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Wie kognitiv anspruchsvoll sind Prüfungsaufgaben der neuen, kompetenzorientierten Reifeprüfung im Fach Biologie und Umweltkunde?
eine quantitative Analyse
Birgit Roiser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Biologie und Umweltkunde
Betreuer*in
Suzanne Kapelari
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.46684
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13166.31609.810959-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Ergebnisse der PISA-Naturwissenschaftsschwerpunkt-Testung 2006 zeigen, dass österreichische Schüler und Schülerinnen große Schwierigkeiten beim Lösen von Aufgabenstellungen mit komplexen, kognitiven Anforderungen haben (Lembens et al. 2009a). Beeinflusst vom PISA Bildungskonzept für die Naturwissenschaften – der Scientific Literacy - erlebt die gegenwärtige, naturwissenschaftliche Unterrichtskultur im Zuge der Einführung von Bildungsstandards und Kompetenzorientierung (BMUKK 2009) einen Paradigmenwechsel, indem die Fähigkeit, Wissen in lebensweltlichen Situationen anwenden zu können, als eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche, gesellschaftliche Partizipation in das Zentrum gerückt wird. Dieses bisher vernachlässigte, gesellschaftlich orientierte Lernziel kontrastiert mit dem traditionellen Bildungsverständnis von schulischem Lernen, bei dem das disziplinäre Vermitteln von Wissen im Vordergrund steht (Csapó 2010). Damit Lehrpersonen die Kompetenz entwickeln, diesen tiefgreifenden Paradigmenwechsel auf Unterrichtsebene umsetzen zu können, bedarf es neben bildungspolitischen Steuerungsentscheidungen zusätzlicher Begleitmaßnahmen seitens der LehrerInnenfortbildung. Ausgehend von der gesetzlichen Vorgabe zur Gestaltung einer kompetenzorientierten Reifeprüfungsaufgabe im Zuge der Einführung der Neuen Diplom- und Reifeprüfung (BMBF 2014), setzt eine Initiative des AECC-Bio (Austrian Educational Competence Centre – Biology) im Rahmen der Unterstützungsmaßnahmen bei der Entwicklung von kompetenzorientierten Prüfungsaufgaben an, um in weiterer Folge eine Verbesserung der Unterrichtsqualität im Sinne der kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung zu erreichen (Wenzl et al. 2016). Die vorliegende Forschungsarbeit ist in ein Forschungsprojekt eingebettet, mit der Zielsetzung, basierend auf einer quantitativen Analyse von eingereichten Maturafragen mittels eines Kategoriensystems, eine an Schwierigkeiten angepasste Handreichung zur Gestaltung von kompetenzorientierten Maturaaufgaben bereit zu stellen. In dieser Arbeit werden Maturaaufgaben speziell hinsichtlich der kognitiven Anforderungsdimensionen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Aufgaben, die eine Reproduktionsleistung vom Prüfling erfordern gegenüber Aufgaben, die eine Anwendung von Wissensinhalten in lebensweltlichen Situationen verlangen, deutlich dominieren. Dadurch wird ersichtlich, dass Lehrpersonen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch große Schwierigkeiten haben, den zuvor beschriebenen Paradigmenwechsel in der Praxis umzusetzen. In der angefügten Handreichung werden deshalb gezielt ausgewählte Beispielaufgaben, die Gestaltungsmöglichkeiten für Aufgaben mit Transferleistung veranschaulichen, angeführt.
Abstract
(Englisch)
The results of international studies of students’ performances (PISA 2006) have revealed that Austrian students have great difficulties in solving tasks with high cognitive demands (Lembens et al. 2009a). These results question the educational concept of traditional school-based teaching and learning. With the implementation of scholastic standards (BMUKK 2009), a profound paradigmatic shift concerning the educational aim of school-based teaching is taking place in the Austrian educational system. Following the educational concept of PISA – Scientific Literacy –, not merely the reproduction of knowledge but rather the ability of students to apply their knowledge in meaningful situations, which prepares students for their future participation in society, becomes of utmost importance with competence-based teaching in science subjects. Since this new educational aim strongly contrasts with traditional, disciplinary-oriented teaching practice, support measures on in the context of continuing education for teacher need to be taken to help teachers with adapting to this major change in teaching. Due to the new, standardised regulations for the final examination in upper-secondary schools, teachers are obligated to construct competence-based examination tasks which require a variety of cognitive demands (reproduction, transfer, reflection and problem-solving) (BMBF 2014). The paper presented analyses 100 competence-based examination tasks, which have been handed in by teachers during a professional development course offered by the AECC-Bio (Austrian Educational Competence Centre – Biology) (Wenzl et al. 2016). The quantitative analysis is conducted with the help of a category system. Results show that teachers have major difficulties in designing tasks that require students to apply their knowledge in new and lifeworld situations. The majority of the tasks merely involves the ability of students to reproduce or reorganise knowledge within a theoretical application context. Hence, it can be concluded that, until now, teachers have not been able to put the paradigmatic shift, as described above, into practice. Therefore, it is the aim of this paper to present a chapter with practical guidelines as well as demonstrative examples of examination tasks, which are selected based on identified key problems, as a support measure for teachers.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
final examination tasks in Biology competence-based tasks cognitive demands transfer of knowledge
Schlagwörter
(Deutsch)
Kompetenzorientierte Reifeprüfungsaufgaben in Biologie und Umweltkunde kompetenzorientierte Aufgabenkultur kognitive Anforderungsdimension Transfer von Wissen
Autor*innen
Birgit Roiser
Haupttitel (Deutsch)
Wie kognitiv anspruchsvoll sind Prüfungsaufgaben der neuen, kompetenzorientierten Reifeprüfung im Fach Biologie und Umweltkunde?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine quantitative Analyse
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
124 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Suzanne Kapelari
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
81 Bildungswesen > 81.10 Bildungspolitik: Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.77 Sekundarstufe II
AC Nummer
AC14469771
Utheses ID
41320
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 445 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1