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Übersetzungspolitik im Nationalsozialismus
Ungarn als Zeuge für den Balkan
Zsófia Fónagy
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Dolmetschen Deutsch Englisch
Betreuer*in
Larisa Schippel
DOI
10.25365/thesis.48637
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23240.11829.146172-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Übersetzungsdienst Wien unter der Leitung von Fritz Valjavec und Franz Ronneberger übersetzte zwischen den Jahren 1937 und 1945 im Rahmen der nationalsozialistischen Gegnerforschung Hunderte von Artikel und Büchern über Südosteuropa - davon mindestens 169 Texte aus dem Ungarischen. Sie handelten größtenteils von der ungarischen Minderheitenpolitik, aber auch über andere Länder, vor allem Rumänien. Die Arbeit erforscht die Auswahlkriterien für diese Ausgangstexte: Neben der Einschätzung der Stimmung in der ungarischen Bevölkerung und Presse sollten die Übersetzungen nationalsozialistischen Ämtern Munition für Propaganda bieten, beziehungsweise für politische Zwecke Informationen über die Beziehungen zwischen Ungarn und seinen Nachbarländern liefern. Die übersetzten Artikel über diese Länder waren keinesfalls objektiv, sondern stellten die Beziehung Ungarns zu ihnen dar, was wiederum Deutschland eine Möglichkeit für die Ausbeutung dieser Konflikte bot.
Abstract
(Englisch)
The Übersetzungsdienst Wien („Translation Service Vienna“) under the management of Fritz Valjavec and Franz Ronneberger translated hundreds of articles and books on Southeast Europe between 1937 and 1945 as part of the National Socialist Party’s „studying the enemy “. At least 169 of these texts were translated from Hungarian. They were mostly written about Hungarian minority policy, but some of them were about other countries, mostly Romania. The thesis looks for the criteria for selecting these Hungarian originals: apart from assessing the mindset of the Hungarian press and population, the translations were supposed to help national socialist institutions with creating propaganda as well as with the assessment of relationships between Hungary and its neighbour states. The translated articles about these countries were not objective, instead showing the relationship and mindset of Hungarians towards their neighbours, which gave Germany the tools to turn these conflicts into political profit.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
National socialism translation history Hungary Balkans
Schlagwörter
(Deutsch)
Übersetzungspolitik Nationalsozialismus Valjavec Ronneberger Übersetzungsdienst Wien Ungarn Balkan
Autor*innen
Zsófia Fónagy
Haupttitel (Deutsch)
Übersetzungspolitik im Nationalsozialismus
Hauptuntertitel (Deutsch)
Ungarn als Zeuge für den Balkan
Paralleltitel (Englisch)
National Socialist Translation Polics: Hungary as the Witness for the Balkans
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
73 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Larisa Schippel
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC15129619
Utheses ID
42979
Studienkennzahl
UA | 065 | 331 | 342 |
