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Chinesische Texte lesen lernen: Aktionsforschend begleitete Entwicklung und Erprobung eines didaktischen Konzepts zur Schriftsprachlichkeit chinesischer Gebrauchstexte
Christina Bazant-Kimmel
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Sinologie
Betreuer*in
Richard Trappl
DOI
10.25365/thesis.49498
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28779.74479.586453-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Nicht nur aufgrund des morphosyllabischen Schriftsystems, sondern vor allem wegen des schriftsprachlichen Stils stellt der Anspruch, authentische chinesische Gebrauchstexte auf fortgeschrittenem Anfängerniveau global zu verstehen, eine besondere Herausforderung dar.
In diesem Forschungsprojekt wurde ein didaktisches Konzept entwickelt, welches mittels authentischer alltäglicher Textbeispiele die Aufmerksamkeit der Studierenden auf typische schriftsprachliche Funktionswörter lenken und deren Verarbeitung zu sinnvollen Bedeutungseinheiten auf Phrasen- und Satzniveau trainieren soll. Ziel ist es, durch das rasche Erkennen dieser typischen schriftsprachlichen Strukturen bereits auf A2-Niveau an den Umgang mit authentischen alltäglichen, aber auch akademischen, chinesischen Gebrauchstexten heranzuführen.
Die praktische Anwendung des didaktischen Konzepts wurde im Rahmen der Aktionsforschung in mehreren Zyklen erforscht, in denen folgende Datenerhebungsmethoden verwendet wurden: schriftliche Reflexionen des Unterrichtsgeschehens in Form eines Lehrerinnentagebuchs (unterstützt durch Audioaufnahmen von Gruppendiskussionen) und Feedback-Fragebögen der Studierenden. Die Daten wurden mit überwiegend qualitativen Methoden analysiert, und die Ergebnisse flossen in den jeweils folgenden Unterrichtszyklus ein. Weiters wurden zwei Quasi-Experimente in Form einer selbstständigen Problembearbeitung durch die Studierenden durchgeführt, deren Daten einmal mittels Videoaufzeichnung der Gruppenarbeit und einmal durch das Sammeln von Studierenden-Arbeitsblättern erhoben wurden.
Durch die hohe Vorhersagbarkeit gewisser schriftsprachlicher Strukturen konnte eine gewisse Automatisierung der Verarbeitung von immer wiederkehrenden Bedeutungseinheiten erreicht werden, die weitere Bedeutungskonstruktion muss aber über bewusst gesteuerte Strategien, wie z.B. gezielter Wörterbucheinsatz, erfolgen. Besonders wichtig bei der Arbeit mit authentischem Lesematerial ist die Bewusstmachung und Reflexion der Bedeutungskonstruktionsprozesse, da das Chinesische aufgrund der fehlenden sichtbaren Wortsegmentierung und des hohen Grades an Polysemie bei Lernenden leicht zu „Sackgassen“ führen kann.
Abstract
(Englisch)
Understanding the gist of Chinese expository texts is a particular challenge for advanced beginners not only because of the morpho-syllabic writing system, but also due to the particular written style.
A didactic concept was developed to draw the students' attention to highly frequent literary function words in everyday texts, training their competence in processing them into relevant units of meaning. It is the goal to allow students already at the A2 level to approach work with authentic everyday and even academic texts by means of recognition of these characteristic literary structures.
The implementation of this new approach was investigated in several cycles using the framework of action research. Data collection techniques comprised a teacher journal (supported by audio recordings during lessons) and students' feedback questionnaires. The data were primarily analyzed by qualitative methods and the results incorporated into the following cycle. In addition, two quasi-experiments were conducted to elicit individual problem solutions by the students. These data were collected in the form of video recordings of group work and student worksheets.
Due to the predictability of specific literary structures a certain automatization in processing recurring units of meaning could indeed be achieved. Further construction of meaning, however, will have to be achieved through intentionally controlled strategies, e.g. targeted dictionary use. Of particular importance in working with authentic texts is creating awareness of the strategies for constructing meaningful chunks, since Chinese can easily lead into a "dead end" due to the absence of word segmentation and a high degree of polysemy.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Chinese as a foreign language Second language acquisition Sinology Reading research Action research Psycholinguistics Applied Linguistics
Schlagwörter
(Deutsch)
Chinesisch als Fremdsprache Sprachlehr-/-lernforschung Sinologie Leseforschung Aktionsforschung Psycholinguistik Angewandte Linguistik
Autor*innen
Christina Bazant-Kimmel
Haupttitel (Deutsch)
Chinesische Texte lesen lernen: Aktionsforschend begleitete Entwicklung und Erprobung eines didaktischen Konzepts zur Schriftsprachlichkeit chinesischer Gebrauchstexte
Paralleltitel (Englisch)
Learning to read Chinese texts : an action research based investigation of a new approach towards raising students’ awareness of the literary style in Chinese expository texts
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
253 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Richard Trappl ,
Eva Vetter
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.41 Sprachdidaktik ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.90 Chinesische Sprache und Literatur
AC Nummer
AC14509892
Utheses ID
43755
Studienkennzahl
UA | 092 | 388 | |
