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Der Teufel als Verführer - zum Guten?
eine filmanalytische Untersuchung der Teufelsfigur und ihrer Beziehung zur verführten Person auf der Suche nach positiven Aspekten anhand ausgewählter Beispiele aus dem Genre Teufelsfilm
Christina Stampf
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Jürgen Grimm
DOI
10.25365/thesis.4594
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29698.42568.758066-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
„Der Teufel als Verführer – zum Guten? Eine filmanalytische Untersuchung der Teufelsfigur und ihrer Beziehung zur verführten Person auf der Suche nach positiven Aspekten anhand ausgewählter Beispiele“
Ziel dieser Untersuchung ist es durch eine hermeneutisch-interpretative Analyse auf Basis kulturhistorischer und filmwissenschaftlicher Theorien mit Hilfe ausgewählter methodischer Verfahren positiven Aspekten der filmischen Teufelsfigur nachzugehen. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Teufelsfigur in Verführergestalt, deren Beziehung und Interaktion zur erwählten Person und der Annahme einer läuternden, entwicklungsfördernden Funktion.
Der theoretische Teil, der sich konkret mit dem kulturhistorischen Teufel befasst, wurde einem umfassenden Angebot an Auslegungen theologischer, soziologischer, psychologischer und philosophischer Teufelsbeschreibungen entnommen. Dem stereotypen, klischeehaften Bild des Teufels, das sich aus christlich-mittelalterlichen Werten und Vorstellungen konstituiert und als Schreckensfigur manifestiert, wird ein alternatives Weltbild entgegengestellt, in dem der Teufel als Bestandteil der Schöpfung und notwendiges, aktiv vorantreibendes Element integriert wird. Zur Analyse wurden psychologische Interpretationen (als „Schatten“), literarische Referenzen (Goethes und Miltons Darstellungen) und mythologische Implikationen herangezogen.
Weiters fundieren eine genretheoretische Einordnung und filmdramaturgische Begrifflichkeiten bis hin zu mythologischen Betrachtungen den Teufelsfilm im Rahmen einer filmwissenschaftlichen und kultursoziologischen Betrachtung.
Das methodische Vorgehen erfolgt anhand von Inhaltsangabe, Sequenzprotokoll und selbst erstellten Zeitachsen zu den Filmen nach der „Systematischen Filmanalyse“ von Helmut Korte sowie anhand eines „Modelling“ der Hauptfiguren nach Brigitte Haselauer.
Die Untersuchung und Argumentation vollzieht sich in drei Blöcken an forschungsleitenden Fragestellungen: Analyse der beiden Hauptfiguren, Analyse der Dramaturgie und anschließender Interpretation auf Basis der Läuterungshypothese.
Zusammenfassend zeigen sich ambivalente Tendenzen sowohl in der Teufelsdarstellung wie auch in der Inszenierung der menschlichen Figur. Die Teufelsdarstellung stützt sich auf mittelalterlich-christliche Symbolik (wie beispielsweise den Pakt), differenzierte Tendenzen sind jedoch in Ansätzen lesbar. Seiner erwählten Person haftet ein Mangel an, der durch den Teufel zur Entwicklung gebracht und beseitigt wird. Der Teufel steuert den Entwicklungsprozess, wobei der freie Wille gegeben ist. Letztendlich haben die Interventionen des Teufels Positives in Leben und Charakter des Hauptprotagonisten bewirkt. Seine Rolle im Weltbild schwankt zwischen Rebellion und mephistophelischer Bewusstseinserweiterung. Beide Darstellungen definieren eine Moral, die gegen materielle, kapitalistische oder egoistische Werte gerichtet ist und polemisieren für eine altruistische, integrative Lebensführung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Teufel Teufelsfilm Genre Filmanalyse Filmdramaturgie Teuflisch Im Auftrag des Teufels
Autor*innen
Christina Stampf
Haupttitel (Deutsch)
Der Teufel als Verführer - zum Guten?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine filmanalytische Untersuchung der Teufelsfigur und ihrer Beziehung zur verführten Person auf der Suche nach positiven Aspekten anhand ausgewählter Beispiele aus dem Genre Teufelsfilm
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
161 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen Grimm
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.37 Film, Video ,
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC07673172
Utheses ID
4082
Studienkennzahl
UA | 301 | 317 | |
