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Keeping It Reel
eine künstlerisch-philosophische Auseinandersetzung mit den medienspezifischen Eigenschaften des analogen Films im digitalen Zeitalter
Stefanie Weberhofer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medientheorie
Betreuer*in
Christian Schulte
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.47766
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28779.65295.176068-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Jahr 2012 war das traurigste Jahr der Kinogeschichte, zumindest wenn es nach dem österreichischen Filmemacher Peter Kubelka geht. Die letzten analogen Filmprojektoren haben die Kinos verlassen und mit dem Aufkommen von digitalen High-End-Kameras wurde der digitale Workflow für die Produktion von hochwertigen Kinofilmen vollständig eingeführt. Kameras wurden in Computer verwandelt und Filmrollen wurden durch DCPs ersetzt, bei denen nicht mehr die Breite des Streifens relevant ist, sondern eine möglichst hohe Anzahl von Pixel. Für viele Rezipientinnen und Rezipienten ist beim Konsum eines Kinofilms kein Unterschied erkennbar und auch im Sprachgebrauch wird für beide Medien das Wort 'Film' verwendet. Ich glaube allerdings nicht, dass die Umstellung vom Analogen auf das Digitale nur eine Veränderung des Dispositivs ist. Vielmehr wurde durch die digitale Technik ein neues Medium erschaffen, während der analoge Film weiterhin besteht. Doch worin liegt der künstlerische Mehrwert des digitalen Kinos und gibt es vielleicht doch noch Gründe, die für eine analoge Arbeitsweise stehen? In meiner Masterarbeit gehe ich der Frage auf den Grund, welche medienspezifischen Eigenheiten das analoge Kino ausschließlich für sich alleine beansprucht und deshalb nicht durch eine computer-basierte Innovation ersetzt werden kann. Dabei führen meine Überlegungen zu der Annahme, dass die grundlegenden Denk-, Herangehens- und Arbeitsweisen für die Herstellung des analogen Kinos, in jedem seiner Prozesse, zu Ergebnissen führen, deren künstlerischer und philosophischer Inhalt und dem einhergehenden Wert, nur durch diese Form zum Ausdruck gebracht werden kann. Um das Thema in seiner Gesamtheit auszuarbeiten, war es essentiell die Herangehensweise durch die Künstlerinnen und die Künstlern nachvollziehbar zu machen, die Funktionsweise verschiedener Techniken zu verstehen und in weiterer Folge die Wahrnehmung der Rezipienten und Rezipientinnen aufzuzeigen. Schlussendlich wurde dazu aufgefordert, dass sich beide Medien, also analoger Film und digitales Video auf ihre eigene Medienspezifität berufen. Die Präsenz von Analogem und Digitalen zur gleichen Zeit und auf diesem ausgereiften Niveau, ergibt die Chance für beide Medien, sich auf ihr Eigenes zu berufen und dort aus dem Vollen zu schöpfen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
analog film
Schlagwörter
(Deutsch)
analoger Film analog Film super 8 16mm 35mm avantgarde medienspezifität filmkoop wien
Autor*innen
Stefanie Weberhofer
Haupttitel (Deutsch)
Keeping It Reel
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine künstlerisch-philosophische Auseinandersetzung mit den medienspezifischen Eigenschaften des analogen Films im digitalen Zeitalter
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
112 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Schulte
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC14548455
Utheses ID
42204
Studienkennzahl
UA | 066 | 582 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1