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Zuckerbrot und Peitsche: Kubas Zuckerrohrproduktion im Wandel der Zeit zwischen ökonomischen Interessen und sozioökologischen Auswirkungen
Catherine Steiner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Spanisch UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Robert Tanzmeister
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31180.88778.565169-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Zuckerrohr ist seit seiner Ankunft in Kuba zu Beginn des 16. Jahrhundert nicht von der Geschichte des Landes und dessen Entwicklungsweg zu trennen. Diese Diplomarbeit hat es sich daher zum Ziel gemacht, sowohl den Wandel der Zuckerrohrproduktion über all die Jahrhunderte zu analysieren als auch die positiven und negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt Kubas in Form einer umfassenden Literaturarbeit und der Auswertung statistischer Daten zu beleuchten. Es stellt sich heraus, dass Kuba durch die Monokultur des Zuckerrohrs über all die Jahrzehnte nicht nur durchwegs von seinen Wirtschaftspartnern abhängig war, sondern auch von den schwankenden Zuckerpreisen und -quoten am Weltmarkt sowie von den jährlichen Ernteerfolgen. Wirtschaftliche Krisen und Blütezeiten wechselten einander ständig ab und während die Zuckeroligarchie von der Zuckerrohrmonokultur profitieren konnte, litt der Großteil der Bevölkerung unter Arbeitslosigkeit, Nahrungsmittelmangel und erheblichen infrastrukturellen und baulichen Schwierigkeiten. Auch die Umwelt hatte mit erheblichen Entwaldungsproblemen, der Zerstörung von Böden und der Biodiversität, der Austrocknung und Verseuchung von Gewässern sowie der Ausrottung von einzelnen Tierarten und mit Luftverschmutzung zu kämpfen. Erst durch die kubanische Revolution gelang es sich von der Dependenz anderer Länder, sowie vom Zuckerrohr als einziges Exportgut, langsam zu befreien. Da die kubanische Wirtschaft bis ins 20. Jahrhundert nahezu keine Diversifizierung aufwies, gelang die gewünschte Lossagung vom Zuckerrohr nur bedingt. In den letzten Jahren löste aber schließlich der Tourismus die Zuckerrohrwirtschaft als Haupteinnahmequelle ab. Auch wenn die Zuckerrohrproduktion durch fehlende Sanierungsmaßnahmen nicht mehr die gewünschten Ernteerfolge einbringt, ist sie auch heute noch als wichtiges Exportgut fixer Bestandteil der kubanischen Wirtschaft.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zuckerrohrproduktion Kuba Sozioökonomische Auswirkungen Ökologische Auswirkungen
Autor*innen
Catherine Steiner
Haupttitel (Deutsch)
Zuckerbrot und Peitsche: Kubas Zuckerrohrproduktion im Wandel der Zeit zwischen ökonomischen Interessen und sozioökologischen Auswirkungen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
111 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert Tanzmeister
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges ,
43 Umweltforschung, Umweltschutz > 43.48 Regionale Umweltprobleme ,
71 Soziologie > 71.07 Soziographie ,
83 Volkswirtschaft > 83.30 Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftsstruktur: Allgemeines
AC Nummer
AC15066597
Utheses ID
43278
Studienkennzahl
UA | 190 | 353 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1