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Der Einfluss der Unabhängigkeit der Republik Moldau auf deren Übersetzungsgeschehen
Tanja Ivan
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Übersetzen Rumänisch Russisch
Betreuer*in
Larisa Schippel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.48475
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11570.42042.197468-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die bewegte Geschichte der Republik Moldau führte dazu, dass dort heute mehrere Ethnien zusammenleben, die die untereinander herrschenden Machtverhältnisse auch mithilfe von Sprachenpolitik aushandeln. Die Arbeit analysiert daher im Detail, wie sich die politische Umbruchsituation auf das Übersetzungsgeschehen im Zeitraum zwischen 1980 und 2000 auswirkte. Bis zur Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1991 fand ein intensiver Literaturaustausch zwischen den verschiedenen Sowjetrepubliken statt. Der Grund für die intensive Übersetzungstätigkeit war hauptsächlich das Bestreben, die kommunistische Herrschaft voranzutreiben. Die Werke, die übersetzt wurden, wurden demzufolge meist nach ideologischen Motiven ausgewählt. Ein Export moldauischer Literatur wurde fast ausschließlich in sowjetische Länder betrieben, während die Ausgangssprachen der Übersetzungen äußerst divers waren (allerdings mit einer starken Dominanz des Russischen). In den Jahren 1991 bis 1992 kam es zu einem kompletten Einbruch der Übersetzungstätigkeit (sowohl im Literaturimport als auch -export). Danach pendelte sich die Übersetzungstätigkeit im Land auf einem sehr niedrigen Niveau ein. Der Export moldauischer Literatur findet seither nur noch äußerst vereinzelt statt, da sich die moldauischen Verlage die Übersetzungen meist nicht leisten können. Zudem war das literarische Schaffen – bedingt durch die führende Rolle, die moldauische Schriftsteller im politischen Wandel des Landes einnahmen – zu Beginn stark politisch ausgerichtet und somit für einen Literaturexport eher uninteressant. Auch der Literaturimport leidet stark unter den fehlenden finanziellen Mitteln und der Konkurrenz mit den finanzstärkeren rumänischen Verlagen.
Abstract
(Englisch)
Due to the turbulent history of the Republic of Moldova, its population consists of various ethnic groups who have also been negotiating the balance of power among each other through language policy. Therefore, this thesis analyses the effects that the phase of political transition had on the country‘s translation activity between 1980 and 2000. Until the Republic of Moldova became independent in 1991, there was a constant exchange of literature between the various Soviet republics, which was supposed to advance the communist rule. Accordingly, the books chosen for translation were mainly intended to serve ideological purposes. At this time, the Republic of Moldova exported literature only into other Soviet countries while importing works from an extremely wide range of countries (with Russian being the dominant language). In the years 1991 to 1992 the numbers of published translations dropped drastically, both in terms of import and export of literature. The quantity of translations subsequently stabilized at a relatively low level. Ever since that time, Moldavian literature has been exported only occasionally, which is mostly due to the Moldavian publishing houses’ general lack of financial resources. Besides that, the literary creation during and shortly after the political change (which was spearheaded by the authors) was politically charged and thus rather irrelevant for literary export. The publishers’ poor financial situation and the competition with Romanian publishing houses also keeps the translation of literature conducted by Moldova itself at a low level.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Republic of Moldova Independence Language policies Translation activity
Schlagwörter
(Deutsch)
Republik Moldau Unabhängigkeit Sprachenpolitik Übersetzungsgeschehen
Autor*innen
Tanja Ivan
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss der Unabhängigkeit der Republik Moldau auf deren Übersetzungsgeschehen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
157 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Larisa Schippel
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.49 Ostmitteleuropa ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung, Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.98 Textsammlungen ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.39 Romanische Sprachen und Literaturen: Sonstiges ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.52 Russische Sprache ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.53 Russische Literatur ,
81 Bildungswesen > 81.12 Entwicklung des Bildungswesens
AC Nummer
AC15108289
Utheses ID
42831
Studienkennzahl
UA | 060 | 354 | 360 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1