Detailansicht

Reflexion angehender DaF-Lehrpersonen zum Umgang mit lernerInnenspezifischen Eigenschaften
am Beispiel eines Videokonferenzprojektes mit japanischen Lernenden
Sarah Ferchau
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Karin Schramm
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31182.77802.743467-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Reflexion ist gegenwärtig eine anerkannte Schlüsselqualifikation in der Lehrendenexpertise, die die Evaluation eigenen und fremden Handelns und daraus resultierender Ergebnisse darstellt. Reflexive Auseinandersetzung mit der stetig wechselnden Unterrichtsrealität versetzt in die Lage, durch einen lebenslangen Lernprozess professionell zu handeln. Für eben diese unterrichtliche Auseinandersetzung eignet sich die Videokonferenz, denn sie eröffnet eine neue Perspektive, den Unterrichtsalltag erfahrbar werden zu lassen und die angehenden Lehrkräfte zum Problemhandeln und zum Reflektieren anzuleiten. Die hier präsentierte Studie verfolgte dabei das Ziel, die Selbstreflexionsprozesse der (angehenden) Lehrpersonen innerhalb eines Videokonferenzprojektes aufzuzeigen und die damit verbundene Entwicklung zu verdeutlichen. Dies geschah mittels qualitativer und quantitativer Untersuchungen von videokonferenzbegleitenden schriftlichen Reflexionsbögen von vier Studierenden und der aspektorientierten qualitativen Analyse zweier Konferenzaufnahmen eines Seminars des Fachbereichs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Wien. Die inhaltsorientierte Datenanalyse verdeutlichte dabei im Vergleich mit der Videoaufnahme die relevanten Reflexionsinhalte und – schritte. Die Studie präsentiert, wie die (angehenden) Lehrpersonen Schritt für Schritt eine Reflexionskompetenz erwarben. Dies kann entscheidend zu einem professionellen Handeln im Unterricht beitragen. Lehrende müssen in der Lage sein, nicht nur im Unterricht direkt zu reflektieren und ihr Handeln anzupassen, sondern auch auf längere Sicht die Reflexionspraxis als Teil eines lebenslangen Lernens zu verwenden. Basierend auf diesen Ergebnissen wird dazu angeregt, dass Ausbildungsstätten mehr Beachtung und Konzentration einsetzen sollten, dass Studierende nicht nur mehr praktische Erfahrungen erwerben, sondern auch intensiver lernen diese zu reflektieren und sich dadurch neues Wissen anzueignen. Ein Videokonferenzprojekt könnte hier eine produktive Lösung darstellen, da sich hier neue, noch wenig beachtete Möglichkeiten der unterrichtlichen Erfahrung mit einer Bandbreite an reflexivem Potenzial bieten.
Abstract
(Englisch)
Reflection is currently a recognized key qualification in the teaching proficiency, which is the evaluation of one's own and others' actions and the resulting outcomes. A reflexive examination of the constantly changing teaching reality enables us to act professionally through a lifelong learning process as a teacher. The video conferencing is suitable for precisely this classroom-based debate since it opens up a new perspective on teaching everyday lessons and to guide the teachers to deal with problems and to reflect. The study presented here aimed to demonstrate the self-reflection processes of the (pre-service) teachers within a video conferencing project and to illustrate the related development. This was done by means of qualitative and quantitative investigations of video-conference-accompanying written reflections from four students and the aspect-oriented qualitative analysis of two conference recordings of a seminar of the Department of German as a foreign and second language at the University of Vienna. At the same time, the content-oriented data analysis clarified the relevant reflection contents and steps in comparison with the video recording. The study presents how the (approaching) teachers gradually acquired a reflection competence. This can make a decisive contribution to professional action in teaching. Teachers must be able not only to reflect directly in teaching and to adapt their actions but also to use reflective practice as a part of lifelong learning over the longer term. On the basis of these results, it is suggested that training establishments should take more attention and concentration, that students acquire not only more practical experience but also learn more intensively to reflect them and thereby acquire new knowledge. A video conferencing project could be a productive solution since new, still, little-noticed possibilities of teaching experience with a range of reflexive potential are offered here.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
German as a foreign and second language teacher reflection self-reflection processes video conferencing pre-service teacher education
Schlagwörter
(Deutsch)
Deutsch als Fremd- und Zweitsprache Reflexion bei Lehrpersonen Reflexionsprozess Videokonferenzen LehrerInnenausbildung LehrerInnenbildung
Autor*innen
Sarah Ferchau
Haupttitel (Deutsch)
Reflexion angehender DaF-Lehrpersonen zum Umgang mit lernerInnenspezifischen Eigenschaften
Hauptuntertitel (Deutsch)
am Beispiel eines Videokonferenzprojektes mit japanischen Lernenden
Paralleltitel (Englisch)
Pre-service German as a foreign language teacher reflection on handling learner specific characteristics : using the example of a video conferencing-project with Japanese learners
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
161 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karin Schramm
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.41 Sprachdidaktik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.09 Deutsche Sprache ,
80 Pädagogik > 80.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC14527064
Utheses ID
44225
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1