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Rechtsfragen der Kunstmuseen mit Schwerpunkt auf dem Verkauf von Sammlungsbeständen anhand ausgewählter europäischer Sammlungen
Marie-Theres Glück
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Rechtswissenschaften Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Gerte Reichelt
DOI
10.25365/thesis.50079
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17122.05056.547254-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Dissertation sammelt, analysiert und bewertet die rechtlichen Rahmenbedingungen der Abgabe von Objekten aus Sammlungsbeständen öffentlich zugänglicher Museen durch deren Verkauf (Deakzession). Sie skizziert dabei den Status Quo des bislang vorhandenen Regelwerks, zeigt Stärken, Schwächen und Lücken der gängigen Praxis auf und leitet mögliche Lösungsszenarien aus rechtlichem Blickwinkel her. Nach einer Einführung in die relevante Terminologie und Entwicklungsgeschichte wird die Österreichische Rechtslage im Detail untersucht: Der Begriff des Kunstmuseums wird zunächst über Gesetze und Entscheidungen hergeleitet, anschließend wird das Bundesmuseen-Gesetz als eine der anwendbaren Rechtsquellen beleuchtet. Die rechtsgeschäftliche Verfügung über Objekte im Museumskontext wird anhand allgemeiner verfassungs- und zivilrechtlicher sowie anhand spezifischer Museumsgesetzgebung analysiert. Ein überblicksmäßiger Vergleich zu relevanten Deutschen und Schweizer Regelungsinstrumenten setzt die gezogenen Schlüsse aus der Situation in Österreich in den internationalen Kontext. Ausgewählte Praxisbeispiele aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zeigen auf, inwieweit Deakzessions-Szenarien in den Rahmen bereits vorhandener Lösungsinstrumente fallen bzw. veranschaulichen die Notwendigkeit deren Änderung oder Ergänzung. Die Analyse leitet Aussagen aus den gewonnen Erkenntnissen ab und zeigt Parallelen und Lücken auf, welche das Résumé – nach einer Zusammenfassung - versucht zu schließen. Die Beschränkung auf die Länderauswahl Österreich, Deutschland und Schweiz erklärt sich durch den internationalen Kontext des Themas und durch die Notwendigkeit einer geographischen Einschränkung. Bei der vorliegenden Auswahl bot sich eine Vergleichsmöglichkeit aufgrund gleichsprachiger Rechtsgrundlagen und aufgrund von teilweisen Gemeinsamkeiten bei zivilrechtlichen und kulturgüterschutzrechtlichen Regelungsinstrumenten. Die Arbeit stützt sich in großen Teilen auf Berichterstattung aus der internationalen Presse, ergänzt durch Publikationen von Akteuren aus Politik, Kunstmarkt und Rechtswesen. Subsumiert werden die Fallbeispiele und Plädoyers unter die vorhandenen ethischen Richtlinien und Rechtsnormen. Erstere ergeben sich durch Kodifikationen und Leitfäden von Museumsbündnissen und kulturpolitisch Verantwortlichen. Letztere werden aus der Museumsgesetzgebung hergeleitet. Interviews mit Fachleuten aus Museumswelt und Kunstmarkt füllen etwaige Lücken, die die Literatur hinterlassen hat. Interviews erfolgten persönlich und ohne standardisierte Fragen. Die Dissertation arbeitet mit qualitativen Forschungsmethoden; es wurden keinerlei Datensätze ausgewertet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kulturrecht Europarecht
Autor*innen
Marie-Theres Glück
Haupttitel (Deutsch)
Rechtsfragen der Kunstmuseen mit Schwerpunkt auf dem Verkauf von Sammlungsbeständen anhand ausgewählter europäischer Sammlungen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
231 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Gerte Reichelt ,
Wolfgang Wieshaider
Klassifikation
86 Recht > 86.90 Europarecht: Sonstiges
AC Nummer
AC15050366
Utheses ID
44279
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
