandten sowieso unscharf). Die Ethnologie war, trotz allen Schwierigkeiten, vom Anfang an präsent, und sie kann als die Grundlage einer möglichen „kultur- und sozialanthropologischen“ Richtung gesehen werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
history of anthropology Hungary ethnology ethnography Austro-Hungarian Monarchy history of science history of theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschichte der Anthropologie Ungarn Ethnologie Ethnographie Österreichisch-Ungarische Monarchie Wissenschaftsgeschichte Ideengeschichte
Autor*innen
Zsófia Hacsek
Haupttitel (Deutsch)
Die Vorboten der ungarischen Kultur- und Sozialanthropologie
Hauptuntertitel (Deutsch)
Institutionalisierung, Wissenschaftsgeschichte und Ideengeschichte der Ethnologie und Ihrer Nachbarwissenschaften von 1870 bis 1920
Paralleltitel (Englisch)
The forerunners of Hungarian social and cultural anthropology
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
159 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marie-France Chevron
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.01 Geschichte der Ethnologie
AC Nummer
AC13669930
Utheses ID
40542
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
