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Schutz mit System?
internationale kinderrechtliche Standards zum Schutz von Kindern vor Gewalt in der Familie und ihre Umsetzung in Österreich
Helmut Sax
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Rechtswissenschaften Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Manfred Nowak
DOI
10.25365/thesis.49153
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27473.00708.697052-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Recht des Kindes auf Schutz vor Gewalt in der Familie. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage nach der Gewährleistung eines effektiven Schutzsystems in Österreich.
Zu diesem Zweck werden zunächst konzeptionelle Grundlagen zum Gewaltbegriff erörtert sowie zum Verhältnis von Verletzlichkeit von Kindern zu Resilienz und Handlungsmacht (agency). Weiters werden Ergebnisse aktueller internationaler und nationaler Untersuchungen zu qualitativen und quantitativen Dimensionen von Gewalt in der Familie in Österreich vorgestellt.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit widmet sich der Zusammenschau der vielfältigen internationalen und europäischen Standards, die in den letzten Jahren zu Gewalt gegen Kinder entwickelt worden sind. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen hier Artikel 19 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, sowie Standards des Europarats, einschließlich der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs der Menschenrechte, und der Europäischen Union. Besonderes Gewicht wird der Analyse von Modellen von Kinderschutzsystemen gegen Gewalt gegeben, um daraus kinderrechtsbasierte Qualitätskriterien für effektive Schutzsysteme abzuleiten.
Der zweite Schwerpunkt betrifft die Anwendung dieser Kriterien auf den österreichischen Kontext. Dazu werden zunächst der kinderrechtliche Rahmen sowie Grundzüge relevanter Gewaltschutzstandards aus dem Zivilrecht, Kinder- und Jugendhilferecht und Strafrecht vorgestellt. In einem weiteren Schritt erfolgt anhand der zuvor entwickelten Qualitätskriterien die Prüfung, inwieweit insbesondere das österreichische Kinder- und Jugendhilferecht – auf Bundes- und Länderebene – mit den kinderrechtlichen Vorgaben in Einklang gebracht werden kann.
Die Arbeit schließt mit Schlussfolgerungen und Empfehlungen für weitere Schritte, um die zuvor identifizierten Schutzlücken, etwa in den Bereichen Schnittstellenfunktion der Kinder- und Jugendhilfe und Kohärenz von Leistungsangeboten, effektiv zu beseitigen.
Abstract
(Englisch)
The dissertation examines the child’s human right to protection from any form of violence, within the context of the family. The key concept discussed relates to the effective establishment of a comprehensive child protection system to protect children from domestic violence.
For this purpose the study starts with an examination of essential underlying concepts and questions, such as the relationship between vulnerability and resilience and agency of children. A definition of violence against children in the family is proposed, which links the WHO definition to the child-parent relationship. Furthermore, main findings from recent research on quantitative dimensions of violence against children are presented.
Next, relevant international and European standards on rights-based child protection are analysed, starting with Article 19 of the UN Convention on the Rights of the Child. Particular attention is paid to concepts of integrated child protection systems, as promoted by international and European actors, including the Council of Europe and the European Commission. Consequently, key quality criteria are identified for a rights-based child protection system.
In a second step these criteria are applied to the Austrian domestic legal order and its child protection framework, marked by distinct competences at the federal and the provincial (Länder) government level. The study examines to what extent this framework complies with the quality criteria for rights-based child protection systems. Challenges identified include both lack of coordination and consistency of services.
The dissertation concludes with a set of recommendations for next steps to address the protection gaps.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
human rights of children protection from violence
Schlagwörter
(Deutsch)
Kinderrechte Gewaltschutz
Autor*innen
Helmut Sax
Haupttitel (Deutsch)
Schutz mit System?
Hauptuntertitel (Deutsch)
internationale kinderrechtliche Standards zum Schutz von Kindern vor Gewalt in der Familie und ihre Umsetzung in Österreich
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
215 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Manfred Nowak ,
Christina Binder
Klassifikationen
86 Recht > 86.22 Familienrecht ,
86 Recht > 86.85 Menschenrechte
AC Nummer
AC15065161
Utheses ID
43441
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
