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Homosexualität als ‚das Andere’?
eine Analyse sexualpädagogischer Methodenbücher
Carla Banzhaf
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Bettina Dausien
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.46189
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21280.09976.804159-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich aus einer heteronormativitätskritischen Perspektive mit der Darstellung von sexueller Orientierung in sexualpädagogischen Methodenbüchern, die sich der emanzipatorischen Sexualpädagogik zuordnen. Im ersten Teil der Arbeit wird der diskursive Kontext dargelegt anhand einer historischen Abhandlung der Sexualpädagogik seit 1800, der Darstellung unterschiedlicher sexualpädagogischer Positionen sowie des Diskurses zu Homosexualität in pädagogischen Settings. Drei ausgewählte sexualpädagogische Methodenbücher, Fricke et al. 1983, Sielert et al. 1993 und Tuider et al. 2012, wurden auf die Fragen untersucht: Wie wird Homosexualität in den ausgewählten sexualpädagogischen Methodenbüchern dargestellt und behandelt? Und: Inwiefern wird eine implizite oder explizite heteronormative Perspektive eingenommen? Die Ergebnisse der einzelnen Struktur- und Feinanalysen wurden zusammengeführt, um die Entwicklung und die Unterschie-de zwischen den drei Werken zu veranschaulichen. Anhand der Kritischen Diskursanalyse nach Jäger (2012) wurde der Diskursstrang vor allem auf heteronormative Aussagen überprüft. Die Analyse ergab, dass sich ein deutlich veränderter Umgang mit dem Thema sexuelle Orientierung und im Speziellen mit Homosexualität in den drei Methodenbüchern zeigt. Während sich in Fricke et al. 1983 noch eine explizit heteronormative Ausrichtung erkennen ließ, ist diese in Sielert et al. 1993 bereits abgeschwächt und vor allem implizit vorhanden und das Hinterfragen von Kategorien und Diskriminierung gewinnt an Bedeutung, Heterosexualität gilt jedoch weiterhin als Norm. Tuider et al. 2012 impliziert keine Heteronorm mehr und legt den Fokus auf die Auflösung von Kategorien und Zuschreibungen sowie auf Intersektionalität, jedoch sind binäre Kategorien auch hier weiterhin vorhanden. Die Grenzen dieser Arbeit zeigen sich vor allem in der eingeschränkten LeserInnenschaft sexualpädagogischer Literatur und darin, dass das Ausüben sexualpädagogischer Arbeit zu einem Großteil auf LehrerInnen beschränkt ist, die sich fast ausschließlich an Schulbüchern orientieren.
Abstract
(Englisch)
The presented thesis deals with the discourse on sexual orientation in methods books for sexual education, which position themselves as part of emancipatory pedagogy and is written from a critical perspective on heteronormativity. The first part of the thesis presents the discursive context by reviewing the historical deve-lopment of sexual education since 1800, the different positions within the field of sexual pedagogy and the discourse about homosexuality in pedagogical settings. The thesis evaluates three methods books for sexual education: Fricke et al. 1983, Sielert et al. 1993 and Tuider et al. 2012. Using these sources, the thesis aims to answer the follwing questions: How is homosexuality presented in the selected me-thods books? And: To what extent can we find an implicit or explicit heteronormative perspective? To illustrate the development and the differences in these three works, the findings of the individual structural and detailed analyses are inter-preted in relation and comparison to eachother. Using the Critical Ciscourse Analysis by Jäger (2012), the thesis examines whether the discourse strand employs a heteronomative narrative. The analysis revealed a distinct altered handling of sexual orientation and, particularly, homosexuality. While Fricke et al. 1983 has an explicit heteronormative focus, Sielert et al. 1993 applies heteronormativity mostly implicitly, questiones the existence of categories and puts a greater emphasis on discrimination. Yet heterosexuality prevails as the norm. Tuider et al. 2012 does not use a heteronormative narrative neither explicit-ly nor implicitly and aims to dissolve categories and attributions and stresses the intersectionality. However, binary categories still persist. The limitation of this thesis lies primarily in the restricted readership of these methods books and in the fact that sexual education is mainly practiced by teach-ers who base their teaching solely on school books rather than on methods books analyzed in this thesis.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
homosexuality heteronormativity sexual pedagogy Critical Discourse Analysis Othering methods books sexual orientation
Schlagwörter
(Deutsch)
Homosexualität Heteronormativität Sexualpädagogik Kritische Diskursanalyse das Andere Methodenbücher sexuelle Orientierung
Autor*innen
Carla Banzhaf
Haupttitel (Deutsch)
Homosexualität als ‚das Andere’?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse sexualpädagogischer Methodenbücher
Paralleltitel (Englisch)
Homosexuality as 'the Other'? An analysis of methods books for sexual pedagogy
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
191 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bettina Dausien
Klassifikationen
79 Sozialpädagogik > 79.16 Jugendhilfe ,
80 Pädagogik > 80.47 Sexualerziehung
AC Nummer
AC13735459
Utheses ID
40869
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1