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Investigating the potential of palaeoenvironmental information for large-scale, high-resolution archaeological geophysical prospection
Petra Schneidhofer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Urgeschichte und Historische Archäologie)
Betreuer*innen
Erich Draganits ,
Wolfgang Neubauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.48310
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22769.07123.191670-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Während der letzten beiden Jahrzehnte hat sich die geophysikalische Prospektion rasant weiterentwickelt, vor allem die Geschwindigkeit und räumliche Auflösung der Datenerfassung hat sich erheblich verbessert. Durch die daraus resultierenden großflächig-hochauflösenden Datensätze können erstmals ganze Landstriche geophysikalisch untersucht werden. Diese Datensätze beinhalten nicht nur archäologische Strukturen wie z.B. Siedlungsspuren oder Bestattungen, sondern auch naturräumliche Informationen, darunter alte Flusssysteme oder verschwundene Küstenlinien. Diese Informationen sind für ein umfassendes Verständnis des jeweiligen Untersuchungsgebietes unerlässlich, werden im Rahmen archäologische Prospektionen derzeit aber selten miteinbezogen. Basierend auf Fallstudien aus Norwegen untersucht die vorliegende Arbeit daher das Potenzial naturräumlicher Informationen für die großflächig-hochauflösenden archäologisch-geophysikalische Prospektion. Der erste Schritt umfasste dabei eine gezielte Analyse von in Magnetik- und Bodenradardaten enthaltenen naturräumlichen Strukturen. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie konnten zeigen, dass das Einbeziehen dieser Informationen einen erheblichen Gewinn für die archäologische Interpretation der Prospektionsdaten darstellt. Es wurden jedoch auch Defizite sichtbar, vor allem im Bereich der detaillierten Interpretation naturräumlicher Strukturen. Ein weiterer Schwerpunkt der Dissertation konzentrierte sich daher auf die Erarbeitung eines Workflows für die dreidimensionale Datenvisualisierung und anschließende Integration innerhalb eines geographischen Informationssystems – ein Ansatz, der sich im Laufe der Arbeit für die Interpretation dieser Art von Information als essentiell herausstellte. Ein dritter Schwerpunkt lag auf der Bedeutung der naturräumlichen Gegebenheiten, darunter Pedologie und Sedimentologie, Geologie, Topographie, Klima etc., eines Untersuchungsgebietes für den Interpretationsprozess. Geoarchäologische Untersuchungen konnten die Relevanz dieses Ansatzes im Rahmen dreier Fallstudien aufzeigen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass naturräumliche Informationen ein wesentliches Element innerhalb jeder geophysikalischen Prospektion ausmachen und daher entsprechend zu berücksichtigen sind. Weiterführende Forschung sollte sich vor allem darauf konzentrieren, diesen Informationstyp vermehrt in die Prospektionsroutinen zu implementieren, sowie den Einfluss naturräumlicher Gegebenheiten auf die geophysikalischen Daten besser zu verstehen.
Abstract
(Englisch)
During the last two decades, acquisition of geophysical data has advanced remarkably in terms of speed and resolution allowing for large-scale, high resolution survey approaches and hence the prospection of entire landscapes. The resulting data sets not only include archaeological information such as settlement traces or burials, but also contain palaeoenvironmental information such as palaeochannels or ancient shorelines. To consider this information is important for an encompassing understanding of the area under investigation, yet most studies currently do not focus on this particular type of information. This thesis aimed to investigate the potential of palaeoenvironmental information for large scale, high resolution geophysical data based on case studies situated in Norway. The first stage encompassed a targeted palaeoenvironmental analysis of magnetometry and GPR data. Designed as a pilot study, this investigation was able to demonstrate the additional benefits of such an approach, yet also identified deficiencies regarding the interpretation process of palaeoenvironmental structures. A second emphasis of this thesis thus concentrated on establishing a workflow for 3D data extraction, visualisation and integration in a GIS environment which proved essential for the correct identification and interpretation of this type of information. A third focus was placed on the significance of incorporating the environmental settings of a study area into the interpretation routines by conducting geoarchaeological evaluations at several case study sites. This thesis concludes that palaeoenvironmental information plays an essential role in any geophysical prospection and as such must be fully considered. Future research should aim to further implement palaeoenvironmental analysis into the interpretation routines and to better understand the relationship between the environmental settings of a study area and their influence on the geophysical data.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Archaeological Prospection Geophysical Prospection Geoarchaeology Palaeoenvironmental reonstruction Norway
Schlagwörter
(Deutsch)
Archäologische Prospektion Geophysikalische Prospektion Geoarchäologie Umweltrekonstruktion Norwegen
Autor*innen
Petra Schneidhofer
Haupttitel (Englisch)
Investigating the potential of palaeoenvironmental information for large-scale, high-resolution archaeological geophysical prospection
Paralleltitel (Deutsch)
Eine Untersuchung des Potenzials naturräumlicher Informationen in der großflächig-hochauflösenden archäologisch-geophysikalischen Prospektion
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
317 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Armin Schmidt ,
Martin Bell
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC15092438
Utheses ID
42678
Studienkennzahl
UA | 792 | 309 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1