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Das Spanisch in Argentinien und Chile
Frederick Gross
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Spanisch UF Musikerziehung
Betreuer*in
Peter Cichon
DOI
10.25365/thesis.49765
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10958.06063.260465-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Sprachgeschichte der beiden südamerikanischen Länder Argentinien und Chile und zeigt die historischen Verläufe auf, die zu unterschieden zwischen den Nachbarländern geführt haben, deren Spanisch trotz geografischer Nähe sehr unterschiedlich ist.
Neben der Frage nach sprachlicher Einheit in Latinoamerika, beschäftigt sich der erste Teil der Arbeit mit der Binnengliederung Hispanoamerikas und der Andalucismo-Theorie. Dabei werden die wichtigsten Vorschläge für eine Einteilung in regionalsprachliche Varianten aufgezeigt, wobei keine der Gliederungen eine zufriedenstellende Lösung darstellt. In Bezug auf die Andalucismo-Theorie, die die Grundlage für das Spanisch Lateinamerikas in der andalusischen Variante sieht, gibt es in der Wissenschaft Befürworter/innen und Gegner/innen, deren Argumente jeweils dargelegt werden und Stellung dazu genommen wird. Danach folgt eine Darstellung der für Hispanoamerika typischen Charakteristika aus Phonetik, Morphonsyntax und Lexik, wobei hier genauer auf Archaismen und Indigenismen eingegangen wird.
Im weiteren Verlauf wird Argentinien thematisiert, welches im Zuge seiner Unabhängigkeit von Spanien im Rahmen der Generación del 37 eine eigene nationale Sprache und Literatur anstrebte und im 19. Jahrhundert dann vor allem durch italienische Einwanderer/innen sprachlich geprägt wurde. Neben dem Cocoliche entstand auch der Lunfardo, durch den viele Italianismen ins Spanische aufgenommen wurden.
Chile wurde im 19. Jahrhundert vor allem von Andrés Bello geprägt, der der Universität von Chile eine Orthografiereform vorschlug, die schlussendlich durch bildungspolitische Maßnahmen zunächst größtenteils, drei Jahre später jedoch lediglich in Ansätzen verwirklicht wurde. In Bezug auf die Lexik wurde Chile durch Germanismen beeinflusst, da die deutschsprachigen Einwanderer/innen die größte Immigrantengruppe darstellte. Allerdings ist der Anteil an Germanismen, der sich bis heute gehalten hat, nicht so groß wie beispielsweise der Anteil an Italianismen in Argentinien.
Im letzten Teil wird die Normdiskussion zwischen Andrés Bello und Domingo Faustino Sarmiento dargestellt, in der sich beide für einen von der iberischen Norm unabhängigen Standard für Lateinamerika einsetzten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Argentinien Chile Voseo Seseo Andalucismo Binnengliederung Andrés Bello Domingo Faustino Sarmiento
Autor*innen
Frederick Gross
Haupttitel (Spanisch)
Das Spanisch in Argentinien und Chile
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
89 Seiten
Sprache
Spanisch
Beurteiler*in
Peter Cichon
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.14 Vergleichende Sprachwissenschaft
AC Nummer
AC15067491
Utheses ID
43999
Studienkennzahl
UA | 190 | 353 | 593 |
