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Sprachbasierte Indexikalität und ihre Funktion in Wiener Kabarett-Texten in den 1950er und 1960er Jahren
eine soziolinguistische Analyse
Johanna Prokopp
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Austrian Studies - Cultures, Literatures, Languages
Betreuer*in
Manfred Glauninger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.49708
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22034.40434.525772-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht ausgewählte nonstandarddeutsche („dialektale) Elemente in schriftlich veröffentlichen Texten des „Kabaretts ohne Namen“ aus den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die im Schriftbild identifizierbaren „Dialekt“-Marker werden vor dem Hintergrund der Theorie sprach(variations)basierter Indexikalität als Hinweise (cues) im Rahmen von Kontextualisierungsverfahren interpretier. Es handelt sich dabei um folgende Kategorien: a-Verdumpfung, Definit-/Indefinitartikel, Deminutive, Elision/Tilgung, Lexik. Die Theorie der Indexikalität (des Gebrauchs von Sprache) bildet die Basis der linguistischen Kontextualisierungstheorie. Diese wurde lange Jahre hindurch vor allem auf den Bereich der gesprochenen Sprache angewandt. In vorliegender Arbeit wird sie nun zur Analyse von – für die Aufführung auf der Bühne – geschriebenen literarischen Texten appliziert. Auf Grundlagen der Kontextualisierungstheorie baut ebenso jene Annahme pragmatisch-kommunikativer Funktionalität der „Intra-SprecherInnen-Variation“ auf, dass durch das variations- bzw. varietätenspezifisch Kommunizierte bestimmte Assoziationen hervorgerufen werden. Alle drei Paradigmen (Indexikalität, Kontextualisierung und Intra-SprecherInnen-Variation) gehen davon aus, dass die Bedeutung sprachlicher Äußerungen immer von ihrem Kontext abhängig ist und vom Weltwissen, das jeder Sprecher/jede Sprecherin besitzt, und dass zugleich dieser Kontext kommunikativ erzeugt wird. Anhand des Klassifizierungssystems von SCHENKER (1977) werden die Kabaretttexte in verschiedene Gruppen unterteilt. In Anlehnung an das Modell von GEYER (2015) werden die Funktionen des „Dialekts“ in den untersuchten fiktionalen Texten interpretativ bestimmt. Durch ein bewusstes Einsetzen von „Dialekt“-Markern sollten demzufolge wohl vor allem länder- und bevölkerungsspezifische Stereotype beim Publikum evoziert werden und und kontextualisierende Wirksamkeit entfalten. Alle ausgewählten Marker sind repräsentativ für die jeweiligen Kategorien und sind eine qualitative Auswahl der in den fiktionalen Kabaretttexten gefundenen Marker.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kabarett Kontextualisierung Kontext Indexikalität Helmut Qualtinger Marker Intra-SprecherInnen-Variation
Autor*innen
Johanna Prokopp
Haupttitel (Deutsch)
Sprachbasierte Indexikalität und ihre Funktion in Wiener Kabarett-Texten in den 1950er und 1960er Jahren
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine soziolinguistische Analyse
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
106 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Glauninger
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik: Allgemeines
AC Nummer
AC15227169
Utheses ID
43948
Studienkennzahl
UA | 066 | 818 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1