Detailansicht
Inszenierungen des Fotografischen
Technik und Ästhetik im medialen Wechsel
David Martin-Krems
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Klemens Gruber
DOI
10.25365/thesis.48695
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18520.12101.405161-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht technisch-ästhetische Aspekte des Fotografischen innerhalb intermedialer Anordnungen am Beispiel zweier aktueller kommerzieller Spielfilme.
Der konkreten Analyse geht eine historische Bestimmung des Gegenstands voraus. Die Forschungskoordinaten des ersten Abschnitts sind Theorie, Geschichte und fotografische Praxis: unter Bezugnahme auf höchst unterschiedliche Beispiele wird die Frage nach dem spezifischen Charakteristikum der analogen Fotografie gestellt. Dabei geht es nicht nur um die konkreten Bilder, sondern vor allem um das, was in Anschluss an Überlegungen von Rosalind Krauss und Herta Wolf mit dem Begriff des „Fotografischen“ gefasst werden kann und ein Verständnis von Fotografie meint, das weit über die einzelnen Bilder hinausgeht. Es umfasst eine Vielzahl an Aspekten, die das analoge fotografische Verfahren seit seiner Erfindung begleitet haben.
Unter Bezug auf die maßgebenden Texte und Theorien – von Henry Fox Talbot über László Moholy-Nagy bis Phillipe Dubois – wird der Vorgang der Belichtung, das Entstehen einer Lichtspur in der fotosensiblen Schicht als zentrales Element der analogen Fotografie beschrieben. Eine Analyse des konkreten fotosensiblen Materials begleitet diese Bestimmung, in der auch die praktische fotografische Arbeit in ihren unterschiedlichen Ausformungen behandelt wird. So findet etwa die analytische Arbeit an der fotografischen Minimalform des Fotogramms, wie sie László Moholy-Nagy seit Beginn des 20sten Jahrhunderts erprobt hat, besondere Beachtung. Daneben werden auch weitere der analogen Fotografie eigene Techniken und Charakteristika in Hinblick auf ihre Bedeutung für ein Verständnis von analoger Fotografie befragt: das Verhältnis zwischen Negativ und Abzug, die Bedeutung des Kontaktabzugs, die Rolle der Fotografie als Reproduktionstechnik und die Ästhetik des Schwarz-Weißen sind Eckpunkte dieser Untersuchung.
Im zweiten Teil der Arbeit erfahren die einleitend vorgenommenen Bestimmungen schließlich ihre konkrete Anwendung. Anhand einiger Sequenzen aus den Spielfilmen Mr. Turner (Mike Leigh, UK 2014) und The Others (Alejandro Amenábar, USA 2001) wird dargestellt, wie das Fotografische innerhalb filmischer Erzählungen thematisiert und für die jeweiligen Erzählungen nutzbar gemacht wird. Den Hintergrund für die hier vorgenommenen Untersuchungen stellt eine Methodik dar, die im Bereich der Diese Arbeit untersucht technisch-ästhetische Aspekte des Fotografischen innerhalb intermedialer Anordnungen am Beispiel zweier aktueller kommerzieller Spielfilme.
Der konkreten Analyse geht eine historische Bestimmung des Gegenstands voraus. Die Forschungskoordinaten des ersten Abschnitts sind Theorie, Geschichte und fotografische Praxis: unter Bezugnahme auf höchst unterschiedliche Beispiele wird die Frage nach dem spezifischen Charakteristikum der analogen Fotografie gestellt. Dabei geht es nicht nur um die konkreten Bilder, sondern vor allem um das, was in Anschluss an Überlegungen von Rosalind Krauss und Herta Wolf mit dem Begriff des „Fotografischen“ gefasst werden kann und ein Verständnis von Fotografie meint, das weit über die einzelnen Bilder hinausgeht. Es umfasst eine Vielzahl an Aspekten, die das analoge fotografische Verfahren seit seiner Erfindung begleitet haben.
