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TäterInnen in ausgewählten Erinnerungsberichten von Mauthausen-Häftlingen bis 1950
Johannes Wiesmeyr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Bertrand Perz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.47431
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13158.56979.669966-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Erinnerungsberichte spielten nicht nur im Erinnerungsdiskurs der Konzentrationslager nach 1945, sondern auch im geschichtswissenschaftlichen Fachdiskurs eine zentrale Rolle. Da kaum Ego-Dokumente von ehemaligen TäterInnen aus den Konzentrationslagern verfügbar waren und sind, stellen neben Prozessakten vor allem Zeugnisse von überlebenden ehemaligen Häftlingen eine wichtige Quelle dar, was die Erforschung des Verhaltens von TäterInnen innerhalb des KZ-Komplexes betrifft. Die vorliegende Arbeit will versuchen, einige dieser Erinnerungsberichte aus der unmittelbaren Nachkriegszeit exemplarisch daraufhin zu untersuchen, wie in diesen über TäterInnen geschrieben wird. Die den Verfassungszeitraum betreffende Einschränkung bei der Textauswahl soll eine bessere Vergleichbarkeit der Erinnerungsberichte gewährleisten, da sich der Erinnerungsdiskurs im Laufe der Jahrzehnte stark wandelte. Andererseits wurde bewusst versucht, möglichst diverse Häftlingserfahrungen in der Textauswahl zu berücksichtigen. Die Beantwortung der zentralen Frage, wie KZ-Überlebende nach dem Ende ihrer schrecklichen Deportationszeit über TäterInnen schrieben, bedeutet konkret, dass einerseits untersucht wird, welche individuellen TäterInnen und auch Strukturen die Überlebenden in ihren Texten beschreiben, was wiederum mit einer geschichtswissenschaftlichen, organisationsstrukturellen Aufstellung der Konzentrationslager-SS in Beziehung gesetzt wird. Darüber hinaus wird andererseits der zeitgenössische gesellschaftliche Diskurs zur Realität der Konzentrationslager nachgezeichnet und anschließend versucht, die analysierten Erinnerungsberichte innerhalb dieses Diskurses zu verorten. Dabei soll sowohl die Frage nach der „Authentizität“ von autobiografisch-reflektierenden Texten gestellt werden als auch kritisch hinterfragt werden, inwiefern der stark von KZ-Überlebenden geprägte Diskurs die Schreckenserfahrung aller Häftlinge abzubilden vermochte. Da eine zentrale Erfassung von Häftlingsaussagen über die TäterInnen des Konzentrationslagers Mauthausen noch ausständig ist, will die vorliegende Arbeit versuchen, diese Lücke innerhalb des geschichtswissenschaftlichen Diskurses zumindest partiell zu schließen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mauthausen Erinnerungsbericht
Autor*innen
Johannes Wiesmeyr
Haupttitel (Deutsch)
TäterInnen in ausgewählten Erinnerungsberichten von Mauthausen-Häftlingen bis 1950
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
134 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bertrand Perz
Klassifikation
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg
AC Nummer
AC13792345
Utheses ID
41978
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
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