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Weil ich ein Mädchen bin?
Nikola Gindl
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Christine Goldberg
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29505.48184.766260-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Mechanismen und AkteurInnen aufzuzeigen, die im Prozess der Berufswahl eine Rolle spielen. Besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf die Schülerinnen der Hauptschulen in Österreich gelegt. Es ging mir einerseits darum, die Hintergründe zu beleuchten, andererseits war es mir wichtig die Langfristigkeit der Berufsorientierung hervorzuheben. Berufsentscheidungen werden nicht an einem Tag getroffen. Sie sind das Ergebnis eines langen Prozesses und sind eng mit Geschlecht und Geschlechtsidentität verwoben. Mit einzelnen Aktionstagen ist deshalb der Selektivität des Arbeitsmarktes nicht beizukommen. Vielmehr erfordert es langfristiger, gemeinsamer Arbeit mit den Mädchen um deren Horizont zu erweitern, ihnen Möglichkeiten alternativer Berufe zu eröffnen. Im Speziellen wird hier von mir die Verantwortung der schulischen Berufsorientierung herausgearbeitet. Es geht um die gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit, um den identitätsstiftenden Wert von Arbeit für die/den Einzelne/n und um den Handlungsauftrag und die Handlungsmöglichkeiten im Unterricht. Dabei wird das vorgesehene Stundenvolumen für die Berufsorientierung und Berufsvorbereitung ebenso einer kritischen Analyse unterzogen wie die Umsetzung im Unterricht. Neben den verschiedenen Lehrplanteilen wurden vorhandene Studien zu Berufsorientierung und Berufswahl verwendet und analysiert. Auf Grund des umfassenden Befragungsmaterials habe ich auf eine eigene Erhebung verzichtet. Die Analysen des unterschiedlichen Datenmaterials machen deutlich, wie sich das potentielle Spektrum möglicher Berufe verengt und wie wichtig eine frühzeitige und intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist. Es ist mir bewusst, dass mit dieser Arbeit nur ein Teil bzw. eine Perspektive der Segregation des Arbeitsmarktes beleuchtet werden kann. Nichts desto trotz halte ich diese Art der Betrachtung für wichtig, da sie für mich eine Ermächtigung der Mädchen darstellt. Eine Ermächtigung zur Wahl eines Berufes der nach Möglichkeit den persönlichen Interessen und Vorlieben der Einzelnen am Nächsten kommt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mädchen Berufsorientierung Berufswahl Schule Berufsorientierungsunterricht Werkunterricht berufliche Identität
Autor*innen
Nikola Gindl
Haupttitel (Deutsch)
Weil ich ein Mädchen bin?
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
110 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christine Goldberg
Klassifikation
71 Soziologie > 71.33 Frau
AC Nummer
AC07621964
Utheses ID
4346
Studienkennzahl
UA | 066 | 813 | |
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