Unter Bezug auf die maßgebenden Texte und Theorien – von Henry Fox Talbot über László Moholy-Nagy bis Phillipe Dubois – wird der Vorgang der Belichtung, das Entstehen einer Lichtspur in der fotosensiblen Schicht als zentrales Element der analogen Fotografie beschrieben. Eine Analyse des konkreten fotosensiblen Materials begleitet diese Bestimmung, in der auch die praktische fotografische Arbeit in ihren unterschiedlichen Ausformungen behandelt wird. So findet etwa die analytische Arbeit an der fotografischen Minimalform des Fotogramms, wie sie László Moholy-Nagy seit Beginn des 20sten Jahrhunderts erprobt hat, besondere Beachtung. Daneben werden auch weitere der analogen Fotografie eigene Techniken und Charakteristika in Hinblick auf ihre Bedeutung für ein Verständnis von analoger Fotografie befragt: das Verhältnis zwischen Negativ und Abzug, die Bedeutung des Kontaktabzugs, die Rolle der Fotografie als Reproduktionstechnik und die Ästhetik des Schwarz-Weißen sind Eckpunkte dieser Untersuchung.
Im zweiten Teil der Arbeit erfahren die einleitend vorgenommenen Bestimmungen schließlich ihre konkrete Anwendung. Anhand einiger Sequenzen aus den Spielfilmen Mr. Turner (Mike Leigh, UK 2014) und The Others (Alejandro Amenábar, USA 2001) wird dargestellt, wie das Fotografische innerhalb filmischer Erzählungen thematisiert und für die jeweiligen Erzählungen nutzbar gemacht wird. Den Hintergrund für die hier vorgenommenen Untersuchungen stellt eine Methodik dar, die im Bereich der Diese Arbeit untersucht technisch-ästhetische Aspekte des Fotografischen innerhalb intermedialer Anordnungen am Beispiel zweier aktueller kommerzieller Spielfilme.
Der konkreten Analyse geht eine historische Bestimmung des Gegenstands voraus. Die Forschungskoordinaten des ersten Abschnitts sind Theorie, Geschichte und fotografische Praxis: unter Bezugnahme auf höchst unterschiedliche Beispiele wird die Frage nach dem spezifischen Charakteristikum der analogen Fotografie gestellt. Dabei geht es nicht nur um die konkreten Bilder, sondern vor allem um das, was in Anschluss an Überlegungen von Rosalind Krauss und Herta Wolf mit dem Begriff des „Fotografischen“ gefasst werden kann und ein Verständnis von Fotografie meint, das weit über die einzelnen Bilder hinausgeht. Es umfasst eine Vielzahl an Aspekten, die das analoge fotografische Verfahren seit seiner Erfindung begleitet haben.
Unter Bezug auf die maßgebenden Texte und Theorien – von Henry Fox Talbot über László Moholy-Nagy bis Phillipe Dubois – wird der Vorgang der Belichtung, das Entstehen einer Lichtspur in der fotosensiblen Schicht als zentrales Element der analogen Fotografie beschrieben. Eine Analyse des konkreten fotosensiblen Materials begleitet diese Bestimmung, in der auch die praktische fotografische Arbeit in ihren unterschiedlichen Ausformungen behandelt wird. So findet etwa die analytische Arbeit an der fotografischen Minimalform des Fotogramms, wie sie László Moholy-Nagy seit Beginn des 20sten Jahrhunderts erprobt hat, besondere Beachtung. Daneben werden auch weitere der analogen Fotografie eigene Techniken und Charakteristika in Hinblick auf ihre Bedeutung für ein Verständnis von analoger Fotografie befragt: das Verhältnis zwischen Negativ und Abzug, die Bedeutung des Kontaktabzugs, die Rolle der Fotografie als Reproduktionstechnik und die Ästhetik des Schwarz-Weißen sind Eckpunkte dieser Untersuchung.
