Detailansicht
Das Konzept der Festspiele Reichenau
Entstehung, Entwicklung und der Genius loci
Theresa Elke Christine Steininger-Mocnik
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Brigitte Marschall
DOI
10.25365/thesis.48166
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22774.50567.557673-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Konzept der Festspiele Reichenau – Entstehung, Entwicklung und der Genius loci
Gegenstand dieser Dissertation ist es, zu erforschen, wie das dramaturgische Konzept der Festspiele Reichenau entstand und wie es immer wieder weiter entwickelt wurde. Die Arbeit sieht sich als Beitrag zur jüngsten Theatergeschichtsschreibung und baut zusätzlich auf detailgenauen Analysen von Dramatisierungen von Romanen auf.
Nach einer Betrachtung der Bezüge des Ortes Reichenau an der Rax zur Literatur- und Theatergeschichte wird analysiert, wie dieser Aspekt die Konzeptfindung der Festspiele Reichenau beeinflusst hat und wie diese Argumentation über die Jahre einem starken Wandel unterzogen wurde. Dazu werden Materialien aus dem bisher unbearbeiteten Archiv wie Konzeptpapiere und Korrespondenzen sowie Publikationen der Festspiele und persönliche geführte Interviews herangezogen. Auf Basis von Faktoren wie Homogenität, Exklusivität, besonderes Vorgehen bei der Kartenvergabe und Künstlerauswahl wird ebenso versucht den Erfolg der Festspiele zu ergründen wie durch Kommentare von Künstlern und Publikum. Spielorte sowie das Bühnenbildkonzept werden näher beschrieben und das Festival im Spannungsfeld mit anderen Anbietern präsentiert. Die Analyse von Kritiken und anderen Zeitungsartikeln soll Aufschluss über den medialen Stellenwert des Festivals geben.
Ein wichtiger Aspekt bei der Betrachtung des Dramaturgiekonzepts und dessen Erweiterung ist das Faktum, dass man auch Dramatisierungen in Auftrag gab, um weitere Theatertexte zu schaffen, die sich idealtypisch in das Konzept fügten. Hier wird eine genaue Analyse dreier aufgeführter Texte durchgeführt. Zwei Dramatisierungen von Romanen, jene von Die Strudlhofstiege von Heimito von Doderer und jene von Ruhm Daniel Kehlmanns, sowie die Umarbeitung von Arthur Schnitzlers Fragment Das Wort zu Affaire Lina Loos werden detailliert mit den Vorlagen verglichen, um festzustellen, welche Vorgehensweisen die jeweiligen dramatisierenden Autoren wählten. Zudem wird auf Beispiele für Uraufführungen als Auftragswerke eingegangen. Somit werden Alleinstellungsmerkmale der Festspiele Reichenau herausgearbeitet und von vielen Blickwinkeln aus analysiert.
Abstract
(Englisch)
Abstract in English
The concept of the Festspiele Reichenau/Reichenau festival – its origin, development and the genius loci
The present dissertation investigates how the dramaturgic concept of the Festspiele Reichenau (the Reichenau festival in Reichenau an der Rax/Lower Austria) was created and how it developed over time. The dissertation thereby contributes to the theatre-historiography of the last decades. Additionally, it is based on the analysis of dramatizations of novels.
After analysing the relations between the town of Reichenau/Rax and the literature- and theatre-historiography, it is presented how this aspect influenced the creation of the concept of the Festspiele Reichenau. A matter of interest is how this concept has been modified throughout the years of the festival’s existence. The sources of this project are, first, the so-far unexploited archive of the festival, which contains concept papers, correspondences, publications of the festival itself and Austrian newspapers and magazines and much more, second, face-to-face-interviews and third, secondary literature. Based on factors as homogeneity, exclusivity, ticket allocation, choice of actors and more, the aim is to give reasons for the great success of the festival. Artists and audience-members comment on it as well as critics, which tries to show the importance of the festival in the media.
Particular attention is paid to one special part of the elaboration of the dramaturgic concept of the festival: An important aspect is thereby that the festival commissioned exclusive dramatizations of novels to create new dramas that fit its concept perfectly.
In order to show how this is done, the dramatizations of Die Strudlhofstiege by Heimito von Doderer and of Ruhm by Daniel Kehlmann as well as the adaptation of Das Wort by Arthur Schnitzler are compared in detail with the originals.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Theater Theatergeschichte Niederösterreich Reichenau Semmering Sommerfrische Loidolt Dramaturgie Dramatisierungen Doderer Die Strudlhofstiege Kehlmann Ruhm Schnitzler Das Wort
Autor*innen
Theresa Elke Christine Steininger-Mocnik
Haupttitel (Deutsch)
Das Konzept der Festspiele Reichenau
Hauptuntertitel (Deutsch)
Entstehung, Entwicklung und der Genius loci
Paralleltitel (Englisch)
The concept of the Festspiele Reichenau/Reichenau festival – its origin, development and the genius loci
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
295 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Brigitte Marschall ,
Hilde Haider-Pregler
Klassifikation
24 Theater > 24.06 Theatergeschichte
AC Nummer
AC14550456
Utheses ID
42544
Studienkennzahl
UA | 092 | 317 | |
