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Disney als heimlicher Erzieher
Untersuchung der "guten Lehre" in Disney-Märchenfilmen
Inga Drews
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medientheorie
Betreuer*in
Manfred Öhner
DOI
10.25365/thesis.49618
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11613.77436.530386-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird den Fragen nachgegangen, ob die Märchenverfilmungen von Disney die „guten Lehren“ ihrer Textvorlagen übernehmen und ob man sie aufgrund dieser Basis als „heimliche Erzieher“ betrachten kann.
Spätestens seit den Brüdern Grimm wurden Märchen als eine Art Erziehungsmittel angesehen, vor allem für Kinder und Jugendliche, die die Geschichten vorgelesen bekommen haben. Durch die „gute Lehre“, die in den Märchen zu finden ist, wurden den Zuhörerinnen und Zuhörern aufgezeigt, wie man sich „richtig“ verhält, in moralischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Dabei waren die Botschaften der Märchen auf die jeweilige Zeit und die Kontexte angepasst. Die „gute Lehre“ bestand nicht nur durch Ermahnungen, Verbote und feste Regeln, sondern viel mehr in den Figuren der Märchen und ihren Eigenschaften, welche als Vorbilder und Leitmodelle dienten.
Da Filme durchaus in der Pädagogik eingesetzt werden können – intentional oder nichtintentional – und Märchen durch Verfilmungen auch in dem audiovisuellen Medium zur Verfügung stehen, ermöglicht es die Kombination von Film und Märchen, auch an Zuschauerinnen und Zuschauer eine „gute Lehre“ zu richten. In Märchenfilmen von Disney, die durch den Prozess der Disneyanisierung unterschiedlich stark von ihren Vorlagen abweichen, hängt die „gute Lehre“ sehr von den Figuren ab. Die Prinzessinnen und die Prinzen, aber auch die Helfer und die Bösewichte stehen im Dienst der Moral und können daher auch als Lehrfiguren angesehen werden. Dabei ist zu bemerken, dass die Figuren und die Filme ihrer jeweiligen Entstehungszeit angepasst sind. Dementsprechend ist eine Entwicklung der stereotypen Figuren der Prinzessin und des Prinzen zu beobachten.
Abstract
(Englisch)
The master thesis is focused on Disney fairy tale films and to what extent they deal with the moral education of the original tales.
Since the Brother Grimm published their collection of fairy tales, they started to be used as educational tools that were supposed to teach children and adolescents. The good doctrine (german: “gute Lehre”), which is part of every fairy tale, was supposed to show how to behave “right” in terms of morality and society standards. Therefore, fairy tales are often being adjusted to new societal measures and reflect the time in which they are situated. The good doctrine did not just include warnings, prohibitions and set rules but furthermore the characters of the fairy tales also represented role models of good behavior.
Since films can also be used in educational purpose – whether intentional or nonintentional – and fairy tales have also been adapted to the screen, the combination of film and fairy tale can also direct the good doctrine at these audiences. Because fairy tales undergo a process referred to as disneyfication, which is why the story of the films often vary from the original tale, the good doctrine is strongly connected to the characters. The princesses and princess, as well as the allies and antagonists, are highly moral characters and therefore can be viewed as teaching characters. Since Disney films and their characters are adapted to a specific time in which they were produced, there is a visible development of stereotypes of princess and princess.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Disney Education Fairy Tales
Schlagwörter
(Deutsch)
Disney Märchenfilm Märchen Erziehung
Autor*innen
Inga Drews
Haupttitel (Deutsch)
Disney als heimlicher Erzieher
Hauptuntertitel (Deutsch)
Untersuchung der "guten Lehre" in Disney-Märchenfilmen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
106 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Öhner
Klassifikationen
24 Theater > 24.31 Systematische Filmwissenschaft ,
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC14514745
Utheses ID
43863
Studienkennzahl
UA | 066 | 582 | |
