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Zur Psychophysik von Inhalt und Stil in der Kunstwahrnehmung
Claudia Gross
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Claus-Christian Carbon
DOI
10.25365/thesis.4967
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30478.27956.653359-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Durch die systematische Variation der Aspekte Kontrast, Saturiertheit, Low-Pass und High-Pass in Gemälden wurde der Versuch unternommen die zugrunde liegende Psychophysik von Inhalt und Stil in der Kunstwahrnehmung aufzudecken. D.h. das Forschungsinteresse richtete sich zum Einen darauf wie sich verschiedene Kunststile anhand von wahrnehmungsbezogenen Gegebenheiten unterscheiden. Zum Anderen wurde untersucht wie die zuvor genannten Manipulationen die Wahrnehmung von Motiven in Kunstwerken beeinflussen. Eine unterschiedliche Wahrnehmung von Inhalt und Stil als den beiden hervorstechendsten Merkmalen von bildender Kunst kann aus folgenden theoretischen Annahmen erwartet werden: Die Wahrnehmung des Inhalts von Gemälden entspricht jener von alltäglichen Objekten und Szenen, während der Wahrnehmung des Stils nur in kunstspezifischen Situationen Bedeutung zukommt (Augustin et al., 2008).
Das per Computer präsentierte Stimulusmaterial basierte auf Gemälden von vier Künstlern, die vier verschiedene Motive darstellten. Die Wahrnehmungsleistungen der Studienteilnehmer wurden durch paarweise Ähnlichkeitsvergleiche von Originalbildern und manipulierten Versionen davon operationalisiert, wobei unterschieden wurde, ob sich diese auf das Motiv oder den Stil beziehen sollten. Die Ergebnisse zeigen größere Auswirkungen aller Manipulationen auf die Wahrnehmung des Stils als auf die des Inhalts. Dabei waren sowohl die stilistischen Ähnlichkeitsurteile als auch die inhaltlichen gegenüber der High-Pass-Filterung am anfälligsten. Der Einsatz des Kontrast- sowie des Saturiertheitsfilters differenzierte jeweils nur zwischen zwei Künstlern. Im Gegensatz dazu unterschieden sich die Wahrnehmungen mehrerer Stile bei Manipulation der räumlichen Frequenzen. Das kann als Hinweis darauf gesehen werden, dass die Verarbeitung der Dimension High-Pass vs. Low-Pass bei der Analyse des Stils für Kunstbetrachter am aufschlussreichsten scheint.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Psychophysik Kunstwahrnehmung Stil
Autor*innen
Claudia Gross
Haupttitel (Deutsch)
Zur Psychophysik von Inhalt und Stil in der Kunstwahrnehmung
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
101 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claus-Christian Carbon
Klassifikation
77 Psychologie > 77.40 Wahrnehmungspsychologie
AC Nummer
AC07721228
Utheses ID
4431
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
