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Venedig sehen
Cassandrae Fidelis "Oratio pro adventu Serenissimae Sarmaticae Reginae"
Christina Kranawetter
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Italienisch UF Latein
Betreuer*in
Elisabeth Klecker
DOI
10.25365/thesis.48524
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18519.81676.530368-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit analysiert die letzte von insgesamt drei überlieferten Reden der venezianischen Humanistin Cassandra Fedele, welche in einer posthumen Edition Giacomo Filippo Tomasinis mit Cassandrae Fidelis oratio pro adventu Serenissimae Sarmaticae Reginae übertitelt ist. Die Rede wurde von der Autorin selbst anlässlich der Ankunft der polnischen Königinmutter, Bona Sforza, im Jahr 1556 in Venedig gehalten. Sie stellt somit ein Gelegenheitsstück dar, welches im spezifischen Kontext eines konkreten Festereignisses zu lesen ist. Darüber hinaus ist die Rhetorin in eine Reihe von wenigen Beispielen weiblicher Gelehrsamkeit einzuordnen, denen sich in der männlich dominierten Öffentlichkeit des italienischen Renaissance-Humanismus zumindest partiell die Möglichkeit bot, in der Gesellschaft sichtbar zu werden. In der Auffassung, dass nicht nur verbale Festbestandteile, sondern auch Feste selbst als kulturelle Texte lesbar sind, versucht sich diese Arbeit an einer Lesart der Rede Cassandra Fedeles, die sowohl ein literaturwissenschaftliches Interesse bedient, als auch die Einbettung des Textes in einen vielfältigeren medialen Kontext im Auge behält. Sowohl die Hintergründe des Festes insgesamt, als auch die Situierung der Rede innerhalb eines enger gefassten Festkontexts werden in der Arbeit berücksichtigt. Der Fokus liegt schließlich auf der sprachlichen Realisierung der rhetorischen Darbietung. Neben einem knappen, philologischen Kommentar soll diese nach denjenigen Parametern analysiert werden, die sich aus den kontextuellen Betrachtungen ergeben. Die Fragen nach der (ideologischen) staatlichen Repräsentation Venedigs sowie nach der persönlichen Stimme der Autorin dienen der Untersuchung als Leitfaden. Vor der Linse eines durch die historischen Bedingungen konturierten Blicks soll dem Leser dieser Arbeit somit aus einem relativ kurzen Textstück heraus nichts weniger erstehen als eine Welt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Cassandra Fedele Begrüßungsrede Bona Sforza Venedig Fest Renaissance Humanismus Frau Italien
Autor*innen
Christina Kranawetter
Haupttitel (Deutsch)
Venedig sehen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Cassandrae Fidelis "Oratio pro adventu Serenissimae Sarmaticae Reginae"
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
206 Seiten : Illustrationen, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Klecker
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.47 Neulateinische Literatur
AC Nummer
AC13796999
Utheses ID
42877
Studienkennzahl
UA | 190 | 350 | 338 |
