Detailansicht
Excluding by including the excluded
homonationalism, islamophobia and western sexual exceptionalism
Jens Ladekarl
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Human Rights
Betreuer*in
Antke Engel
DOI
10.25365/thesis.48597
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23239.21148.930063-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Es wird zunehmend argumentiert, dass Muslime eine Bedrohung für die Rechte von
Homosexuellen darstellen. Diese Darstellung spielt eine wesentliche Rolle im
Mainstreaming der Islamophobie in den westlichen Ländern. Obwohl das Argument im
Widerspruch zum Grundsatz der Universalität der Menschenrechte steht, wird es als
notwendiger oder logischer Widerspruch dargelegt. Da die Behauptung dennoch
Zuspruch findet, beabsichtigt diese Masterarbeit den logischen Widerspruch mittels
eines queer-theoretischen Ansatzes zu verstehen. Das Phänomen soll hierbei als Teil der
konstruierten Hierarchien analysiert werden, welche bestimmen, dass die Rechte
mancher wichtiger sind als die Rechte anderer. Somit versucht diese Arbeit zu
verstehen, wie die Inklusion einiger Teil davon sein kann andere auszuschließen.
Mittels des Konzeptes der Homonormativität wird in dieser Arbeit analysiert, wie
Homosexuelle akzeptierter Bestandteil des Mainstreams werden können, sofern sie sich
in die ausgrenzenden heteronormativen Strukturen assimilieren und diese unterstützen.
Dies kann zu einer Unterteilung in gute und schlechte Homosexuelle führen und somit
zur Regulierung von Menschen mit nicht heterosexuellen Lebensweisen.
Anhand des Konzeptes des Homonationalismus kann argumentiert werden, dass die
Inklusion Teil der Rekonfiguration des Homosexuellen ist. Sie stellt das Symbol eines
westlichen sexuellen Exzeptionalismus dar. Durch eine klassische orientalistische
Auffassung des Mittleren Ostens und von Muslimen, ist die Inklusion von
Homosexuellen Teil einer islamophoben Dichotomie von liberaler westlicher Kultur
und dem homophoben Muslim. zu erzeugen. Solch eine Dichotomie funktioniert
deshalb als Rechtfertigung für den logischen Widerspruch.
Abstract
(Englisch)
There is an increasing trend in the West of arguing for the infringement of the rights of
Muslims as necessary for the protection for homosexuals. Although the argument is a
contradiction in relation to the principle of universality of human rights, it is being
presented as a necessary or logical contradiction. However, this has not prevented the
argument from gaining support, which is why this thesis instead intents to understand
the logical contradiction from a queer theoretical approach. It intends to analyse the
phenomenon as part of constructed hierarchies, which dictates the rights of some as
more important than the rights of others. Thus, the thesis seeks to understand how the
inclusion of some can be part of excluding others. Using the concept of
homonormativity, the thesis analyses how certain homosexuals can be included into an
accepted part of the mainstream, based on the ability and willingness to assimilate and
support excluding heteronormative structures. This can construct a division of good and
bad homosexuals, which polices other non-hetero sexualities. Through the concept of
homonationalism, the inclusion can be argued to be part of a reconfiguration of the
homosexual as a symbol of a Western sexual exceptionalism. Through a classical
Oriental perception of the Middle East and Muslims, this is part of creating an
Islamophobic dichotomy of a liberal Western culture and a homophobic Muslim. Such a
dichotomy can therefore work as justification for the logical contradiction.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Homonationalism Islamophobia Homonormativity Sexual Exceptionalism Queer Theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Homonationalismus Islamophobie Homonormativität Sexueller Exzeptionalismus Queer-Theorie
Autor*innen
Jens Ladekarl
Haupttitel (Deutsch)
Excluding by including the excluded
Hauptuntertitel (Deutsch)
homonationalism, islamophobia and western sexual exceptionalism
Paralleltitel (Deutsch)
Ausgeschlossen durch Einbeziehung der ausgeschlossenen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
105 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Antke Engel
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.25 Sexualität ,
89 Politologie > 89.22 Nationalismus
AC Nummer
AC14525396
Utheses ID
42947
Studienkennzahl
UA | 992 | 884 | |
