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Putting tax competition theory to the Test
the determinants of corporate tax rates within the European Union
Sophie Paradis
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.)
Betreuer*in
Werner Neudeck
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.47726
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28780.10701.132465-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In den vergangenen Jahrzehnten zeigte sich eine zunehmende Besorgnis über die Besteuerung von Firmen durch die nationalen Regierungen. Der globale Abwärtstrend bei der Unternehmensbesteuerung, der auf der ganzen Welt stattgefunden hat, unterstützt die Theorie, dass die Staaten ihren Steuersatz im Verhältnis zu denen ihrer Nachbarn senken, was zu einer zunehmend mobilen Steuerbemessungsgrundlage geworden ist. Dadurch befürchteten einige politische Entscheidungsträger, dass die Körperschaftssteuersätze auf Null fallen könnten, wodurch die Fähigkeit der nationalen Regierungen öffentliche Güter zur Verfügung zu stellen begrenzt werden würde. Dies würde wiederum die Steuerbelastung auf weniger mobile Steuerbemessungsgrundlagen wie Arbeitnehmer verlagern. Das besorgt die Europäische Kommission, die zusammen mit der OECD einer der größten Unterstützer einer verstärkten Koordination im Bereich der Unternehmensbesteuerung ist. Allerdings machte die Europäische Kommission bis jetzt noch keinen Fortschritt in diesem Bereich. Einer der Hauptfaktoren, welcher die Fortschritte der Kommission einschränkt, ist die Einstimmigkeitsregel. Bisher konnten die Mitgliedsstaaten nicht zu einer einstimmigen Entscheidung über die Abtretung einiger Befugnisse über die direkte Besteuerung in die Europäische Union kommen. Dies spiegelt nicht nur den Wunsch vieler Staaten wider, die volle Kontrolle über ihre Steuerpolitik zu behalten, sondern wirft auch die Frage auf, ob die Mitgliedsstaaten selbst den Steuerwettbewerb als schädlich ansehen. Eine Meinung, die auch von der Europäischen Kommission vertreten wird. Während die Körperschaftssteuersätze in den vergangenen Jahrzehnten in der gesamten EU rückläufig waren, hat die empirische Forschung gezeigt, dass die Körperschaftssteuereinnahmen relativ stabil geblieben sind. Bisher ist der gefürchtete “Race to the bottom” nicht zustande gekommen, und es bleibt, in einem hohen Maße, bei Abweichungen zwischen den gesetzlichen Körperschaftssteuersätzen der einzelnen Mitgliedsstaaten. Diese Studie beginnt mit einer Besprechung der theoretischen Literatur über den Körperschaftsteuerwettbewerb, wodurch eine Vielzahl von wirtschaftlichen und politischen Faktoren identifiziert werden können, die dazu beitragen, diese Unterschiede zu erklären. Danach wird die Steuerwettbewerbstheorie überprüft, indem eine empirische Untersuchung der Beziehung zwischen länderspezifischen Faktoren und den gesetzlichen Körperschaftssteuersätzen in allen 28 EU-Mitgliedstaaten für die Jahre 1995 bis 2014 durchführt wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass während Bevölkerungsgröße, Offenheit und Alterung der Bevölkerung alle signifikant mit dem Steuersatz von Regierungen korrelieren, politische Wahlkreise so wie politische Ideologien jedoch keine Wirkung haben. Auf der anderen Seite korreliert die Komplexität der politischen Struktur eines Mitgliedstaates positiv und signifikant mit den gesetzlichen Körperschaftssteuersätzen. Mit diesen Ergebnissen vor Augen, beschließen wir das Thema mit einer kurzen Diskussion über die Zukunft der Körperschaftsteuerkoordination in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Abstract
(Englisch)
The past decades have witnessed increasing concern over the rate of corporate taxation imposed by national governments. The global trend of decreasing corporate taxation lends support to the theory that jurisdictions are lowering their rates in proportion to that of their neighbors in order to maintain what has become an increasingly mobile tax base. This has instilled fear in some policy makers that corporate tax rates could be competed down to zero, thereby limiting national governments’ ability to provide public goods and shifting the tax burden to less mobile tax bases such as that of labor. This concern is one held by the European Commission who along with the OECD is the greatest supporter of increased coordination in the area of corporate taxation. However, the European Commission has yet to make any leeway in this area across the European Union. One of the main factors limiting the Commission’s ability to progress is the unanimity rule. So far, member states have not been able to come to a unanimous decision on relinquishing some powers over direct taxation to the European Union. This not only reflects the wish of many states to retain full control over their tax policies, but also puts to question whether member states themselves view tax competition as harmful, an opinion that has steadily been contended by the European Commission. While corporate tax rates have indeed been on the decline across the European Union over the past decades, empirical research has shown that corporate tax revenues have remained fairly stable. Thus far, the dreaded race to the bottom has not materialized and there remains a great degree of variation between the different statutory tax rates of individual member states. This study begins with a review of the theoretical literature on corporate tax competition in order to identify a multitude of economic and political factors that may help explain these differences. We then put tax competition theory to the test by conducting an empirical investigation of the relationship between domestic factors and statutory corporate tax rates across all 28 EU member states for the years 1995 through 2014. Our findings suggest that while population size, openness and an aging population are all significantly correlated to the statutory tax rate set by governments, political constituency costs such as partisan politics have no effect. On the other hand, we find the complexity of a member state’s political structure to be positively and significantly correlated to statutory corporate tax rates. With these results in mind, we conclude with a short discussion on the future of corporate tax coordination within the European Union.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Corporate Tax Rates Asymmetric Tax Competition Capital Mobility Openness Integration Political Constituency Costs Political Transaction Costs
Schlagwörter
(Deutsch)
Körperschaftssteuersätze Asymmetrischer Steuerwettbewerb Kapitalmobilität Offenheit Integration Politische Ideologie Politische Struktur
Autor*innen
Sophie Paradis
Haupttitel (Englisch)
Putting tax competition theory to the Test
Hauptuntertitel (Englisch)
the determinants of corporate tax rates within the European Union
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
vi, 65 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Werner Neudeck
Klassifikationen
83 Volkswirtschaft > 83.32 Wettbewerb ,
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
AC Nummer
AC14528336
Utheses ID
42165
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
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