Detailansicht

Transnationale Akteur_innen oder Opfer von Ausbeutung und Gewalt?
Migrant_innen zwischen Edo State/Nigeria und Wien/Europa
Eva Regina Lindtner
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Marie-France Chevron
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20911.10155.841162-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Migrant_innen zwischen Edo State (Nigeria) und Europa haben trotz mangelnder legaler Einreise- und Aufenhatltsmöglichkeiten häufig subjektive und soziale Erfolge während der Migration oder nach der Rückkehr. Im Rahmen einer multi-sited Feldforschung in Wien und Benin City, der Hauptstadt von Edo State, die zwischen 2009 und 2013 durchgeführt wurde, ging es darum, diese Erfolgserlebnisse durch Teilnehmende Beobachtung in Erfahrung zu bringen. Im Laufe der Forschung zeigte sich, dass die Gründe für die Migrationsentscheidung einen entscheidenden Einfluss darauf haben, was später als Erfolg betrachtet wird. Die Menschen entscheiden sich vor allem deshalb für die Migration, weil sie mit ihrer ökonomischen Lage unzufrieden sind, diese für sich und ihre Familien verbessern wollen und in Nigeria selbst dazu kaum eine Möglichkeit haben. So betrachten es Migrant_innen und Remigrant_innen als deutliches Erfolgszeichen, wenn sie Verwandte in Nigeria unterstützen und für diese oder für sich selbst in Nigeria ein Haus oder ein „Geschäft“ („business“) aufbauen können. Mit „Geschäft“ sind in diesem Zusammenhang verschiedenste Unternehmungen, die häufig im informellen Sektor verankert sind, gemeint. Dadurch erhöhen sie ihren sozialen Status innerhalb der Familie und schaffen sich eine Lebensgrundlage für den Fall, dass sie nach Nigeria zurückkehren. Oder aber der Erfolg bezieht sich auf die Situation in der Migration selbst. Häufig werden diese Erfolge durch informelle ökonomische Strategien erzielt. Faktoren, die Erfolge verhindern oder erleichtern, sind vorwiegend finanzielle Mittel und rechtliche Bedingungen, aber auch vielfältige soziale Faktoren. Dazu gehört die Einbindung in soziale Netzwerke, in denen es zu gegenseitiger Unterstützung, aber auch zu Ausbeutung kommt.
Abstract
(Englisch)
Migrants between Edo State/Nigeria and Vienna/Europe, despite their undocumented status, often experience individual and social success during or after their migration. The qualitative research methods employed, including a multi-sited ethnography, which took place in Benin City, the capital of Edo State, and in Vienna between 2019 and 2013, showed what constitutes their successes. This allowed to show how their reasons for departure affected and indeed effected what they came to see as success later. Living conditions in Vienna and in Nigeria after their return also influenced what constituted their success. In some cases they view success as being able to support relatives in Nigeria. Often that means to build a house for them or to set up a business - mostly in the informal sector of the economy. That may be also their livelihood, if they return to Nigeria. Furthermore their helping others enhances their social standing in the family. In other cases being successful revolves around their current living conditions in Europe, which are often viewed as an improvement to those in Nigeria. Many times, informal economical strategies lead to this success. Many factors that contribute to or inhibit their success can be summarized as financial means and legal conditions. Results also point to complex social factors as relevant influences. They are integrated into social networks during and after the migration, where mutual support and sharing, but also dependence and exploitation take place

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Migration Asyl Remigration undokumentierte Migration Nigeria
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Asyl Remigration undokumentierte Migration Nigeria
Autor*innen
Eva Regina Lindtner
Haupttitel (Deutsch)
Transnationale Akteur_innen oder Opfer von Ausbeutung und Gewalt?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Migrant_innen zwischen Edo State/Nigeria und Wien/Europa
Paralleltitel (Englisch)
Transnational acteurs or victims of exploitation and violence? - migrants betweet Edo State/Nigeria and Vienna/Europe
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
323 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Marie-France Chevron ,
Hermann Mückler
Klassifikationen
73 Ethnologie > 73.45 Einzelne soziale Gruppen, Außenseiter, Randgruppen ,
73 Ethnologie > 73.49 Sozialethnologie: Sonstiges
AC Nummer
AC14487435
Utheses ID
42855
Studienkennzahl
UA | 092 | 307 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1