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Multilinguale Erziehung im Elternhaus am Beispiel mehrsprachiger Elternteile der zweiten MigrantInnen-Generation in Österreich
Tugba Yildirim
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Inci Dirim
DOI
10.25365/thesis.47769
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28782.08534.646262-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die multilinguale Erziehung im Elternhaus, die von in Österreich als zweite MigratInnengeneration lebenden Elternteilen umgesetzt wird, realisiert sich unter den migrationsgeprägten Spracherwerbsbedingungen in der Migrationsgesellschaft. Der Erwerb mehrerer Sprachen in den multilingualen Elternhäusern wird durch unterschiedliche Spracherwerbssituationen orientiert, je nach dem familiären sprachlichen Zustand und ihre Verwendung bzw. Einsatz in der sprachlichen Erziehung ihrer Kinder.
Eine bewusste Auseinandersetzung der multilingualen Elternteile mit der sprachlichen Heterogenität im Elternhaus setzt die Wahrnehmung eines Lebens mit den mehreren Sprachen in ständigem Kontakt durch eine input- und bedarfsorientierte Verwendung der Sprachen voraus. Die im Elternhaus multilinguale erzogenen Kinder verfügen über eine „lebensweltliche Sprachigkeit“, die es ihnen ermöglicht, alle Sprachkenntnisse und Spracherfahrungen in den Kommunikationssituationen einzubringen und situations- wie personengerecht zu interagieren.
Der Spracherwerb von Kindern in multilingualen Elternhäuser realisiert sich nicht in dem Ausmaß, welches in klassischen Spracherwerbsbetrachtungen als „standartsprachliche Situiertheit“ gefasst wurde, sondern in einem Ausmaß, welches die mischenden, wechselnden oder neuschöpfenden Verwendungen der Sprachen miteinbezieht.
Der Fokus bei den Spracherziehungszielen multilingualer Elternteile in einer Migrationsgesellschaft liegt auf der Vermittlung mehrerer Sprachen im Elternhaus der Perspektive einer möglichst perfekten Beherrschung der jeweiligen Sprachen. Um dieses Ziel zu erreichen, gestalten die Elternteile die multilinguale Lebenswelt im Elternhaus für Ihre Kinder mit Hilfe unterschiedlicher spracherzieherischer Methoden, die vor allem direkte Interaktion und weitere sprachförderliche Aktivitäten mit verschiedenen Medien in den jeweiligen Sprachen, nämlich den Familiensprachen und Deutsch beinhalten. Die Vermittlung der Sprachen im multilingualen Elternhaus erfolgt mit einer besonderen Berücksichtigung der Familiensprachen- auch der Familiensprachen im Dialekt- und schließt auch die deutsche Sprache ein. Die Festigung der Familiensprachen neben der deutschen Sprache spielt eine wesentliche Rolle bei der multilingualen Erziehung im Elternhaus.---1 DVD in der Printversion vorhanden
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachigkeit lebensweltliche Zweisprachigkeit standartsprachliche Situiertheit migrationsbedingte Spracherwerb und Sprachverwendungen Family Literacy in der multilingualen Erziehung
Autor*innen
Tugba Yildirim
Haupttitel (Deutsch)
Multilinguale Erziehung im Elternhaus am Beispiel mehrsprachiger Elternteile der zweiten MigrantInnen-Generation in Österreich
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
107 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Inci Dirim
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit
AC Nummer
AC13793848
Utheses ID
42207
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
