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Vergemeinschaftung in der Ultrakultur unter den Bedingungen von Individualisierungsprozessen
Sandra Lüders
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Reinhold Stipsits
DOI
10.25365/thesis.46503
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14727.62294.559266-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach den Formen der Vergemeinschaftung in der Ultrakultur und setzt diese in einen Zusammenhang mit den Bedingungen einer individualisierten Gesellschaft. Diese Frage kann nur anschließend an eine Darstellung der zentralen Charakteristika der Ultrakultur und theoretischen Ausführungen zu den Konzepten von Individualisierung und Vergemeinschaftung beantwortet werden. Zentral ist unter den Bedingungen von Individualisierung und Pluralisierung außerdem die Auseinandersetzung mit (juvenilen) Vergemeinschaftungsformen im Sinne von Posttraditionalen Gemeinschaften. Ziel war es, anhand von sechs Leitfaden-Interviews mit Mitgliedern von Ultragruppierungen in Deutschland herauszufinden, anhand welcher Mechanismen in der Ultrakultur ein Gefühl von Gemeinschaft hergestellt wird. Analysiert wurden die Interviews daher mit der Deutungsmusterananalyse, um zu ermitteln, wie die Form der Gemeinschaft von ihren Mitgliedern gedeutet und erlebt wird. Ergebnis der Analyse ist, dass die Ultrakultur größtenteils das herstellt, was in individualisierten Gesellschaften abhanden kommt; sie ist fähig ihren Mitgliedern ein Gefühl von Stabilität, Zusammenhalt und Stärke zu vermitteln. Der klare Bezugsrahmen durch den Fußball, die ständige Inszenierung der Zugehörigkeit, die vielfältigen Partizipationsmöglichkeiten, der Fanatismus und die Autonomiebestrebungen dieser Kultur verstärken das Gefühl von Gemeinschaft und sorgen für eine starke Abgrenzung nach außen.
Abstract
(Englisch)
The following master’s thesis deals with the question of forms of communitization in the “Ultra” culture and establishes a connection with the conditions of an individualized society. This question can only be answered after a description of central characteristics of the “Ultra” culture and theoretical explanations of the concepts of individualization and communitization. Another essential aspect is the examination of (juvenile) forms of communitization in the sense of post-traditional communities under the conditions of individualization and pluralisation. The aim of the thesis was to find out, with the help of six guided interviews with members of German “Ultra” groups, how a spirit of community is established in the “Ultra” culture. The interviews were examined with the help of an analysis of interpretative pattens to find out how the form of the community is interpreted and experienced by its members. The result of this analysis is that the “Ultra” culture above all offers something that is missing in individualized societies, namely, it can provide its members a sense of stability, solidarity and strength. Football as a clear frame of reference, the permanent presentation of allegiance, the manifold opportunities of participation, the fanaticism, the wish for autonomy reinforce the sense of community and provide a strong distance to the outside world.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ultras Vergemeinschaftung Individualisierung Posttraditionale Gemeinschaften Szene
Autor*innen
Sandra Lüders
Haupttitel (Deutsch)
Vergemeinschaftung in der Ultrakultur unter den Bedingungen von Individualisierungsprozessen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
232 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Stipsits
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.35 Kindersoziologie, Jugendsoziologie ,
80 Pädagogik > 80.36 Erziehung und Gesellschaft
AC Nummer
AC13746188
Utheses ID
41156
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
