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Die Gesamtschuldebatte im historischen Kontext am Beispiel von Condorcet und Oestreich
ein Vergleich der derzeitigen Argumente zur Einführung
der Gesamtschule mit historischen Schriften
Sonja Bauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Stefan Thomas Hopmann
DOI
10.25365/thesis.4940
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29062.31321.579163-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Fokus vorliegender Diplomarbeit ist es, die aktuelle Gesamtschuldebatte in Österreich unter dem Namen „Neue Mittelschule“ in einen historischen Kontext zu stellen. Die Literatur weist eine sehr lange geschichtliche Tradition dieses Themas vor, welche ihren Ausgangspunkt bereits im 17. Jahrhundert bei Comenius nimmt. Die Diplomarbeit konzentriert sich aber nicht auf die gesamte Debatte sondern setzt die Argumente der Gesamtschulbefürworter ins Zentrum. Verglichen werden nun diese Argumente der aktuellen Debatte um die „Neue Mittelschule“ mit denen zweier historischer Quellen. Es handelt sich hierbei um die Argumente von Marie Jean Antoine Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet (1743 – 1794) und um jene von Paul Oestreich (1878 – 1959). Mittels hermeneutischer Methode im Sinne einer Textanalyse und mit Hilfe der Arbeitsschritte einer Kontingenzanalyse werden ausgewählte Texte der angegebenen Quelle untersucht und miteinander verglichen. Der Vergleich der Argumente basiert hauptsächlich auf folgenden 4 Kategorien: pädagogisch – psychologisch, bildungsökonomisch, bildungstheoretisch und bildungspolitisch, welche jede für sich eine voneinander abgegrenzte Argumentationsführung beinhaltet. Es kann in vorliegender Diplomarbeit gezeigt werden, dass die Argumente, die von den Initiatoren der „Neuen Mittelschule“ für eine Rechtfertigung ihrer Einführung herangezogen werden, im Vergleich mit den angegebenen historischen Quellen eine starke historische Kontinuität auf der Wirkungsebene der Argumente aufweisen. Unterschiede bilden die Motivationen, aus denen heraus die Argumente hervorgebracht worden sind. Diese sind stark zeit- und personengebunden. Um die historische Kontinuität des Gesamtschulgedankens auf ein breiteres Fundament zu stellen, wird in vorliegender Diplomarbeit zusätzlich zu den Hauptvergleichsquellen ein Bogen um das Thema Gesamtschule gespannt, welcher die Entwicklungslinie dieser Idee beginnend bei Comenius im 17. Jahrhundert über Humboldt und Süvern im 18. und 19. Jahrhundert, hin zu den „Forderungen der Gründungsversammlung des Allgemeinen Deutschen Lehrervereins“ darstellt. Weiters wird der Gesamtschulgedanke im 20. Jahrhundert bei Schulz sowie beim Bund „Entschiedener Schulreformer“ aufgegriffen und nach dem 2. Weltkrieg vor allem am Beispiel der „Re-Education“ weiterverfolgt. Mittels Darstellung der Gesamtschulexperimente in Österreich von 1922 – 1926 und 1971 – 1983 schließt der Bogen unmittelbar am Ausgangspunkt der vorliegenden Diplomarbeit - der Argumentationsführung der Initiatoren der „Neuen Mittelschule“ – an.
Abstract
(Englisch)
The main focus of this diploma theses is putting the current Austrian comprehensive school debate, which runs under the name “Neue Mittelschule”, into an historical context. The literature has a longstanding tradition on this topic, dating back to Comenius in the 17th century. This diploma theses does not concentrate on the whole debate on this topic, but rather points out the arguments brought up by the comprehensive school supporters. The arguments of the current discussion about the “Neue Mittelschule” will be compared to two historical sources, namely the arguments of Marie Jean Antoine Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet (1743 – 1794) on one hand and Paul Oestreich (1878 – 1959) on the other. Chosen text of the stated sources will be investigated and compared, by the means of hermeneutic methods in the sense of textanalyses and with the help of the individual operations of an contingence-analyses. The comparison of the arguments is mainly based on the following four categories: pedagogic – psychological, educational-economical, educational-theoretical and educational-political, which are implying different argumentational strategies. This diploma theses shows, that the arguments brought up by the initiators of the “Neue Mittelschule” in support of its introduction display a strong historical continuity on the impact level of the arguments when compared with the stated historical sources. Differences are formed by the motivations, by which these arguments are brought up. They are strongly time- and person bound. To place the historical continuity of the comprehensive school thought on a broad fundament, this diploma work makes a combination beside the main comparison sources, which presents the developmental line of this idea starting with Comenius in the 17th century proceeding to Humboldt and Süvern in the 18th and 19th century and finally leading to the “Forderungen der Gründungsversammlung des Allgemeinen Deutschen Lehrervereins”. Furthermore the comprehensive school thought in the 20th century of Schulz and of the league “Entschiedner Schulreformer” is picked up and is further progressed after the 2nd world war to the example of the “re-education”. By means of presenting the comprehensive school experiments in Austria between 1922 – 1926 and 1971 – 1983 this work leads to its starting point – the main arguments of the initiators of the “Neue Mittelschule”.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
comprehensive school Condorcet Oestreich
Schlagwörter
(Deutsch)
Gesamtschule Condorcet Oestreich
Autor*innen
Sonja Bauer
Haupttitel (Deutsch)
Die Gesamtschuldebatte im historischen Kontext am Beispiel von Condorcet und Oestreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich der derzeitigen Argumente zur Einführung
der Gesamtschule mit historischen Schriften
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
153 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Thomas Hopmann
Klassifikation
81 Bildungswesen > 81.99 Bildungswesen: Sonstiges
AC Nummer
AC07711047
Utheses ID
4405
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
