Detailansicht

Translanguaging in the Austrian EFL classroom
Investigating the influence of learners' target language proficiency level on teachers' translanguaging behaviors
Julia Bauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Mathematik
Betreuer*in
Ute Smit
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31185.23611.782070-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Verwendung der deutschen Sprache im Fremdsprachenunterricht ist seit vielen Jahren ein umstrittenes Thema in der Angewandten Linguistik. Basierend auf der traditionellen Definition von Bilingualismus, welche davon ausgeht, dass Sprachen als klar getrennte und nicht miteinander vereinbare Strukturen im Gehirn gespeichert werden, wurde der Fremdsprachenunterricht lange Zeit vom Paradigma bestimmt, dass eine minimale Verwendung der Muttersprache der Schlüssel zu erfolgreichem Sprachenlernen sei. Der Grund dafür liegt in der vorherrschenden Prämisse, dass ein Wechsel zur Muttersprache ein Zeichen für Defizite in der Zielsprache darstellt. Mittlerweile hat ein Wandel stattgefunden, welcher den Wechsel zwischen Sprachen als eine natürliche und alltägliche Vorgehensweise von multilingualen Personen ansieht. Dieser Sprachwechsel wird ‚Translanguaging’ genannt. Da ‚Translanguaging’ das natürliche Verheilten bi- und multilingualer Menschen widerspiegelt, versuchen Lehrpersonen immer mehr dieses Konzept bewusst in ihren Unterricht zu integrieren. Im Gegensatz zu Code-Switching sieht ‚Translanguaging’ die von bi- und multilingualen Menschen gebrauchten Sprachen nicht als separate Einheiten an, sondern als ein einheitliches Sprachrepertoire. Zusätzlich dazu erlaubt der Begriff die Betrachtung der Sprachwahl aus einer sozio- und psycholinguistischen Perspektive. Um zu der Forschung in diesem Feld beizutragen, beschäftigt sich diese Diplomarbeit mit dem ‚Translanguaging’ Verhalten von Lehrpersonen im Fremdsprachenunterricht. Im Rahmen dieser Studie wurden sechs Englischstunden in einer Unterstufen- und in einer Oberstufenklasse an einer AHS im Südburgenland aufgenommen, transkribiert und analysiert. Das Ziel dieser Studie war zu ergründen, inwieweit das Sprachniveau der Lernenden diese ‚Translanguaging’ Praktiken der Lehrpersonen beeinflusst. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Lehrperson nicht nur drei ‚Translanguaging’ Strategien im Unterricht verwendet, sie bestätigen auch den Zusammenhang zwischen dem Sprachniveau und dem Einsatz der Muttersprache. Des Weiteren wurde mit der Studie gezeigt, dass ‚Translanguaging’ eine wichtige und nützliche Rolle im Fremdsprachenunterricht spielen kann, wenn es bewusst und gezielt eingesetzt wird.
Abstract
(Englisch)
The implementation of the first language in the foreign language classroom is a contentious issue that has concerned researchers for many years. Based on traditional views of bilingualism, which see languages as clearly separate and not compoundable entities in the human brain, the L1 use was restricted to a minimum since code alternation was believed to signal language deficit. However, due to a shift towards a more positive perception of bilingualism, the ability to exploit one’s linguistic resources in the process of language learning has turned into a desirable pedagogic practice in the foreign language classroom. Hence, teachers have started to develop pedagogies in order to integrate all language resources in a beneficial way. One part of these pedagogies is the intentional and purposeful use of translanguaging. Translanguaging is a concept resulting from dynamic bilingualism. It refers to the “multiple discursive practices in which bilinguals engage in order to make sense of their bilingual worlds” [original emphasis] (Garcia 2009: 45). In contrast to code-switching, translanguaging regards bi- and multilinguals’ languages as an integral part of one’s repertoire and offers a socio- and psycholinguistic view on language choice. To contribute to the research dealing with the employment of translanguaging in applied linguistics, this diploma thesis explores the translanguaging behavior of teachers in the Austrian EFL classroom. The data for this research was collected from one lower and one upper secondary English class at an academically oriented secondary school (AHS) in Southern Burgenland in the form of classroom observations. The main aim of this study is to determine whether the learners’ level of language proficiency influences the translanguaging practices of the teacher. Eventually, the findings do not only show that the teacher largely makes use of three translanguaging strategies (explanatory strategies, managerial strategies, interpersonal strategies) at the observed levels, they further confirm that the level of language proficiency appears to be an influential factor regarding the teacher’s translanguaging behavior. Moreover, the study highlights the usefulness of translanguaging and illustrates the benefits inherent in the use of the first language in the foreign language classroom.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Translanguaging EFL classroom teacher target language proficiency level
Schlagwörter
(Deutsch)
Translanguaging Englischunterricht Lehrer Sprachniveau
Autor*innen
Julia Bauer
Haupttitel (Englisch)
Translanguaging in the Austrian EFL classroom
Hauptuntertitel (Englisch)
Investigating the influence of learners' target language proficiency level on teachers' translanguaging behaviors
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
ii, 93 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ute Smit
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.40 Angewandte Sprachwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC14489443
Utheses ID
41986
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 406 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1