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Die Kritik am medialen Voyeurismus in der Literatur
Friederike Caroline Krajenski
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Achim Hermann Hölter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.47382
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28721.82344.408759-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit wird zeigen, inwiefern drei literarische Werke auf einer höheren Sinnebene zu verstehen sind. Nicht zuletzt, da sie zeitgenössische Diskurse behandeln, unmissverständliche kritische Aussagen enthalten und ebenfalls auf poetologischer Ebene entzifferbar sind, sodass sie diverse Ansatzpunkte für eine literaturwissenschaftliche Untersuchung bieten. Alle drei Texte verbindet das Element des medialen Voyeurismus, dass auf die unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte untersucht wird. Als medialer Voyeurismus wird die Zurschaustellung voyeuristischer Inhalte für eine breite Medienöffentlichkeit verstanden. Bei den Werken handelt es sich um The Continuous Katherine Mortenhoe von David G. Compton, Der Kameramörder von Thomas Glavinic und Acide sulfurique von Amélie Nothomb. Alle drei Werke verbindet das Sujet des Sehens. Beim Sehen wird in diesem Kontext von zweierlei Arten ausgegangen: Das äußere Sehen, als optische, objektive Wahrnehmung der Umwelt und das innere Sehen, als subjektive Funktion des Auges, die jeweils auch von den gemachten Erfahrungen abhängig sind. Letztere Funktion des Auges wird im Besonderen berücksichtigt, da viele voyeuristische Tendenzen stark mit der subjektiven, einverleibenden Fähigkeit des Auges einhergehen. Die Gratifikationen, die der Mensch sich durch das Schauen erwartet sind gleichzeitig die Handlungsmotivation für voyeuristisches Verhalten. Auf diesen besonderen Umstand sind alle drei Werke eingegangen und bilden einen Teil der von den Autoren eingeschriebenen Kritik am Voyeurismus. Beschäftigt sich ein literarisches Werk mit den Motiven des Sehens, beziehen sich ihre Argumentationsstrukturen und Denkmuster oft auf den allgemeinen interdisziplinären Blickdiskurs. Daher versucht diese Arbeit die Konzepte des Sehens auch in diesem Diskurs zu untersuchen. Die Überlegungen stammen hierbei aus der Antike bis heute und finden Betrachtung in der Psychoanalyse, Philosophie, Theater-, Film- und Medienwissenschaft und nicht zuletzt in der Literaturwissenschaft. Danach befasst sich die Arbeit mit den drei literarischen Werken und wird die thematischen Motive des medialen Voyeurismus herausarbeiten. Die Arbeit resümiert, dass die Autoren in ihren Werken Kritik an der Gesellschaft üben, die durch ihre Nachfrage nach voyeuristischen Inhalten deren Ausstrahlung letztendlich bewirken.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Voyeurismus Schaulust Blicktheorien Freud Lacan Mulvey Metz Compton Glavinic Nothomb The Continuous Katherine Mortenhoe Der Kameramörder Acide sulfurique Medienwirkung
Autor*innen
Friederike Caroline Krajenski
Haupttitel (Deutsch)
Die Kritik am medialen Voyeurismus in der Literatur
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
94 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Achim Hermann Hölter
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.96 Vergleichende Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC13748194
Utheses ID
41931
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1