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Änderung der Ernährungsweise durch die Krebsdiagnose
Alina Elisabeth Bacsics
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
DOI
10.25365/thesis.47942
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22769.44139.719661-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Studien zeigen, dass Betroffene nach der Krebsdiagnose der Ernährung einen hohen Einfluss auf die Erkrankung zuschreiben und mit einer Änderung der Ernährungsweise versuchen, ihren gesundheitlichen Zustand zu verbessern und „Kontrolle“ über die Krebserkrankung zu gewinnen. Material und Methoden: In der vorliegenden Arbeit wurde der Teilaspekt der Kohortenstudie „Impact of Elimination or Reduction of Dietary Animal Proteins on Cancer Progression and Survival“ untersucht, der sich mit der Änderung der Ernährungsweise durch die Krebsdiagnose befasst. Für die Studie wurde zu drei verschiedenen Zeitpunkten (Studienbeginn, nach 3 Monaten und nach 6 Monaten) jeweils eine Online-Datenerfassung durchgeführt. Für diese Masterarbeit war lediglich die erste Datenerfassung zu Beginn der Studie von Bedeutung, die Daten zum Zeitpunkt der Tumordiagnose und des Studienbeginns erhob und 174 Studienteilnehmer (128 weibliche und 46 männliche) umfasste. Ergebnisse und Diskussion: Der Verlauf nach der Tumordiagnose bis hin zum Studieneintritt führte zu einem starken Zuwachs der Veganer von 5% auf 53%. Zwischen dem Zeitpunkt der Tumordiagnose und dem Studienbeginn änderten 50% der Studienteilnehmer ihre Ernährungsweise. Der Anteil der Omnivoren sank von 79% auf 42%, während der Anteil der Vegetarier bzw. Veganer von 16% auf 19% bzw. 5% auf 31% anstieg. Frauen, jüngere Personen (25-45 Jahre), Normalgewichtige und jene mit Metastasen änderten ihre Ernährungsweise signifikant häufiger (p<0,05). Bei Studieneintritt änderten 45% der Studienteilnehmer ihre Ernährungsweise, die davor keine Änderung der Ernährungsweise durchgeführt hatten, jene mit hohen Tumorstadien signifikant öfter (p<0,05). Neben gesundheitlichen Gründen spielten im Zuge der Änderung der Ernährungsweise interessanterweise auch ökologische und ethische Aspekte eine Rolle. Neben der Änderung der Ernährungsweise wurden auch vermehrt andere Ernährungsweisen (zuckerfrei, kohlenhydratarm, ketogene Diät, Fruchtsäfte, Fasten und anderes) durchgeführt, um die Krebserkrankung positiv zu beeinflussen. Schlussbetrachtung: Krebserkrankte zeigen offenbar Interesse an einer vegetarischen bzw. veganen Ernährungsweise und gehen diese vermehrt ein, um die Erkrankung positiv zu beeinflussen. Darüber hinaus stellt die Zeit nach der Krebsdiagnose für Betroffene einen „gelehrigen Moment“ dar und sollte in Form von Interventionsstudien und gesundheitsfördernden Maßnahmen genutzt werden, um einerseits bereits bestehende Initiativen zu fördern und andererseits um jene, die eigenständig nicht dazu bereit sind, ihre Ernährungsweise zu ändern, dabei zu unterstützen, dies umzusetzen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Änderung Ernährungsweise Krebsdiagnose
Autor*innen
Alina Elisabeth Bacsics
Haupttitel (Deutsch)
Änderung der Ernährungsweise durch die Krebsdiagnose
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
VIII, 104 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC13792385
Utheses ID
42358
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
