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Das Ungesagte im Gesagten
dramaturgische Untersuchungen zu Jon Fosses Theatertexten "Draum om hausten" und "Svevn" sowie deren Inszenierungen von Luk Perceval und Michael Thalheimer
Marion Titsch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Hulfeld
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4582
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29613.99785.681559-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der norwegische Autor Jon Fosse wurde bereits in den 1980er Jahren durch die spezifische minimalistische Erzählweise in seinen Romanen und seiner Lyrik als ein wesentlicher Vertreter der postmodernen Literatur in Skandinavien bekannt. Ab den 1990er Jahren begann er im Kontext einer Neuorientierung des norwegischen Theaters und der norwegischen Dramatik eine Vielzahl an Theatertexten zu verfassen. Die Methode der Reduktion bezüglich der Figurenkonzeption, der Handlungsstruktur und des sprachlichen Materials sowie die eigentümliche, durch Pausen und Wiederholungen gekennzeichnete Bühnensprache, sollten wesentlich zu einer Intensivierung der ästhetischen Erfahrung für den Rezipienten und Produzenten beitragen. In den existentiellen Theatertexten, wie in Draum om hausten und Svevn, kreist schließlich alles um einen unbestimmt bleibenden Sinn. Das Ungesagte im Gesagten zeigt sich als der eigentliche Kern von Fosses Arbeiten und kann auf der Bühne in seiner sinnlichen Präsenz erfahrbar gemacht werden. In der vorliegenden Arbeit werden im Zuge der dramaturgischen Analysen, hinsichtlich einer rezeptions- und wirkungsästhetischen Fragestellung, die jeweils spezifischen ästhetischen Strategien der Theatertexte sowie der Inszenierungen von Luk Perceval und Michael Thalheimer untersucht. Fosses Arbeiten lassen sich zwischen den Konventionen des dramatischen und postdramatischen Theaters beschreiben und zeigen somit einen Bruch mit der Tradition eines psychologisch-realistischen Theaters durch die Betonung der Präsenz, Energetik und geteilten Erfahrung von Akteuren und Rezipienten im Theaterereignis auf.
Abstract
(Englisch)
Because of the characteristic minimalistic style in his novels and poems, the Norwegian author Jon Fosse became known in the 1980s as one of the most important representatives of postmodern literature in Scandinavia. In the beginning of the 1990s he started writing plays in the context of a reorientation in Norwegian theatre and drama. The method of reduction concerning the characters, the plot and the words, and the characteristic dialogues which are full of breaks and repetitions are intended to intensify the aesthetical experience for the recipient and the producer. In his existential plays, like Draum om hausten and Svevn, everything revolves around a meaning that remains undetermined. That which is unspoken between the words seems to be the essence of Fosses dramas and can be experienced in its sensual presence on stage. In this thesis, the specific aesthetical strategies of Fosses dramas as well as their productions by Luk Perceval and Michael Thalheimer will be discussed. This will be done through dramaturgical analysis, with a focus on the reception and impact of the aesthetical strategies. Fosses works can be placed between the conventions of dramatic and postdramatic theatre and therefore illustrate a break with the tradition of a psychological realism in theatre. Instead, the emphasis lies on the presence, energetics and the shared experience of the actor and the recipient in the moment of theatre.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
drama theatre text dramaturgy text analysis performance analysis aesthetics
Schlagwörter
(Deutsch)
Drama Theatertext Dramaturgie Textanalyse Aufführungsanaylse Ästhetik
Autor*innen
Marion Titsch
Haupttitel (Deutsch)
Das Ungesagte im Gesagten
Hauptuntertitel (Deutsch)
dramaturgische Untersuchungen zu Jon Fosses Theatertexten "Draum om hausten" und "Svevn" sowie deren Inszenierungen von Luk Perceval und Michael Thalheimer
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
151 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Hulfeld
Klassifikationen
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters ,
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie
AC Nummer
AC07982036
Utheses ID
4071
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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