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Lebensweltliche Vorstellungen Österreichs Jugendlicher zum Thema Biologischer Rassismus
Kimberly Gutjahr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Biologie und Umweltkunde UF Spanisch
Betreuer*in
Harald Wilfing
DOI
10.25365/thesis.46595
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19737.31270.162864-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Rassismus ist ein Phänomen, das sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt und auch gegenwärtig noch in der Gesellschaft vorzufinden ist. Weiters ist Xenophobie im Allge-meinen eine Verhaltensdisposition, die sich bis in die Frühgeschichte der Menschheit zurückverfolgen lässt und aus dem damaligen Zusammenleben resultiert. Gegenwärtig ist sie aber nicht mehr sinnvoll und kann nicht als Rechtfertigung für Rassismus zu Hilfe genommen werden. Darüber hinaus gibt es für die Einteilung des Menschen in Rassen auch keine wissenschaftliche Grundlage.
Um Jugendlichen das Thema Rassismus und alle Aspekte die damit zusammenhängen erfolgreich vermitteln zu können, sind eine Verankerung im Lehrplan, richtige Zugänge und adäquate Schulmaterialien notwendig. Obwohl sich gute Ansätze in den Lehrplänen finden lassen, zeigt sich, dass die Thematisierung in der Schule vermehrt und verbessert werden könnte und, dass vor allem in der Biologie verstärkt auf diesen Aspekt eingegangen werden könnte, was durch eine Umfrage mit Jugendlichen an österreichischen Schulen der Sekundarstufe Zwei herausgefunden werden konnte.
Die Umfrage hat weiters gezeigt, dass die Jugendlichen großteils nicht von veralteten, fachlichen Konzepten überzeugt sind, dass aber die Einteilung des Menschen in Rassen, durch die Gesellschaft, von ihnen wahrgenommen wird und ein großer Teil der Jugendlichen sich die vermehrte Thematisierung von Rassismus im Schulunterricht wünscht. Außerdem hat sich gezeigt, dass der ‚Fortschritt‘ einer Gesellschaft, eines Landes, einer Kultur, als ausschlaggebend für die Unterschiede zwischen Menschen weltweit wahrgenommen wird.
Es wäre daher sinnvoll, dieses Thema vermehrt in den Schulunterricht einzubauen und in der Biologiedidaktik mehr Wert auf die Vermittlung der wissenschaftlichen Fakten zu legen, die notwendig sind, um dieses Thema, auch hinsichtlich historischer und ethischer Aspekte, erfolgreich diskutieren zu können.
Abstract
(Englisch)
Racism is a phenomenon that dates back to ancient times and it still represents a prevalent issue of today’s society. Xenophobia, in this context, is generally a behavioural disposition that can be traced back to the early history of mankind. In this regard, it can be considered a result of the lifestyle at that time. Nowadays, however, xenophobia has lost its purpose which is why it cannot be used to justify any form of racism anymore. In addition, no proof for a scientific classification of mankind into races is present in any form.
In order to be able to adequately discuss racism and all related aspects with adolescents in school, the embedding of this topic in the curriculum, the right approach and intentions as well as appropriate school materials are required. Although current curricula already intend to highlight the importance of racism, results indicate that its critical examination in school could still be extended and improved. In this context, findings of a survey with teenagers in Austrian high schools show that particularly didactics in biology should focus more on this aspect.
As regards the questionnaire, results furthermore suggest that the majority of young people does not believe in outdated concepts, yet they notice that the classification of humankind into races is still present in today’s society. Moreover, a great number of adolescents want racism and related topics to be more embedded in school education. Additionally, findings reveal that the progress of a society, a country or a culture is perceived as main reason for worldwide differences between people.
As a consequence, the focus on racism and other related topics directly in class needs to be more emphasised. In particular, didactics in biology is ought to stress teaching scientific facts as well as background information on racism-related aspects, as it is essential to be able to historically and ethically explain, understand and discuss the topic of racism.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
race racism xenophobia youth school education didactics in biology
Schlagwörter
(Deutsch)
Menschenrassen Rassismus Xenophobie Jugend Schulunterricht Biologiedidaktik
Autor*innen
Kimberly Gutjahr
Haupttitel (Deutsch)
Lebensweltliche Vorstellungen Österreichs Jugendlicher zum Thema Biologischer Rassismus
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
91 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Wilfing
AC Nummer
AC13723688
Utheses ID
41236
Studienkennzahl
UA | 190 | 445 | 353 |
