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Contracting parties’ intentions in investor state dispute settlementt
coherence between treaty interpretation and policy objectives?
Krischan Oberle
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
René Kuppe
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.49440
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27472.62747.677770-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Abschlussarbeit beantwortet folgende Frage: Welche Rolle spielten die Intentionen von Unterzeichnerstaaten von Internationalen Investitionsschutzabkommen (IIA) in der Praxis von Investor-Staat Streitbeilegung (ISDS)? Zuerst arbeitet der Autor Intentionen heraus, die von Tribunalen im Laufe der Geschichte von ISDS identifiziert wurden. Außerdem zeigt er wie Prozessparteien und Schiedsgerichte im Rahmen von Prozessen mit Intentionen argumentierten. Zweitens präsentiert der Autor mögliche politische Ziele, die mit der Teilnahme von Staaten an IIAs verbunden sind. Aufbauend auf Katzensteins und Okawaras methodologischem Plädoyer für „Analytischen Eklektizismus“ leitet er aus einer Vielzahl theoretischer Positionen mögliche Staatsintentionen ab. Zusätzlich nutzt er jüngste Reformentwicklungen als Indizien für ursprüngliche Intentionen von Vertragsmitgliedsstaaten. Durch die Anwendung des realistisch-prozesshaft en und des postmodern-diskursiven Paradigmas vertieft der Autor das Verständnis über die Th eoretischen Fundamente, auf welche die Interpretation von internationalem Investitionsrecht aufbaut. Zentrale Ergebnisse sind, dass erstens Intentionen eine ganz zentrale Rolle in der ISDS-Praxis spielten. In vielen Fällen ließen Schiedsgerichte auf der Basis von object and purpose, also der Zielsetzung eines IIA oder ähnlichen Konzepten, expansive Interpretationen zu. Prozessparteien und Tribunale fanden für Zielsetzungsargumente eine Vielzahl kreativer Anwendungsmöglichkeiten. Zweitens war die Interpretation von Investitionsschutzverträgen weder neutral noch apolitisch. Vielmehr wurde sie von wirkungsmächtigen Grundannahmen geprägt, die von dem normorientierten und dem instrumentell-systematischen Paradigma herrühren. Drittens ermutigte eine breites Spektrum politischer Ziele Staaten, IIAs zu unterzeichnen; z. B. der Wett bewerb um ausländische Direktinvestition( FDI), Macht und Zwang, oder innergesellschaft liche cleavages. Außerdem fi ndet sich, viertens, nur eines dieser Politikziele in der ISDS-Praxis wieder: die Bereitstellung vorteilhaft er Investitionskonditionen. Aufgrund dieser Erkenntnisse präsentiert und qualifiziert der Autor Politiklösungen, die das Potenzial haben, eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von Vertragsmitgliedsstaaten in der ISDS-Praxis zu garantieren.
Abstract
(Englisch)
The present thesis answers the question: What role have intentions of contracting parties to international investment agreements played within investor state dispute sett lement practice? First, the author carves out intentions identifi ed by tribunals throughout the history of ISDS. Furthermore, he shows how parties to proceedings and tribunals have used arguments related to intentions in the context of these proceedings. Second, the author points out possible political aims related to states’ participation in IIAs. Building on Katzenstein and Okawara’s methodological “Case for Analytical Eclecticism”, he deduces possible state intentions from a variety of theoretical positions. Additionally, he utilizes recent reforms of IIAs as evidence for original intentions of contracting parties. Applying the realist-processural and the postmodern-discursive paradigms, the author elaborates on the theoretical foundation the interpretation of international investment law is built on. Main findings are: first, intentions played a central rolein ISDS practice. In many cases, arbitral bodies allowed expansive interpretation on the basis of object and purpose, or related concepts. Parties, as well as tribunals, used arguments related to contracting parties’ intentions in a myriad of ways. Second, treaty interpretation was not neutral or apolitical. It was rather based on authoritative basic assumptions derived from the normative or instrumental-systematic paradigms of international law thinking. Third, a broad spectrum of political aims motivated states to sign IIAs; e. g. competition for FDI, power and coercion, or inner-societal cleavages. Fourth, only one of these policy goals was refl ected in ISDS practice: the will to att ract FDI. Based on these findings, the author presents and qualifi es policy solutions which have the potential to foster the respect of contracting parties’ intentions in ISDS practice.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Investor-State Dispute Settlement International Investment Law Political Theory Sovereignty Globalization
Schlagwörter
(Deutsch)
Investor-Staat Streitbeilegung Internationales Investitionsrecht Politische Theorie Souveränität Globalisierung
Autor*innen
Krischan Oberle
Haupttitel (Englisch)
Contracting parties’ intentions in investor state dispute settlementt
Hauptuntertitel (Englisch)
coherence between treaty interpretation and policy objectives?
Paralleltitel (Deutsch)
Intentionenen von Vertragsmitgliedsstaaten in Investor-Staat Streitbeilegung: Koährenz zwischen Interpretation und Politikzielen?
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
154 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
René Kuppe
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
71 Soziologie > 71.42 Wirtschaftliche Faktoren ,
74 Geographie > 74.08 Wirtschaftsgeographie ,
86 Recht > 86.02 Rechtsphilosophie ,
86 Recht > 86.17 Freiwillige Gerichtsbarkeit, Schiedsgerichtsbarkeit ,
86 Recht > 86.30 Internationales Privatrecht ,
86 Recht > 86.70 Internationales Wirtschaftsrecht ,
86 Recht > 86.92 Staaten und Räume im Völkerrecht ,
86 Recht > 86.99 Recht: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen: Sonstiges
AC Nummer
AC15151566
Utheses ID
43705
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
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