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Kulturbildnis in Auflösung
die Repräsentation der mexikanischen Kultur in der
zeitgenössischen Malerei
Julia Elisabeth Maria Schwaiger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Kathrin Sartingen
DOI
10.25365/thesis.4933
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29578.56615.775869-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wird die Entwicklung der Darstellungsweise der mexikanischen Kultur in der Malerei untersucht. Es stellen sich die Fragen, in welcher Form die Kultur repräsentiert wird und welche Rolle politische und geschichtliche Veränderungen in diesem Prozess spielen.
Ausgehend von Benedict Andersons Begriff der „imagined political community“ und anhand der geschichtlichen Entwicklung Mexikos werden die Veränderungen des Kulturbildes erläutert und begründet. Außerdem wird gezeigt, dass die Begriffe Identität, Kultur und Nation ausgehandelte Normen sind, die sich ständig verändern und gegenseitig beeinflussen.
Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Mexiko das Kulturbild in der Malerei vor allem durch die Politik des postrevolutionären Staates geprägt war, lässt sich bis ins 21. Jahrhundert eine Entwicklung hin zu einer freieren, entpolitisierten Betrachtungsweise feststellen, die die Auflösung alter, in der mexikanischen Kultur fest verankerter Bilder mit sich bringt. Diese Veränderung wird anhand von Beispielen aus der mexikanischen Malerei des „Muralismo“ und durch Werke des zeitgenössischen Künstlers Daniel Lezama verdeutlicht. Durch die Betrachtung der Geschichte wird auch sichtbar, dass zu Zeiten des wirtschaftlichen Wohlstands und der sozialen und politischen Sicherheit, der Bedarf nach Identitätsbildung sinkt, während in Zeiten der Krise häufig die Bildende Kunst zur Schaffung einer Nation bzw. einer einheitlichen Identität herangezogen wird, um das politische System zu festigen.
Die in der Arbeit präsentierten Aspekte machen deutlich, dass gerade in Zeiten der Globalisierung und von Migrationsbewegungen weder Nation, noch Kultur, noch Identität örtlich an ein bestimmtes Territorium gebunden sind und dass es den Staaten immer schwerer fällt, eine einheitliche Identität zu erzeugen.
In die Arbeit ist ein Abbildungsteil integriert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Mexikanische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts Muralismo Daniel Lezama Chicanos mexikanische Kultur
Autor*innen
Julia Elisabeth Maria Schwaiger
Haupttitel (Deutsch)
Kulturbildnis in Auflösung
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Repräsentation der mexikanischen Kultur in der
zeitgenössischen Malerei
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
173 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kathrin Sartingen
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft
AC Nummer
AC07668197
Utheses ID
4398
Studienkennzahl
UA | 236 | 352 | |
