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Antizipation beim Simultandolmetschen
ein Beitrag zum Sprachenpaar Deutsch–Kroatisch
Gorana Koch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Dolmetschen Deutsch Englisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
DOI
10.25365/thesis.48541
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23238.92173.539272-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
SimultandolmetscherInnen sind bei syntaktisch unterschiedlichen Sprachkombinationen mit ganz eigenen Schwierigkeiten konfrontiert. Sprachenpaarspezifische syntaktische Unterschiede können unter anderem dazu führen, dass die Simultan-dolmetscherInnen mit einem größeren time lag dolmetschen und dadurch die kurzfristige Speicherkapazität übermäßig beanspruchen. Spezielle Dolmetschstrategien, wie etwa die Antizipation, können daher hilfreich sein, diese Herausforderungen zu bewältigen. Diese Arbeit ist die erste Antizipationsstudie der Sprachkombination Deutsch-Kroatisch. Die zentrale Forschungsfrage stellt sich wie folgt: Bedienen sich kroatische DolmetscherInnen der Strategie der Antizipation, um Schwierigkeiten aufgrund syntaktischer und struktureller Unterschiede zwischen dem Deutschen und Kroatischen zu überwinden? Dabei werden die Häufigkeit und die Genauigkeit sowie die grammatikalischen Komponenten und Auslöser der Antizipationen untersucht. Als Korpusmaterial dienen insgesamt 29 Reden auf Deutsch, die während Plenarsitzungen des Europäischen Parlaments im Jahr 2016 zur Flüchtlingsthematik gehalten wurden, sowie deren Verdolmetschungen ins Kroatische. Die Ergebnisse der Korpusanalyse zeigen, dass die kroatischen Dolmetscherinnen die Antizipation als Strategie einsetzen. Entgegen den Erwartungen, welche auf vergleichbaren Analysen mit anderen Sprachenpaaren basieren, wird deutlich weniger antizipiert. Dafür gibt es aber keine einzige falsche Antizipation. Des Weiteren werden auch die antizipierten grammatikalischen Bestandteile sowie Auslöser der Antizipation untersucht. Es zeigt sich erwartungsgemäß, dass mehr Verben als Negationen antizipiert werden. Am häufigsten werden syntaktische Auslöser gezählt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Simultandolmetschen Dolmetschstrategien Antizipation Korpusanalyse Deutsch–Kroatisch Europäisches Parlament
Autor*innen
Gorana Koch
Haupttitel (Deutsch)
Antizipation beim Simultandolmetschen
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Beitrag zum Sprachenpaar Deutsch–Kroatisch
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
204 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
AC Nummer
AC15127936
Utheses ID
42894
Studienkennzahl
UA | 065 | 331 | 342 |
