Detailansicht
Die Rekonstruktion der geochemischen Bedingungen bei der Dolomitbildung auf einer karnischen Sabkha mittels 87Sr/86Sr-Isotopen in der Travenanzes-Formation, Norditalien
Maximilian Rieder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Erdwissenschaften
Betreuer*in
Patrick Meister
DOI
10.25365/thesis.47560
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28782.97649.292853-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die geochemischen Bedingungen, die während der synsedimentären Dolomitbildung in den seichten, hypersalinen Milieus der triassischen Tethys herrschten, sind bis heute kaum verstanden. Grund dafür sind diagenetische Überprägungen der Karbonatgesteine, wodurch die Informationen der oberflächlichen Bildung gelöscht wurden. Neueste Studien zeigen nm-große Dolomitkristalle, die als geochemisches Archiv für die Zusammensetzung der Lösungen zur Zeit der Dolomitbildung dienen können. Diese Dolomite der karnischen Travenanzes-Formation befinden sich in den Südalpen, wobei drei Dolomit-Typen bestimmt werden konnten: (1) Dolomit-Knollen assoziiert mit Paläoböden, (2) laminierte Dolomite mit einer Wechsellagerung aus Ton und Dolomit (3) dm- bis m-dicke homogene Dolomitbänke. Am Rasterelektronenmikroskop wurde ein feinkörniger Dolomikrit identifiziert, der aus anhedralen ≤ 5 µm-großen Kristallen besteht. Zudem können die laminierten Dolomite durch wechselnde Klimabedingungen entstehen und müssen nicht zwingend Mikrobenmatten darstellen.
Die 87Sr/86Sr-Verhältnisse in der Travenanzes-Formation zeigen die Quelle der Fluide an, welche für die Dolomitbildung verantwortlich waren. So liegen 87Sr/86Sr-Verhältnisse in den homogenen Dolomitbänken nahe an der Meerwasserkurve, wodurch die Bildung durch verdunstetes Meerwasser in seichten Lagunenbereichen möglich war. Die laminierten Dolomite sind in ihren 87Sr/86Sr-Verhältnissen eine Spur radiogener als die karnischen Meerwasserwerte und deuten auf geringe Einflüsse kontinentaler Grundwässer in der Sabkha hin. Deutlich radiogener sind teilweise die Dolomit-Knollen in den Paläoböden, die sich während eines Meeresspiegeltiefstands bildeten und als kontinentales Grundwasser die Alkalinität lieferte.
Die zur gleichen Zeit abgelagerten Dolomite des Germanischen Keupers sind hingegen um ein Vielfaches radiogener und wurden eindeutig in Playa-Seen durch kontinentales Grundwasser gebildet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Travenanzes-Formation Sabkha Trias Tethys Dolomitbildung
Autor*innen
Maximilian Rieder
Haupttitel (Deutsch)
Die Rekonstruktion der geochemischen Bedingungen bei der Dolomitbildung auf einer karnischen Sabkha mittels 87Sr/86Sr-Isotopen in der Travenanzes-Formation, Norditalien
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
97 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Patrick Meister
Klassifikationen
38 Geowissenschaften > 38.28 Sedimentgesteine ,
38 Geowissenschaften > 38.32 Geochemie
AC Nummer
AC14507155
Utheses ID
42094
Studienkennzahl
UA | 066 | 815 | |
