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Die Entstehung der Apostolischen Administration Burgenland
die kirchenrechtliche Regelung des Burgenlandes durch den Heiligen Stuhl 1918-1922
Peter Schmidt
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Geschichte
Betreuer*in
Marija Wakounig
DOI
10.25365/thesis.49701
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22034.37976.230678-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Apostolische Administration für das Burgenland war Vorgänger der heutigen Diözese Eisenstadt. Sie entstand nach dem Abschluss der Friedensverträge, welche Österreich und Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg zu unterzeichnen hatten. Der Heilige Stuhl war anschließend gezwungen, eine kirchenrechtlich-territoriale Neuordnung vorzunehmen. Er musste jedoch eine besonders weitsichtige Politik betreiben, weil seine entscheidenden Motive von religiösem Charakter waren. Nach der Vorstellung der Quellenlage und des Forschungsstandes wird in der Dissertation zuerst der politische und kirchenrechtliche Hintergrund Westungarns bis 1918/1919 skizziert, anschließend auch die österreichischen und ungarischen Lösungskonzepte für die kirchliche Regelung des Gebietes. Breiter Raum wird für die Schilderung der diplomatischen Bemühungen der zwei Länder beim Heiligen Stuhl gewidmet. Ein Schwerpunkt der Dissertation stellt die Westungarnpolitik der päpstlichen Kurie dar, welche von ihrer Entwicklung unter Benedikt XV. bis zur letztendlichen Errichtung der Apostolischen Administration unter Pius XI. präsentiert wird. Ein besonderes Augenmerk kommt den beiden, von der Maßnahme Roms unmittelbar betroffenen westungarischen Bischöfen zu, aber auch das Verhalten der ihnen unterordneten Geistlichkeit und Lehrerschaft wird analysiert, wie auch jene der Gläubigen. Die Einstellung des Erzbischofs von Wien zur Westungarnfrage wird ebenfalls vorgestellt. Einer der wesentlichen Voraussetzungen für die kirchliche Selbständigkeit des Burgenlandes war die Festlegung der endgültigen Staatsgrenze zwischen Österreich und Ungarn, sodass die Wiener Regierung ihre Position erst nach der Ödenburger Volksabstimmung im Dezember 1921 beim Heiligen Stuhl durchsetzen konnte. Papst Pius XI. errichtete am 2. Mai 1922 die Apostolische Administration für das Burgenland und sechzehn Tage später ernannte er den Wiener Kardinal Friedrich Gustav Piffl an ihre Spitze.
Abstract
(Englisch)
The Apostolic Administration of Burgenland was the predecessor of the Roman Catholic Diocese of Eisenstadt. It was established after World War I, following the signing of peace treaties between Austria and Hungary. The new political borders called for the reorganisation of the church provinces. After the presentation of the source material and the current state of research, a broad outline of the political and ecclesiastical background of Western Hungary is given until 1918/1919. Then, Austrian and Hungarian concepts for reorganising the ecclesiastical jurisdiction of the territory are dealt with. Diplomatic efforts of the two states between 1919 and 1922 to influence the decision-making of the Holy See regarding Western Hungary are detailed at great length. However, one of the key issues of the paper is to analyse the policies of Benedict XV that eventually led to the forming of the Apostolic Administration under his successor, Pius XI. The two bishops of Western Hungary affected by the measures of the Vatican are given special attention, and the views of the Archbishop of Vienna about Western Hungary are also presented to the reader. One of the main preconditions for an independent church administration of Burgenland was the final settlement of the boundaries between Austria and Hungary. It was only after the Sopron plebiscite that Austrian interests regarding Burgenland could finally be asserted at the Holy See. On May 2, 1922, the new pope Pius XI established the Apostolic Administration of Burgenland and sixteen days later appointed Cardinal Piffl of Vienna as its leader.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Apostolic Administration Burgenland Western Hungary Hungary Austria Holy See Catholic Church 20th century Roman Catholic Diocese of Győr Roman Catholic Diocese of Szombathely Roman Catholic Diocese of Eisenstadt
Schlagwörter
(Deutsch)
Apostolische Administration Burgenland Westungarn Ungarn Österreich Heiliger Stuhl Katholische Kirche 20. Jahrhundert Bistum Raab Bistum Steinamanger Diözese Eisenstadt
Autor*innen
Peter Schmidt
Haupttitel (Deutsch)
Die Entstehung der Apostolischen Administration Burgenland
Hauptuntertitel (Deutsch)
die kirchenrechtliche Regelung des Burgenlandes durch den Heiligen Stuhl 1918-1922
Paralleltitel (Englisch)
The Genesis of the Apostolic Administration of Burgenland. The Ecclesiastical Settlement of the Burgenland Question by the Holy See, 1918-1922
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
225 Seiten : Illustrationen, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Marija Wakounig ,
Arnold Suppan
AC Nummer
AC14499136
Utheses ID
43943
Studienkennzahl
UA | 092 | 312 | |
