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Corporate Governance Strukturen zur Lösung von Koordinations- und Anreizproblemen bei Auftreten spezifischer Investitionsprobleme
Joachim Wagner
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Thomas Pfeiffer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.558
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29359.70597.563653-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Bereits seit Beginn des letzten Jahrhunderts wird in der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur die Frage nach der adäquaten Ausgestaltung von Mechanismen zur Unternehmenssteuerung nachgedacht. Schon von Schmalenbach (1909) und Hirshleifer (1956) wurde die Frage diskutiert, ob das Unternehmen eher zentral durch Vorgaben der Unternehmensführung oder dezentral durch Entscheidungen einzelner Unternehmensbereiche gesteuert werden sollte. Im von Schmalenbach (1909) und Hirshleifer (1956) untersuchten Modellrahmen wurde dabei jedoch die Äquivalenz von zentraler Planung über Mengenvorgaben und dezentraler Steuerung über Verrechnungspreise gezeigt. Dieses Dilemma der pretialen Lenkung konnte auch durch agency-theoretische Analysen, welche auf diesen neoklassischen Untersuchungen aufbauen, nicht adäquat gelöst werden. Die vorliegende Arbeit untersucht erneut dieses Dilemma der pretialen Lenkung in einer Welt unvollständiger Verträge. Dabei wird auf dem schon von Baldenius und Reichelstein (1998) und Baldenius u. a. (1999) adaptierten Modellrahmen aufgebaut. Es wird gezeigt, dass eine zentrale Mengenplanung im Vergleich zu einer dezentralen Steuerung mit Verrechnungspreisen überlegen ist, wenn eine hinreichend positive Korrelation zwischen Kosten- und Erlösentwicklung besteht. Das bisher in der Diskussion vernachlässigte Verhältnis der Märkte, auf denen das Unternehmen agiert, rückt damit in den Mittelpunkt der Überlegungen. Neben dieser grundlegenden Fragestellung soll dem Missstand Rechnung getragen werden, dass es in der aktuellen Verrechnungspreisliteratur an einer Übersicht über die gängigen in Theorie und Praxis betrachteten Transferpreismechanismen mangelt. Dazu werden die gebräuchlichsten Verfahren an einen einheitlichen Modellrahmen angepasst, untersucht und miteinander verglichen. Schon vorhandene Vergleiche in der Literatur werden dabei berücksichtigt. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Entscheidung, welcher Steuerungsmechanismus implementiert werden sollte, im Spannungsfeld zwischen optimaler Informationsverarbeitung und akkurater Investitionsanreize getroffen werden muss.
Abstract
(Englisch)
The question how to design an appropriate mechanism for corporate management has already been discussed in literature since the beginning of the last century. Even Schmalenbach (1909) and Hirshleifer (1956) have been discussing the question of whether the company should be controlled more centrally by the company’s management or decentrally by individual divisions. Within the model framework, considered by Schmalenbach (1909) and Hirshleifer (1956), the equivalence of both mechanisms, central planning and decentralized decision making, was demonstrated. But even some agency-theoretical analysis, building upon these neoclassical investigations, could not adequately resolve this dilemma of pretial control either. This paper examines again the dilemma of pretial control in a world of incomplete contracts by building on the model framework already adapted by Baldenius and Reichelstein (1998) and Baldenius et al. (1999). It is shown that a central planning outperforms decentralized decisions achieved by transfer pricing, if a sufficiently positive correlation between costs and revenues is observed. This relationship between the company’s outside markets has been neglected in the discussion up to now. Apart from this fundamental question this paper takes another important aspect into account. The current literature is lacking an overview of the current transfer pricing mechanisms considered in theory and practice. In order to take account of these questions the most common mechanisms are adapted to a consistent model framework. Within this framework the mechanisms are examined, explained and compared with each and comparisons that are already available in literature are taken into consideration. The results show that the decision on which control mechanism to implement has to be made by considering optimal information processing and accurate investment incentives.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Corporate Governance Strukturen spezifische Investitionen Transferpreise Mengenplanung Budgetierung Dilemma der pretialen Lenkung
Autor*innen
Joachim Wagner
Haupttitel (Deutsch)
Corporate Governance Strukturen zur Lösung von Koordinations- und Anreizproblemen bei Auftreten spezifischer Investitionsprobleme
Paralleltitel (Englisch)
Corporate governance structures for solving coordination and incentive problems in occurrence of specific investment problems
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
VI, 371 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Thomas Pfeiffer ,
Rudolf Vetschera
Klassifikationen
85 Betriebswirtschaft > 85.09 Unternehmensorganisation ,
85 Betriebswirtschaft > 85.20 Betriebliche Information und Kommunikation ,
85 Betriebswirtschaft > 85.25 Betriebliches Rechnungswesen ,
85 Betriebswirtschaft > 85.30 Investition, Finanzierung
AC Nummer
AC05036744
Utheses ID
418
Studienkennzahl
UA | 084 | 157 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1