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Libellenfauna der Donauinsel in Wien und Niederösterreich
Iris Romana Fischer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Zoologie
Betreuer*in
Andreas Chovanec
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.46379
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30454.58514.727764-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Zuge der zweiten Donauregulierung entstand zwischen 1972 und 1988 die Donauinsel, die seither eine wichtige Funktion als Korridor zwischen den Donauauen südöstlich und nordwestlich von Wien einnimmt. Um diese zu verbessern, wurden in den Jahren 1989 und 1990 künstliche Gewässer, wie Seitenarme, Buchten und Weiher angelegt. Deren Besiedlung durch Libellen wurde in zwei Langzeitstudien zwischen 1990 und 2001 dokumentiert. Im Jahr 2014 wurden 16 Standorte an 15 Gewässern entlang der Donauinsel erfasst. Der Großteil der zwischen 1990 und 2001 kartierten Standorte wurde in das Untersuchungsdesign von 2014 mit einbezogen. Die Begehungen der Standorte fanden zwischen März und Oktober in einem 20 Tages-Rhythmus statt. Insgesamt wurden 29 Libellenarten und 4264 Individuen nachgewiesen, was vergleichbar mit der Diversität artenreicher Augebiete ist. Analysen mit linearer Regression zeigten einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen Artenzahl und Habitatdiversität. Die höchste Artenzahl konnte am Tritonwasser festgestellt werden. Weiher und auch der untersuchte Altarm „Toter Grund“, spielen als Gewässer mit der höchsten Artendiversität, eine wichtige Rolle als Trittsteine im Biotopverbundsystem Donauinsel. An Gewässern mit höherer hydrologischer Dynamik war die Artendiversität geringer. Trotzdem tragen auch diese Standorte wesentlich zu der Korridorfunktion der Donauinsel bei. Keine einzige Libelle konnte am Blockwurfufer der Donau beobachtet werden. Weiter wurden Artenzusammensetzung, Artenreichtum und Habitatdiversität von 2014 mit den Daten der beiden früheren Studien verglichen. Analysen mit dem Odonata-Habitat-Index zeigten einerseits einer Steigerung der Habitatdiversität, andrerseits eine Dominanz von Gewässern die dem Habitattyp 3 entsprachen. Durch einen Vergleich der Libellenarten die zwischen 1990 und 2001 nachgewiesen wurden, mit jenen die im Jahr 2014 auftraten, wurde eine Verlagerung weg von Pionierarten und Arten temporärer Gewässer hin zu verlandungsanzeigenden Arten festgestellt. Der Großteil der Arten (8 von dreizehn Arten) die nicht mehr nachgewiesen werden konnten, war entweder auf Pionierstandorte oder temporäre Gewässer spezialisiert. Der Verlust dieser beiden Habitate ist als extrem negativ zu beurteilen, da alle diese acht Arten in der Roten Liste der österreichischen Libellen, entweder als „potentiell gefährdet“, „gefährdet“, „stark gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“ eingestuft sind. Anhand der gesammelten Informationen soll diese Masterarbeit eine der Grundlagen für weitere Management-Maßnahmen an den Gewässern der Donauinsel darstellen.
Abstract
(Englisch)
The Danube Island was created between 1972 and 1988 during large-scale river training works on the Danube. Since then, the island has fulfilled an important function as a corridor between the Danube Floodplain Forest southeast and northwest of Vienna. To improve the corridor-function, between 1989 and 1990, artificial waterbodies, like side-arms, coves and ponds, were created. Their colonisation by dragonflies was documented in two long term studies between 1990 and 2001. In 2014, 16 sampling sites at 15 waterbodies along the Danube Island were recorded in a 20 day rhythm from March until October. Most of the sites that have been sampled between 1990 and 2001 were included in the 2014 study. A total of 4264 individuals belonging to 29 dragonfly species were found at the Danube Island, which is comparable to the diversity of species-rich floodplains. Analyses with linear Regression showed that number of species at the sampling sites increased with structural diversity. Ponds and also the backwater remnant “Toter Grund”, as waterbodies with the highest species diversity, play an important role as stepping stones in the Danube Island habitat network. At waterbodies with higher hydrological dynamics, species richness was lower. But also these waterbodies contribute to the corridor-function of the Danube Island. No dragonflies were found at the riprap banks of the Danube. We compared species composition, species richness and habitat diversity of 2014 with the data of the two earlier studies. An analysis with the Odonata-Habitat-Index showed increasing habitat diversity on the one hand, and a dominance of waterbodies belonging to habitat-type 3 on the other hand. A comparison of the dragonfly species composition between 1990 - 2001 and 2014 showed a shift from pioneer species and species of temporary waterbodies to indicators of silting up processes. The majority of species (8 of thirteen species) that were not found any more in 2014 at the Danube Island were those ones adapted to pioneer sites or temporary waterbodies. The loss of these habitat-types is evaluated as extremely negative, because all of these eight species are classified in the Red List of Austria’s dragonflies as either “near threatened”, “vulnerable”, “endangered” or “critically endangered”. Given all collected information, this master thesis should be one of the bases for further management measures at the waterbodies of the Danube Island.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
dragonflies Danube Island habitat diversity bioindicators Odonata-Habitat-Index Tritonwasser
Schlagwörter
(Deutsch)
Libellen Donauinsel Habitatdiversität Bioindikatoren Odonata-Habita-Index Tritonwasser
Autor*innen
Iris Romana Fischer
Haupttitel (Deutsch)
Libellenfauna der Donauinsel in Wien und Niederösterreich
Paralleltitel (Englisch)
Dragonflies of the Danube Island
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
69 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Chovanec
Klassifikation
42 Biologie > 42.93 Limnologie
AC Nummer
AC13796166
Utheses ID
41043
Studienkennzahl
UA | 066 | 831 | |
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