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Leben im Exil in Frankreich
eine vergleichende Analyse der autobiographischen Exil- und Widerstandsdarstellungen im Werk der Autorinnen Lisa Fittko und Hertha Pauli
Sylvia Pötscher
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Murray Gordon Hall
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4633
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29908.80411.511170-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit gibt einen Einblick in das Leben und Werk der zwei Autorinnen Lisa Fittko und Hertha Pauli, wobei die autobiographischen Schilderungen des Exils in Frankreich im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Die Texte der beiden Autorinnen geben Einblick in zweierlei Exilerfahrungen: jene des politischen und jene des literarischen Exils. Lisa Fittkos Exilerfahrung ist hierbei geprägt von ihrer Widerstandtätigkeit in Deutschland, der Schweiz und der Tschechoslowakei. Dieses Wissen über Untergrundarbeit, ihre Entschlossenheit gegen den Faschismus vorzugehen, ihr Mut und ihr Glaube an Solidarität, sollen ihr auch in Frankreich nützlich werden, wo sie – unter Bedrohung ihres eigenen Lebens - mit ihrem Mann gefährdete Personen über die Grenze nach Spanien führt, bevor sie weiter nach Kuba flüchten muss. Die Erfahrungen im Widerstand und während des Exils schildert sie in ihren zwei Autobiographien Mein Weg über die Pyrenäen und Solidarität unerwünscht. Hertha Paulis Autobiographie Der Riß der Zeit geht durch mein Herz gibt Einblick in das literarische Exil der jungen Autorin. Neben der Darstellung ihrer eigenen Erlebnisse in Frankreich enthält diese Detailschilderungen namhafter Exilschriftsteller wie Walter Mehring, Joseph Roth und Ödön von Horváth sowie von eher unbekannten Personen wie Carl Frucht. Ziel ist es, die stilistischen und thematischen Ähnlichkeiten der beiden, erst relativ spät erscheinenden Autobiographien der Autorinnen durch eine gegenüberstellende Analyse darzustellen. Neben den Biographien der Autorinnen wird auch auf die Entstehungs- und Publikationsgeschichten eingegangen, wobei etwaige inhaltliche Lücken durch andere Medien aufgefüllt werden. Hierbei wird eine kurze Bestandsaufnahme von Lisa Fittkos, sich im Exilarchiv in Frankfurt am Main befindenden Nachlass vorgenommen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wahrnehmung der Autobiographien in den deutschsprachigen Printmedien. Generell sind zum Verständnis des Textes der historische Hintergrund sowie die sozialen Bedingungen des Lebens im Exil unabdingbar, da diese untrennbar mit den Texten verflochten sind. Aus diesem Grunde werden den Werkanalysen Fakten zum Exil in Frankreich, die Darstellung der historischen Abläufe und eine kurze Erläuterung der Lebensbedingungen im Exil vorangestellt. Neben einer kurzen Einschätzung der derzeitigen Forschungslage zum Exil in Österreich wird im Schwerpunkt „Exil von Frauen“ auch ein Überblick über aktuelle Forschungsliteratur gegeben. Ein weiterer Teilbereich beschäftigt sich mit der Gattung der Autobiographie, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden soll. Diese Arbeit versucht dem Vergessen von Exilautorinnen wie Lisa Fittko und Hertha Pauli entgegenzuwirken und die Leistungen und das Werk dieser bedeutenden Zeitzeuginnen zu würdigen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Exilliteratur Exil von Frauen Autobiographien Fittko, Lisa Pauli, Hertha Exil in Frankreich
Autor*innen
Sylvia Pötscher
Haupttitel (Deutsch)
Leben im Exil in Frankreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vergleichende Analyse der autobiographischen Exil- und Widerstandsdarstellungen im Werk der Autorinnen Lisa Fittko und Hertha Pauli
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
191 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Murray Gordon Hall
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.84 Sonstige literarische Gattungen
AC Nummer
AC07657485
Utheses ID
4118
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1