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Umweltfolgen von Lebensmitteltransporten-Einflussmöglichkeiten von KonsumentInnen
Daniela Thurner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
DOI
10.25365/thesis.4678
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29891.70483.916365-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Weg, den ein Produkt zurücklegt, um vom Hersteller zum Endverbraucher zu gelangen, hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verlängert. Dafür sind mehrere Gründe ausschlaggebend, u.a. großzügige Subvention seitens der Regierung auf Landes- und EU-Ebene. Das daraus steigende Verkehrswachstum verursacht klimaschädliche Treibhausgase, allen voran das gefährliche CO2. Besonders jene Transporte fallen ins Gewicht, die via LKW oder Flugzeug durchgeführt werden. Sie sind in besonderem Maße ineffizient, da nur kleine Ladungen befördert werden können. Darüber hinaus gelten sie als Hauptverantwortliche für den CO2-Ausstoß.
In den Supermärkten stehen KonsumentInnen täglich vor der Wahl, sich entweder für das ausländische Produkt zu entscheiden, oder aber dem inländischen Erzeugnis den Vorzug zu geben. Zahlreiche regionale oder nationale Aufklärungskampagnen, wie z.B. die österreichweit veranstalteten „Nachhaltigen Wochen“, versuchen die für eine sachgemäße Entscheidung notwendigen Informationen transparent zu gestalten bzw. den Griff zum heimischen Produkt zu fördern.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde das Einkaufsverhalten von Wiener Konsu-mentInnen mittels Fragebogen untersucht. Dabei wurde das Ziel verfolgt, die Einkaufsmotive in Hinblick auf die Auswahlkriterien „Herkunft“ und „Transport“ zu analysieren. Dabei hat sich gezeigt, dass das Kennzeichen „Herkunft“ beim Einkauf von Lebensmittel bei einem Großteil der VerbraucherInnen berücksichtigt wird. Mit dem Erwerb österreichischer Erzeugnisse wird vorwiegend die Absicht verfolgt, die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Dass inländische Nahrungsmittel infolge kürzerer Transportwege auch geringere CO2-Emissionen verursachen, stellt kaum eine Kaufmotivation dar. 60% der KonsumentInnen geben an, „Herkunfts- bzw. Herstellungsort“ zu lesen, bevor sie sich für ein Lebensmittel entscheiden. Aus Sicht der KonsumentInnen gilt es daher, das vorhandene Kennzeichnungskonzept dringend zu überdenken und ein konsumentenverständlicheres System zu entwickeln. Eine Reduktion auf einige wenige Symbole könnte eine klar verständliche und transparente Kennzeichnung sicherstellen und Irreführungen durch herstellereigene Symbole vorbeugen.
Abstract
(Englisch)
Transportation of consumer products in recent decades has grown extensively in route length. There are several reasons for this, including generous financial support from the government at the national and EU level. The results of these changes lead to increasing traffic which is responsible for climate–damaging greenhouse gases, particularly CO2. The transport of groceries via truck or plane is of most importance since it is very inefficient, since only small loads can be moved at any one time. Grocery transport via truck and plane are therefore considered the primary contributors to CO2 emissions.
Consumers are confronted daily with the choice: whether they should buy domestic products or the same food imported from a foreign country. A large number of advertising and awareness campaigns at regional and national level, such as "Sustainable Weeks", taking place throughout the whole country, attempting to help consumers to make proper decisions and convince them to buy domestic products.
In this study, 150 Viennese consumers were interviewed on their shopping habits. The goal of this study was to analyze the purchasing motives in relation to the criteria “provenance” and “transportation way”. It has been shown that the indicator “provenance” was taken into account for most of the consumers. The main intention in buying Austrian products is the support of domestic economy. The motivation to buy these domestic products does not necessarily have to include reasons linked with the shorter transport of distances thereby leading to lower CO2 emissions. 60% of consumers respond that they read the "origin or manufacture" of the products before they decide to buy the food. From the perspective of consumers, it is necessary to rethink the existing labeling approach and make a new one which is more consumer-friendly. Reducing the amount of confusing icons will help to make the information regarding the content more apparent and could prevent consumers from being misled by manufacturer icons.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Food transport influence of consumers results for environment globalization sustainability
Schlagwörter
(Deutsch)
Lebensmitteltransporte Einfluss von KonsumentInnen Umweltfolgen Globalisierung Nachhaltigkeit
Autor*innen
Daniela Thurner
Haupttitel (Deutsch)
Umweltfolgen von Lebensmitteltransporten-Einflussmöglichkeiten von KonsumentInnen
Paralleltitel (Englisch)
Environmental impacts of food transport-influence of consumers
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
VI, 127 S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten ,
43 Umweltforschung > 43.62 Umweltbelastung durch Transport und Verkehr
AC Nummer
AC07697653
Utheses ID
4158
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
