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Die Unhintergehbarkeit des Einzelnen und die Bedeutung des Anderen
Kernelemente der Kantischen Moralphilosophie
Cornelia Ohrfandl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Psychologie und Philosophie UF Deutsch
Betreuer*in
Georg Stenger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.46941
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11251.23585.364274-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die wichtigsten Kernelemente der Kantischen Moralphilosophie und zeichnet nach, wie Kant ausgehend von seinen erkenntnistheoretischen Bestimmungen auch innerhalb der praktischen Philosophie zu einer Neubegründung der Philosophie gelangt, insofern er die Bestimmung der Moral in der Formulierung eines allgemeinen Sittengesetzes, dem kategorischen Imperativ, festmacht, der als synthetisches Urteil a priori im Menschen verankert ist. In diesem Sinne stellt der Einzelne in der Moralphilosophie Kants eine Unhintergehbarkeit dar. Als Vernunftwesen ist er per se mit einem moralischen Sollen konfrontiert, das ihn dazu anhält, unter Rücksichtnahme der Achtung der Würde sowohl seiner selbst als auch der Würde seiner Mitmenschen moralisch gut zu handeln. Die beiden Leitsätze des Strebens nach eigener moralischer Vollkommenheit und der Beförderung fremder Glückseligkeit, die Kant in seiner Tugendlehre ausarbeitet, werden dem Einzelnen, er ist nach Kant als autonomer Selbst-Zwecke-Setzender bestimmt, dazu an die Hand gegeben. Der Einzelne kann dem unbedingten moralischen Sollensanspruch in sich dabei nur dann gerecht werden, wenn er sich das Glück der Anderen zu seinem eigenen Zweck macht, wie es die Liebespflichten fordern. Die Auseinandersetzung mit Kants Tugendlehre zeigt somit – anders als der kritische Einwand, die Kantische Moralphilosophie hätte es lediglich mit dem allgemeinen Anderen zu tun –, dass dem Eingehen auf den konkreten Anderen eine wesentliche Bedeutung zukommt und dass der Vorwurf des leeren Formalismus einer umfassenden Kantlektüre nicht standhält. Vielmehr zeigt sich, dass die Kantische Moralphilosophie Differenzierungen aufweist, hinter welche postmetaphysische Moralkonzeptionen, wie etwa die Diskursethik, zurückfallen, die den Aspekt der „inneren Freiheit“ des Menschen als Selbstgesetzgeber aussparen und unter Ausblendung der inneren Dimension von Moral der Gefahr einer moralischen Entleerung des Subjekts unterliegen. Als Forschungsausblick wird die Frage aufgeworfen, inwiefern Kants Moralphilosophie mit Emmanuel Levinas´ Alteritätstheorie in einen fruchtbringenden Dialog zu bringen ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Moralphilosophie Immanuel Kant Autonomie Selbstgesetzgebung Tugendlehre Kategorischer Imperativ
Autor*innen
Cornelia Ohrfandl
Haupttitel (Deutsch)
Die Unhintergehbarkeit des Einzelnen und die Bedeutung des Anderen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Kernelemente der Kantischen Moralphilosophie
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
113 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Stenger
Klassifikation
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC Nummer
AC13741508
Utheses ID
41541
Studienkennzahl
UA | 190 | 299 | 333 |
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