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Seroprevalence of sandfly-borne viruses in Austrian soldiers returning from missions abroad
Edwin Kniha
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Zoologie
Betreuer*in
Julia Walochnik
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.48346
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22770.16670.378154-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Phleboviren werden von Sandmücken, Stechmücken und Zecken übertragen und können zahlreiche Wirbeltiere, unter anderem den Menschen, infizieren. Die Gattung Phlebovirus besteht aus neun Arten und über 30 Serotypen und hat eine große Verbreitung, gebunden an das Vorkommen der jeweiligen Vektoren. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft asymptomatisch, häufig kommt es aber auch zur Ausbildung grippeähnlicher Symptome die in der Regel jedoch selbstlimitierend sind. Bei schweren Fällen kann es zu einer Infektion des zentralen Nervensystems und einer Meningitis oder Meningoenzephalitis kommen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Seroprävalenz von Phleboviren bei österreichischen Soldaten nach ihrem Auslandseinsatz. Verschiedene Einsatzgebiete wurden miteinander verglichen und mögliche Risikofaktoren evaluiert. Insgesamt wurden 486 Seren von österreichischen Soldaten die aus den Einsatzländern Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Syrien und Libanon heimkehrten und 500 Seren von Soldaten vor ihrer jeweiligen Mission als Kontrollgruppe untersucht. Ein indirekter Immunfluoreszenztest mit anschließender Fluoreszenzmikroskopie wurde angewendet, um anti-Phlebovirus Antikörper in den Seren festzustellen. Verdünnungsreihen wurden durchgeführt um Antikörpertiter zu erheben. Insgesamt wurden 146 Seren (14.8%) positiv auf anti-Phlebovirus Antikörper getestet, einschließlich Seren der Kontrollgruppe. Die erhobenen Seroprävalenzen varriierten zwischen 11,48% bis 20,69% in den getesteten Einsatzgebieten. Eine unerwartet hohe Seropositivität von 11,40% wurde unter den Probanden der Kontrollgruppe nachgewiesen. Trotz der geringen geographischen Entfernung, wurde eine annähernd doppelt so hohe Seropositivität bei Soldaten mit Einsatzgebiet Kosovo, verglichen mit Bosnien und Herzegowina festgestellt. Auch die Phlebovirus-Diversität variierte zwischen den Einsatzgebieten, wobei Syrien und der Libanon die höchste Diversität aufwiesen. Insgesamt war das Toskana-Virus am weitesten verbreitet und wurde als einziges in allen Gruppen nachgewiesen. Als potentielle Risikofaktoren konnten „Laufen“ und eine „Leishmania spp.-Infektion“ ermittelt werden. Interessanterweise waren zwischen 20,4% und 66,7% der seropositiven Soldaten auch symptomatisch. Diese Studie liefert die ersten Ergebnisse zu Seroprävalenzen von Phleboviren bei österreichischen Soldaten und in Österreich generell. Es wurde gezeigt, dass österreichische Soldaten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, sich während eines Auslandseinsatzes mit Phleboviren zu infizieren, eine entsprechende Prophylaxe während des Einsatzes wird empfohlen.
Abstract
(Englisch)
Phleboviruses are transmitted by either sandflies, mosquitoes or ticks and can infect diverse vertebrates including humans. They comprise nine species with several serotypes and are widely distributed, following the distribution of their respective vectors. Infections are often asymptomatic, but can result in a self-limiting febrile illness or also more serious diseases, such as meningitis and meningoencephalitis. The aim of this study was to assess the seroprevalence of phleboviruses in Austrian soldiers returning from different operational areas abroad and to detect risk factors associated with Phlebovirus infections. Sera of 486 soldiers returning from operational areas in Bosnia and Herzegovina, the Kosovo, Syria and the Lebanon and 500 sera from soldiers prior to their missions, functioning as a control group, were provided by the Austrian Armed forces and investigated by indirect-immunofluorescence assays and subsequent fluorescence microscopy to detect anti-Phlebovirus antibodies. Additionally, serial dilutions were performed to assess the respective antibody titers. Altogether, 146 sera (14.8%) revealed anti-Phlebovirus antibodies including sera from the control group. Seropositivity ranged from 11.48% to 20.69% depending on the respective operational area. Also the control group showed an unexpected high seropositivity of 11.40%. The Phlebovirus seroprevalence in soldiers returning from the Kosovo almost doubled the one in soldiers returning from BIH, although the two countries are closely located. Phlebovirus diversity varied between the operational areas with highest diversity in Syria and the Lebanon. Toscana virus was the most prevalent virus and the only virus detected in all groups. Phlebovirus positivity was found to be associated with the potential risk factors “running” and “Leishmania spp. infection”. Interestingly, 20.4%-66.7% of the seropositive soldiers showed symptoms during their respective missions. This thesis provides the first data on Phlebovirus seroprevalences in Austrian soldiers and in Austria altogether and shows that Austrian Army personnel is at risk of infection with phleboviruses in the different operational areas and thus should apply appropriate prophylaxis during their missions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Phlebovirus Sandflies Soldiers Seroprevalence
Schlagwörter
(Deutsch)
Phleboviren Sandmücken Soldaten Seroprävalenz
Autor*innen
Edwin Kniha
Haupttitel (Englisch)
Seroprevalence of sandfly-borne viruses in Austrian soldiers returning from missions abroad
Paralleltitel (Deutsch)
Seroprävalenz von Sandmücken-assoziierten Viren in österreichischen Soldaten nach dem Auslandseinsatz
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
III, 111 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Julia Walochnik
Klassifikation
42 Biologie > 42.36 Parasitologie
AC Nummer
AC14483411
Utheses ID
42711
Studienkennzahl
UA | 066 | 831 | |
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