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Von der Transición zum autoritären Etatismus?
zur Aktualität der poulantzianischen Staatstheorie am Beispiel der Transformationen der spanischen Demokratie
Lukas Humer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Jens Wissel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.49938
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17121.79294.926959-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit zeigt, dass sowohl die Konsolidierung der spanischen Demokratie nach 1982 als auch Erosionserscheinungen im Kontext der Finanzkrise von 2007 vor dem Hintergrund eines spezifischen Arrangements des autoritären Etatismus nach Nicos Poulantzas verstanden werden können. In beiden Zeiträumen wurde die verfassungsrechtlich begünstigte Unterordnung der Legislative unter die Regierung und die Position des Regierungschefs verschärft. Die als „Staatsparteien“ verstandenen Parteien PSOE und PP waren alternierend von funktionaler Bedeutung für die Umsetzung der umstrittenen Austeritätspolitik innerhalb der Anforderungen des Europäischen Marktes. Sie sahen sich im Zuge der Finanzkrise ab 2010 mit einer Legitimitätskrise konfrontiert. Das in diesem Kontext 2015 verabschiedete „Gesetz zum Schutz des Bürgers“ unterstreicht die Aufwertung partikularer Rechtssetzung bei geschwächter Gewaltenteilung. Diese Transformationen des spanischen Staates wurden maßgeblich durch den spezifischen Gründungsvorgang der Demokratie in der Transición und durch die fortschreitende Internationalisierung der Staatlichkeit beeinflusst.
Abstract
(Englisch)
This Master’s Thesis provides evidence that both the consolidation of Spanish democracy in the 1980s and its partial erosion in the aftermath of the financial crises of 2007 can be understood within Nicos Poulantzas’ concept of authoritarian statism. There has been a significant transfer of power from the legislature to the executive and to the prime minister during both analysed periods. Characterized as “state parties”, the socialist PSOE and the conservative PP played a key role in implementing highly controversial austerity measures in order to comply with the requirements of the European single market. As a consequence, the bipartisan system was challenged by a “crisis of legitimacy” after the financial crises had struck Spain in 2010. Within this context, the “law on public security” passed in 2015 demonstrates that the weakened separation of powers favoured particularism in the process of law making and secured the state’s capacity to executive action. Unlike Poulantzas’ historical observations regarding western European countries, these developments are to be understood against the background of the specific restoration of Spanish democracy in the process of transición and in the context of multi-level statehood due to internationalization and Europeanization.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Nicos Poulantzas Poulantzas Authoritarian Statism Spain Austerity Crisis Ley Mordaza Partido Socialista Obrero Español Partido Popular
Schlagwörter
(Deutsch)
Nicos Poulantzas Poulantzas Autoritärer Etatismus Spanien Austeritätspolitik Krise/ Ley Mordaza Partido Socialista Obrero Español Partido Popular
Autor*innen
Lukas Humer
Haupttitel (Deutsch)
Von der Transición zum autoritären Etatismus?
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Aktualität der poulantzianischen Staatstheorie am Beispiel der Transformationen der spanischen Demokratie
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
102 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jens Wissel
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.30 Politische Systeme: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.32 Staatsformen, Regierungsformen ,
89 Politologie > 89.35 Demokratie ,
89 Politologie > 89.40 Innere Beziehungen des Staates: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
AC Nummer
AC14512902
Utheses ID
44158
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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