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Giotto ideologisch - die Giottobilder von John Ruskin und Henry Thode
Barbara Wagner
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Kunstgeschichte
Betreuer*in
Michael Viktor Schwarz
DOI
10.25365/thesis.49198
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13707.46675.997178-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Nach der Renaissance war es literarisch um Giotto ruhig geworden. Erst Ende des 18. und im 19. Jahrhundert kam wieder Interesse für ihn auf. Bei einem Großteil der Publikationen bzw. Textstellen handelte es sich um kurze Erwähnungen Giottos in „Geschichten zur Kunstgeschichte“ und ähnlichen Überblickswerken. John Ruskin und Henry Thode waren im 19. Jahrhundert unter den wenigen, die Giotto ausführliche Betrachtungen widmeten. Aus den Schriften beider Autoren konstituieren sich eigenwillige Giotto-Bilder, die in ihrer Art singulär sind. Neben den pointierten Aussagen und der willkürlichen Auswahl ihrer Themen, ist auch die Sprache der Autoren im Vergleich mit den meisten zeitgleichen Publikationen auffällig persönlich gefärbt.
Auf Basis einer möglichst lückenlosen Erfassung von Originalzitaten aus den verschiedenen Publikationen der Autoren wird mittels textkritischer Analyse und Deduktion das jeweilige Giotto-Bild rekonstruiert und zu Themenkreise, wie Giottos Biographie und sein Charakter, die Werkverzeichnisse gemäß den Zuordnungen von John Ruskin und Henry Thode sowie darauf aufbauend, Giotto als Neuerer, Maler, Baumeister und Bildhauer, zusammengefasst. Die speziellen Meinungen und persönlichen Schwerpunkte der Autoren werfen die Frage nach den Hintergründen dafür auf. John Ruskins Bild von Giotto ist das eines an der Renaissance geschulten kulturinteressierten Menschen des 19. Jahrhunderts. Viele seiner Aussagen werden beeinflusst vom starken Interesse für das Handwerk und die Gotik; ideologisch umrahmt sind sie von seinem persönlichen Zugang zur Religion. Henry Thodes Giotto-Bild steht einerseits in enger Verbindung mit dem kulturellen Umfeld des Wagner-Kreises und andererseits mit seiner Begeisterung für Franz von Assisi sowie seinem Interesse für die Kunst der Renaissance. Henry Thodes Giotto-Bild ist ein idealisiertes Bild, das auf großen Gefühlen und Stimmungen basiert.
Abstract
(Englisch)
After the Renaissance only few authors wrote about Giotto. Interest in his work again arose at the end of the 18th and in the 19th century. Most publications were overview works, dealing with the history of art, the artist himself just occurred in short passages. In the 19th century only John Ruskin and Henry Thode dedicated detailed considerations on Giotto. In the writings of both authors you find unconventional, unique “pictures” of Giotto. Their emphasised statements and the arbitrary choice of their subjects, the language of both authors offers personally colours in comparison to most simultaneous publications.
By a wide range of original statements from different publications of the authors the picture of Giotto gets reconstructed, using text-critical analysis and deducation and is summarised to several topics. These topics are Giotto’s biography and his character, the work list according to the attribution made by John Ruskin and Henry Thode, further Giotto as an innovator, painter, architect and sculptor. Why Ruskin and Thode had such specific opinions and personal focuses on Giotto`s life and work? Ruskin’s picture of Giotto is inspired by the special taste of an enthusiast of Renaissance art in the 19th century. His own interest in Gothic leads him to see Giotto as a craftsman of the Gothic. Nature is another main focus. Ideologically frames gets the picture of John Ruskin from his personal access to the Anglican evangelical religion. Henry Thode sees Giotto to be the founder of a new direction in art. For him Giotto is an important personality, a genius. The Giotto-picture of Thode is in relation with the cultural sphere of the Wagner’s circle and with the enthusiasm for Franz von Assisi. His picture of Giotto is an idealised picture which is based on big feelings and full of atmosphere.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Giotto Thode Ruskin Renaissance Gothic Giotto-Picture Genius craftsman
Schlagwörter
(Deutsch)
Giotto Thode Ruskin Renaissance Gotik Giottobild Genie Handwerker
Autor*innen
Barbara Wagner
Haupttitel (Deutsch)
Giotto ideologisch - die Giottobilder von John Ruskin und Henry Thode
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
211 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Michael Viktor Schwarz ,
Golo Maurer
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines ,
20 Kunstwissenschaften > 20.62 Italische Kunst, etruskische Kunst, römische Kunst
AC Nummer
AC14494444
Utheses ID
43484
Studienkennzahl
UA | 092 | 315 | |