Im zweiten Teil der Arbeit erfahren die einleitend vorgenommenen Bestimmungen schließlich ihre konkrete Anwendung. Anhand einiger Sequenzen aus den Spielfilmen Mr. Turner (Mike Leigh, UK 2014) und The Others (Alejandro Amenábar, USA 2001) wird dargestellt, wie das Fotografische innerhalb filmischer Erzählungen thematisiert und für die jeweiligen Erzählungen nutzbar gemacht wird. Den Hintergrund für die hier vorgenommenen Untersuchungen stellt eine Methodik dar, die im Bereich der Intermedialitätsforschung zur Beschreibung derartiger medialer Verschachtelungen entwickelt wurde, wobei die behandelten Szenen als Beispiele für das dienen, was Irina Rajewski mit dem Begriff der „intermedialen Bezüge“ bzw. Jens Schröter mit dem der „transformationalen Intermedialität“ beschrieben haben.
Jener Begriff der Transformation erweist sich in der Folge als schlagend, denn eine detaillierte Betrachtung der entsprechenden Filmsequenzen lässt erkennen, wie die Inszenierung des Fotografischen ein in der Gesellschaft vorhandenes Wissen über das Medium der analogen Fotografie abruft und gleichzeitig immer wieder neu formiert.
Abstract
(Englisch)
This work examines the techno-aesthetic aspects of the photographic within intermedial arrangements, using the example of two current commercial feature films.
The actual analysis is preceded by a historical positioning of the object of investigation. The research co-ordinates of the first section are theory, history and photographic practice: relating to very different examples, questions concerning the specific characteristics of analogue photography are raised. This is not just about the concrete pictures, but above all about that which can be understood as the „photographic“, following the reasoning of Rosalind Krauss and Herta Wolf, which refers to an understanding of photography that extends far beyond the individual images. It includes a multitude of aspects that have accompanied the analogue photographic process since its invention.
With reference to authoritative texts and theories - from Henry Fox Talbot to László Moholy-Nagy to Roland Barthes and Phillipe Dubois - the process of the exposure, the formation of a trace of light in the photosensitive layer is being described as a central element of analogue photography. An analysis of the concrete photosensitive material accompanies this determination, which also deals with the practical photographic work in its various forms. For instance, special attention is given to the analytical work on the minimal photographic form of the photogram that László Moholy-Nagy put to the test from the beginning of the 20th century on. In addition to this, further techniques and characteristics peculiar to analogue photographs are questioned with regard to their importance for an understanding of analog photography: the relationship between the negative and the print, the significance of the contact print, the role of photography as a technique of reproduction and the aesthetic of the black-and-white photography are key aspects of this investigation.
In the second part of the thesis, the introductory provisions finally come to their concrete application. Using a series of sequences from the feature films Mr. Turner (Mike Leigh, UK 2014) and The Others (Alejandro Amenábar, USA 2001), it is shown how the photographic is being addressed within filmic narratives and rendered productive within each narrative. The methodology that provides the background for the conducted investigations was developed with intermediality research, in ordert o describe who differeng media can be nested within in each other. The dsicussed scenes serve as examples of what Irina Rajewski calls the "intermedial references" (intermediale Bezüge) and what Jens Schröter refers to by the term "transformational intermediality" (transformationale Intermedialität“).
This concept of transformation further turns out to be compelling; a detailed examination of the corresponding film sequences reveals how the staging of the photographic process calls upon a knowledge of the medium of analog photography that exists in society, and at the very same time reforms and rearticulates it.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Photography Intermediality Film
Schlagwörter
(Deutsch)
Fotografie Intermedialität Film
Autor*innen
David Martin-Krems
Haupttitel (Deutsch)
Inszenierungen des Fotografischen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Technik und Ästhetik im medialen Wechsel
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
260 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Klemens Gruber ,
Gabriele Jutz
AC Nummer
AC14465571
Utheses ID
43034
Studienkennzahl
UA | 092 | 317 | |
