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Der Einsatz informeller Freiwilligenarbeit in der österreichischen Katastrophenhilfe
Michael Sartori
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Risikoprävention u Katastrophenmanagem.
Betreuer*in
Siegfried Jachs
DOI
10.25365/thesis.49488
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13162.68291.401069-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Informelle Freiwilligenarbeit nimmt in Österreich einen wichtigen Teil im frei gemeinnützigen Engagement der Bevölkerung ein. So beteiligen sich neben rund 360.000 Personen in formellen Freiwilligenorgansiationen weitere zwischen 170.000 und 288.000 informelle Freiwillige an Katastrophenhilfsdiensten.
Die Freiwilligendienste sind meist privat oder halbprivat organisiert. Im Einsatzfall arbeiten diese nach einem gemeinsamen Führungsverständnis und Führungssystem auf Basis der national vereinbarten Richtlinie für das Führen im Katastropheneinsatz.
Bislang ist spontane Freiwilligenarbeit in der österreichischen Katastrophenhilfe nicht im Fokus der Betrachtungen. Um die Lücke zwischen formeller Freiwilligenarbeit und informeller spontaner Freiwilligenarbeit in der professionellen Katastrophenhilfe zu schließen, wurde 2007 das Team Österreich geschaffen. Im Team Österreich können sich Personen registrieren, um im Anlassfall für Hilfseinsätze alarmiert zu werden. Außerhalb der Einsätze gehen sie keine weiteren Verpflichtungen ein, bei jedem Einsatz können sie frei entscheiden, ob sie teilnehmen wollen oder nicht.
Mit dieser Initiative wurde ein Werkzeug geschaffen, um nicht vororganisierte Freiwilligenarbeit wenigstens so weit zu organisieren, dass sie für professionelle Einsatzleitungen plan- und einsetzbar wird. Zudem werden durch ein Registrierungs- und Mindestschulungssystem die Risiken für die eingesetzten Freiwilligen und die anderen Einsatzkräfte minimiert.
Zwei beispielhaft betrachtete Großeinsätze zeigen die Konzepte des Team Österreich und auch den Einsatz völlig ungebundener spontaner Freiwilliger. Im Hochwassereinsatz 2013 erweist sich das Team Österreich als taugliches Instrument, die formellen Katastrophenhilfsorganisationen zu ergänzen. Viele Organisationen gemeinsam mit spontanen ungebundenen Freiwilligen konnten im Rahmen der großen Migrationsbewegung 2015 zwar eine humanitäre Katastrophe verhindern, aber es wurde noch deutlicher Bedarf an besserer Abstimmung offenbar.
Abstract
(Englisch)
Informal volunteering takes an important part in the general Austrian volunteering system. Beside about 360.000 people in formal voluntary agencies about 170.000 to approx. 288.000 persons are committed to disaster relief.
The voluntary element in the Austrian disaster relief system is organized in mainly private or semi-private organizations. In operations, all actors are using a common sense and system of governance and leadership, built on nationwide incident management guidelines.
Until now spontaneous volunteering is not in scope of Austrian disaster relief. To close the gap between formal disaster relief units and spontaneous volunteering, in 2007 the “Team Österreich” was founded. Anyone interested enters registration information via a web based database. That gives “Team Österreich” the opportunity, to call the member for operations. Beyond these, there are no further obligations. In case of an operation, the member takes its free decision, whether it will join the operation or not.
“Team Österreich” is a tool, for organizing spontaneous volunteering so, that it gets predictable and usable for operation commands. The registration process und a mandatory operation-briefing minimizes the risks for the volunteers an all other forces in an operation.
Two exemplary operations indicate different concepts. While the Danube flooding 2013, the “Team Österreich” proves suitable for an efficient incident management. A conglomerate of different initiatives and unaffiliated volunteers during the migration-movement 2015 managed to prevent a humanitarian catastrophe in Austria. However, there is still a lot of lessons to learn in issues related to cooperation of different actors.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
disaster relief disaster management volunteering informal volunteering Team Österreich
Schlagwörter
(Deutsch)
Katastrophenhilfe Katastrophenmanagement Freiwilligenarbeit informelle Freiwilligenarbeit Team Österreich
Autor*innen
Michael Sartori
Haupttitel (Deutsch)
Der Einsatz informeller Freiwilligenarbeit in der österreichischen Katastrophenhilfe
Paralleltitel (Englisch)
Deployment of informal volunteering in Austrian disaster relief
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
XVIII, 106 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Siegfried Jachs
AC Nummer
AC15030722
Utheses ID
43746
Studienkennzahl
UA | 992 | 242 | |
